[Stefan on CeBIT 2012] Die verkannte Halle mit Hardware aus Asien

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Die CeBIT ist noch nicht ganz vorbei und doch habe ich auf meinem Rundgang einiges an interessanter Hardware entdecken können. Und ja, es befinden sich darunter auch Androiden, überwiegend aus dem Billigbereich von 100 bis 200 Euro. Highlight ist aber ein Tablet mit Windows und Android gewesen, eines der wenigen Windroid-Zwitter die sowohl optisch als auch haptisch und Performance mäßig was hermachen und mitnichten was vom China-Image haben.

Spricht man von „China Tablet“ wird meistens in erster Linie an langsame Schrotthardware gedacht, betrieben mit einem Android 1.6 oder 2.2 wenn es hinkommt. Bis vor einem Jahr war das auch noch so, doch spätestens seit diesem Jahr hat sich die Qualitätsnorm gesteigert, siehe am Beispiel des zuletzt bei uns vorgestellten Ainol Novo 7 Aurora und bis auf das Display baugleiche Novo 7 Elf, trifft man in den Hallen der asiatischen Hersteller überwiegend auf Tablets mit IPS Display, mindestens 512 MB RAM und Chips mit 1 bis 1,5 GHz. Besonders positiv hervorgetan hat sich dabei der Boxchip A10 auf Basis des ARM Cortex A8, der in der Regel mit einer ARM MALI 400 GPU gepaart ist.
Wenn man solch ein Tablet in den Händen hält, glaubt man ein Tablet auf Steroiden zu haben, so flüssig und sauber animiert ist alles. Da kommt mir mein Galaxy Tab 10.1 mit CyanogenMod 9 und Tegra2 Dual-Core richtig langsam vor.

Aber auch an Zubehör ist viel interessantes zu finden, zum Beispiel Akkupack Extender, die in der Regel ab 5.000 mAh losgehen. Verpackt in einem stylischen Gehäuse aus Kunststoff in Modefarben oder gebürstetem Alu, sind die Produkte von Preisen zwischen 10 bis 20 US Dollar zu haben. Manche der Akkupack Extender kommen sogar mit einer kleinen LED-Lampe daher, sodass man nie im Dunkeln stehen braucht. Ein Ruggedized Modell verpackt seine Anschlusskabel zum laden und selbst aufladen im Gehäuse mit angenehm stramm sitzenden Gummi-Ummantelung.

Mein Highlight der Asienhalle ist allerdings ein Tablet, welches am Stand noch mit Windows 7 und Android 2.3 gezeigt wurde. Im Laufe des Jahres wird es für etwa 500 Euro käuflich zu erwerben sein und mit Windows 8 ausgeliefert. Ob bis dahin Android 2.3 Gingerbread durch Android 4.0 Ice Cream Sandwich ersetzt wird, konnte man uns am Stand nicht verraten. Die Verbaute Hardware macht dabei echt was her, so kommt neben einer Intel Atom Z670 CPU und 2 GB RAM auch ein 10,1″ IPS Panel zum Einsatz, das mit üblichen 1280×800 Pixeln auflöst. Hinzu kommen Bluetooth, WLAN, 3G, GPS, 2x USB 2.0, MicroSD Slot, 3 Megapixel Kamera und auf der Vorderseite eine 1,3 Megapixel Kamera für Videotelefonie. Trotz Aluminiumgehäuse lag es für ein Windows Tablet verdammt gut in der Hand, die Rückseite fühlte sich auch leicht gummiert an.

So – das war es erst mal von mir für den heutigen Tag, mehr schreibe ich dann Sonntag in einem umfassenderen Beitrag mit Bildern, wo ich die gesamte CeBIT einmal Revue passieren lasse und auf weitere Geräte eingehen werde.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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