Samsung Galaxy S7: Mehr als 8 GB vom System belegt

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Samsung Galaxy S7

In gut einer Woche geht das zum MWC 2016 vorgestellte Samsung Galaxy S7 und S7 edge offiziell in den Verkauf, aber schon jetzt gibt es etliche zum Teil unschöne Dinge über das Android Smartphone zu berichten. Derzeit im Mittelpunkt steht der interne Speicher und das mit unschönen Nachrichten. Wer auf viel Speicher hoffte, der wird leider enttäuscht.

Normalerweise wären 32 GB interner Speicher wie es das Samsung Galaxy S7 (zum Beitrag) in seiner kleinsten Variante anbietet ausreichend Speicherplatz. Nicht so jedoch im Fall des neuen Flaggschiff-Modells von Samsung, was an ähnliche wenig ruhmreiche Vorfälle von Galaxy S4 und Galaxy S5 erinnert. Auch bei diesen Modellen war der tatsächlich freie interne Speicher deutlich geringer als bei vergleichbaren Smartphones. Im Fall des Galaxy S4 waren von den damals 16 GB gerade mal knapp 9 GB frei (zum Beitrag).

Samsung Galaxy S7 und die Speicherfrage

So werden alleine vom Betriebssystem und Samsungs Anpassungen für die TouchWiz-Oberfläche ganze 8 GB vom internen Speicher des Samsung Galaxy S7 belegt. Unterm Strich bleiben damit dem Nutzer damit knapp 22 GB an freiem Speicher, wenn man die Ersteinrichtung ohne Installation irgendwelcher Apps abgeschlossen hat.

Hält man sich vor Augen, dass auch ein Samsung Galaxy Note 4 von seinen 32 GB an internem Speicher etwa 7,35 GB nur für das System benötigt und es da keinen so großen Aufschrei gab, erscheinen die 8 GB des Samsung Galaxy S7 nicht mehr ganz so tragisch. Vor allem durch den nicht zu verachtenden Vorteil der Apps2SD-Funktion, welche Samsung seinem neuen Top-Smartphone spendiert hat.

Öffnet man die Einstellungen zum Deinstallieren von Apps, lassen sich diese wie in früheren Zeiten auf die MicroSD verschieben. An der Eigenart, dass sich lediglich die APK-Datei aber nicht Nutzerdaten zur jeweiligen App und bei Spielen die zusätzlichen Spieldaten verschieben lassen, ändert sich nicht viel.
Damit bekommt der MicroSD-Slot der beiden neuen Top-Modelle aus Südkorea definitiv seine Daseinsberechtigung und kann als kleines Hilfsmittel betrachtet werden, den internen Speicher bei Bedarf auszulasten.

Sinnvolle Eigenlösung oder Standard-Funktion?

Interessant an dieser Stelle ist allerdings, dass die App2SD-Funktion anscheinend eine Samsung-eigene Implementation ist. Zahlreiche andere Android Smartphones die ihr Marshmallow-Update bekommen haben und einen MicroSD-Slot besitzen, unterstützen das Verschieben von Apps auf eine MicroSD nicht. Nachweislich in diversen Online-Foren nachzulesen ist das bei den Modellen LG G4 und Motorola Moto X Style der Fall.

In gewisser Weise kann man dies als erfreuliche Abhilfe verstehen, wenn man sehr viele Apps nutzen will oder muss. Denn den „Adoptable Storage“ hat Samsung bekanntlich komplett gestrichen (zum Beitrag).

Das Verschieben von Apps auf eine MicroSD hat allerdings auch seine ganz eigenen Vorzüge: Der bedeutend schnellere UFS 2.0 Flash-Speiche des Samsung Galaxy S7 kann auch weiterhin seine Stärken ausspielen, während der „Adoptable Storage“ das System wegen der erheblich längeren Zugriffszeiten künstlich ausbremsen würde (zum Beitrag). Von dem Punkt, dass eine MicroSD verschlüsselt und beim Entfernen unbrauchbar wird, mal ganz abgesehen.

Abgesehen davon hat Samsung einen wirklich guten Job gemacht mit den beiden Modellen Galaxy S7 und Galaxy S7 edge. Wie gut, dass erfahrt ihr in unserem nachfolgenden Handson der beiden Geräte:

So bleibt festzuhalten, dass die Aufregung um den niedrigen internen Speicher des Samsung Galaxy S7 zwar ärgerlich ist, aber Samsung immerhin gleich eine brauchbare Alternative gleich mit liefert. Oder wie seht ihr das?

[Quelle: Droid-Life]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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