Apple iMac & Co: Das war der spektakuläre Apple-Event 2021

Gestern Abend um 19:00 Uhr hatte Apple zu einem Event unter dem Motto „Spring Loaded“ geladen und sich vermutlich selbst übertroffen. Eine Stunde voll gepackt mit Neuvorstellungen auf die wir so sehr gehofft, aber nicht erwartet haben. Der Apple Frühlings-Event hatte etwas von einer Stunde perfekter Unterhaltung, mit einem Spannungsbogen der in einem neuen Apple iMac endete. Doch fangen wir ganz am Anfang an.

Purple iPhone 12

Ich bin wahrlich kein Apple-Fanboy und tue mich generell an den zum Teil saftigen Preisen ein wenig schwer. Doch gestern Abend war auch ich begeistert und kurz davor mir den neu vorgestellten Apple iMac in einer seiner sieben Farben zu bestellen. Doch dazu später mehr. Tim Cook begrüßte uns gestern Abend 19:00 Uhr deutscher Zeit auf dem sonnigen Apple Campus in freier Natur. Während es mit der bereits bekannten Apple Kreditkarte, die es nun auch für Familienmitglieder gibt und dem neuen Dienst Apple Podcast relativ harmlos los ging, folgte die Präsentation einer neuen Farbe für das aktuelle iPhone 12 und 12 Mini. Purple heißt sie und ist ein entschärftes Lila und ab dem 30. April erhältlich.

Apple AirTag

Dann nahm der Abend aber an Fahrt auf. Die im Vorfeld heiß diskutierten Apple AirTags wurden mit einem aufwendig produzierten Film angekündigt. Und sie sind genau das, was zuvor spekuliert wurde. Ein kleiner runder Chip, der dabei helfen soll mithilfe der „Find my-App“ Dinge wieder zu finden. Dabei unterstützt Bluetooth, NFC, die UWB-Technologie und ein Apple U1-Chip das punktgenaue Tracking. Mit unterschiedlichen Gravuren auf der Rückseite, werden die Tracker ab den 30. April wahlweise einzeln für 35 Euro oder im Viererpack für 119 Euro verkauft. Zubehör wie farbige Schlüsselanhänger gibt es ab 10 Euro von Belkin bis zu 449 US-Dollar von Hermés.

Apple TV 4K

Weiter ging es mit einer ab dem 30. April vorbestellbaren Neuauflage des Apple TV 4K, der optisch hauptsächlich durch die neue Fernbedienung auffällt. Diese hat nun eine überarbeitete Bedienung, welche in der Vergangenheit doch den ein oder anderen in die Verzweiflung treiben konnte. Doch – und hier einmal ein Lob – diese ist auch separat für 65 Euro zu erwerben und abwärtskompatibel. Im Konvolut wird der werte Kunde 199 Euro für den Apple TV 4K mit 32 GB oder 219 Euro mit 64 GB internen Speicher los. Hauptunterschiede sind eine 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde, dem performanteren A12 Bionic Chip, HDMI 2.1, simultaner 2,4 und 5 GHz-Betrieb sowie WiFi 6 (802.11ax). 8K-Unterstützung ist wohl nur ein Thema das bei Samsung auf der 2do-Liste steht.

Apple TV 4K

Apple iMac: Mein Highlight des Abends

Kurz zur Dramaturgie: Es sind knapp 20 Minuten vergangen und beim Thema Apple TV gab es eine kurze Entspannung um nun wieder an Fahrt zu gewinnen. Irgendwie war eigentlich bei dem Intro des Frühlings-Events schon klar, dass man mit dem berühmten „hello“-Schriftzug, Bezug auf den ersten iMac nimmt. Und so sollte es dann auch sein.

