Google Pixel 4: Mit dem Zweiten sieht man besser!

Einblicke in den Programmcode der Kamera geben Hinweise auf ein zweites Objektiv der Google Pixel 4 Hauptkamera. Dieses soll erstmalig mit einem optischen und damit verlustfreien Zoom ausgestattet sein. Auch über einem zusätzlichen IR-Sensor für die Frontkamera, lässt sich nachlesen.

 

In Sachen Google Pixel 4 Smartphone, welches wir traditionell für den Herbst 2019 erwarten, kursieren bereits einige erschreckende Render-Zeichnungen. Diese zeigen auf der Rückseite, oben links eine aus dem Gehäuse ragende quadratische Kamera-Einheit. Diese beinhaltet Augenscheinlich zwei Objektive, ein LED-Blitzlicht und eine TOF-Kamera (Time on Flight). Nach wie vor halte ich diesen Fauxpas des Designs Google unwürdig und zweifel es an, dass wir das Google Pixel 4 so sehen werden. Kollegen anderer Tech-Medien teilen diese Zweifel nicht, da das Unternehmen diese Renderbilder selbst als Pixel 4 Bilder erneut veröffentlicht hat. Meiner Meinung nach nur ein Google typischer Scherz.

Google Pixel 4 Render

Google Pixel 4 mit verlustfreien Zoom

Sei es wie es sei, Fakten herrschen bei der Software, die Google bereits als Beta-Version zugänglich macht. In der neuesten Version von Android Q Beta 5 (Build-Nummer QP1A.190626.001) haben die XDA-Developer durch Dekompilierung (Reverse Engineering) Einblick in den Quellcode erhalten. Allen voran der Kamera-Anwendung in der Version 6.3, die bereits extrahiert und bei APK-Mirror zum Download bereits steht. Gegenüber der Programmierung des Google Pixel 3, sind den Entwicklern dabei zusätzliche „Sensor-IDs“ aufgefallen. Sowohl für die Front- als auch die rückseitige Hauptkamera.

Daraus interpretieren die XDA-Developer erstmalig bei einem Google Pixel-Smartphone mindestens zwei Objektive für die Hauptkamera, was Mountain View auch so bereits offiziell bestätigt hat. Und das dieser zweite Sensor in Kombination mit „SABRE“ und „UNZOOMED_TELEPHOTO“ arbeiten wird. „SABRE“ ist der Codename für den digitalen Super-Res-Zoom. „UNZOOMED_TELEPHOTO“ deutet auf einen auf Hardware basierenden optischen Zoom hin. Informationen zu den unter Umständen verwendeten Brennweiten der Linsen, gibt der Code nicht her. Vermutlich verbaut Google – ähnlich Huawei und Oppo – ein Periskop-Prisma, dass dadurch das Problem der fehlenden Bautiefe des Smartphones umgeht und so eine verlustfreie Vergrößerung gewährt.

Frontkamera mit Infrarot-Sensor

Für die Frontkamera sorgt der Eintrag „GCAM_SENSOR_ID_FRONT_IR“ für Aufmerksamkeit. Interpretieren wir „IR“ als Infrarot-Sensor, so gehen wir davon aus, dass dieser auf der Front für die Tiefen-Messung zuständig ist und so eine Gesichtserkennung realisiert. Auch wurden Hinweise auf eine Überarbeitung des „Night Sight“-Modus entdeckt. Allen Anschein wurde der Algorithmus dahingehend verbessert, dass die Kamera in Zukunft den Himmel besser unterscheiden und optimieren kann. Wir dürfen weiter gespannt bleiben, wie Google diesmal nicht nur einer der besten Kameras durch Software, sondern nun auch mithilfe von Hardware im Google Pixel 4 optimiert.

[Quelle: XDA-Developers]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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