Apple präsentiert den 24 Zoll großen iMac (2021). Und er ist – wie war es anders zu erwarten – auch optisch eine Augenweide. Insgesamt in sieben Farben (Blue, Green, Pink, Silver, Yellow, Orange und Purple), welche sich jedoch auch nach der Ausstattung richtet, kann der macOS-PC ab dem 30. April für mindestens 1.449 Euro vorbestellt werden und ab der 3. Mai-Woche in Empfang genommen werden. Die nächste Stufe zündet bei 1.669 Euro und unterscheidet sich aufgrund zusätzlicher USB-Class-A-Ports (3.1), einem Ethernet-Anschluss sowie einer schnelleren (8-Kern) Grafikkarte. Der Apple M1-Octa-Core-Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und die 256 GB SSD (Solid-State-Drive) sind identisch. Ebenso wie die zwei Thunderbolt/USB 4-Anschlüsse, das „kleine“ Magic Keyboard mit Fingerabdruck-Sensor und der Magic Mouse.

Apple iMac (2021)

Den im 5-Nanometer-Prozess gefertigten M1 Apple-Chipsatz, welcher der erste ARM-basierte Prozessor bei Apple ist, kennen wir bereits aus dem MacBook Air (4. Gen), dem Mac mini (5. Gen) und dem MacBook Pro mit 13-Zoll-Display. Er ermöglicht es auch auf dem neuen Apple iMac typische iPhone und iPad-Anwendungen aus dem App-Store zu verwenden. Dadurch ist auch eine 100 prozentige Weiterverarbeitung von bereits erstellten Dokumenten auf allen Apple-Plattformen übergreifend möglich. Viele Entwickler wie Adobe und Microsoft haben hier bereits ihre Anwendungen entsprechend angepasst.

Zugegeben ist eine Diagonale von 23,5 Zoll nicht mehr so ganz 2021. Und vermutlich werden sich auch einige an dem breiten Kinn unter dem Retina-Display mit einer Auflösung von 4.480 x 2.520 Pixel bei 218 ppi und maximalen 500 nits stören. Aber hier wurde eben das Motherboard und sechs Lautsprecher für Dolby Atmos Sound untergebracht. Und trotz des 11,5 Millimeter dünnen Designs, was mich persönlich schon echt anspricht, bleiben die beiden Lüfter unter 10 Dezibel flüsterleise. Auch eine Kamera und Mikrofone sind verbaut, sodass auch FaceTime und angeregte Gespräche mit Siri möglich sind.

Apple iPad Pro

Meiner Meinung nach war der neue iMac bereits das Highlight des Abends. Mir ist klar, dass einige von euch das anders sehen. Solang kein 27 Zoll iMac am Start ist, dürfte der macOS-PC für viele uninteressant sein. Dennoch hängt viel Geschichte und Pathos an dem iMac, woher vermutlich auch meine Euphorie herrührt. Aber auch Apple ließ erst bei knapp der Hälfte des Events (36 Minute) die Bombe des Abend platzen. Und für diesen Hauptakt ließ man sich von keinem geringeren als Tom Cruise in „Mission Impossible“ inspirieren. Ich bin mir sicher, Tim Cook konnte einen weiteren Haken auf seiner „Bucket List“ setzen. Denn im folgenden Video wird auf Agentenart der M1-Chip aus dem iMac entwendet um im Apple iPad Pro (2021) Verwendung zu finden.

Und um das 11 und 12,9 Zoll große iPad-OS-Tablet und den eigentlich Star des Abends angemessen zu würdigen, gibt es heute im Laufe des Tages einen separaten Beitrag zu den beiden Geräten. Soviel sei schon einmal verraten, preiswert wird es nicht. Bei einer Diagonale von 11 Zoll und als reines WiFi-Modell starten wir ab 879 Euro mit 128 GB internen Speicher. Weitere Optionen sind LTE-5G-Support und Konfigurationen über 512 GB, 1 TB und 2 TB internen Programmspeicher. Ein Ende ist dann bei 2.579 Euro in Sicht. Und da ist noch kein schwarzes oder weißes Magic Keyboard (399 Euro) oder Apple Pencil 2 (135 Euro) dabei.

[Quelle: Pressemitteilung]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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