Google Pixel 4 (XL) entsperren wir im Schlaf

Das Google Pixel 4 und Pixel 4 XL ist gerade erst vorgestellt worden, da wird große Kritik an der Sicherheit des Smartphones laut, das es zu einfach entsperrt werden kann. Der Face-Unlock lässt sich selbst mit geschlossenen Augen öffnen. Bug oder Feature?

Google hat vergangene Woche das Google Pixel 4 und Pixel 4 XL offiziell vorgestellt. Viel Neues gab es nicht, da bis dato noch nie ein Smartphone zuvor im Vorfeld derart detailliert in Bild, Text und Video gezeigt wurde. Sei es drum: Seit dem 15. Oktober lassen sich die beiden Android-10-Smartphones vor bestellen, um dann am 24. Oktober frühestens ausgepackt zu werden. Pressevertreter sind da etwas im Vorteil, da sie die Geräte bereits testen können. Und bei einem solchen Test, ist den Sicherheitsexperten vom BBC aufgefallen, dass sich das Pixel 4 durch das aufwendige Kamera-Setup auf der Frontseite auch mit geschlossenen Augen entsperrt wird.

Google Pixel 4 Frontkamera-Setup wie beim Apple iPhone

Ausgerechnet das Kamera-Array bestehend aus einer 8-Megapixel- und zwei Infrarot-Kameras, einem NIR‑Emitter und ‑Punktprojektor, unterstützt von einem Radar basierende Soli-Chip, soll nun die Achillesverse sein? Zumindest wäre es so nun möglich das Pixel 4 zu Entsperren, wenn der Besitzer schläft und ihm sein Smartphone vor das Gesicht gehalten wird.

Google Pixel 4 mit Soli-Radar

Nun, wer die Präsentation verfolgt hat, wird vermutlich wie ich stark davon beeindruckt gewesen sein, wie schnell das Google-Smartphone vom Tisch weg entsperrt wurde. Es ist also in der Tat ein Feature und keine Sicherheitslücke. Google hat so die Geschwindigkeit des Scans maximal erhöht, sodass die Augen nicht erkannt werden müssen.

Konkurrent Apple, welche beim iPhone 11 ein ähnliches Kamera-Setup auf der Front für den Gesichtsscan nutzen, lässt einen Unlock mit geschlossenen Augen nicht zu. Dafür wird das iPhone auch nicht so schnell entsperrt, wie das Google Pixel 4 (XL).

Face-Unlock ist wohl kein Sicherheitsfeature

Google, die auf einen Fingerabdrucksensor komplett beim aktuellen Smartphone verzichten, kommentieren den Vorfall ein wenig flapsig. Man könne doch auf die Muster-, PIN- oder Passwort-Entsperrung umschalten, um das Smartphone vor unbefugten Zugriff zu schützen.

Meiner Meinung nach eher ein Rückschritt zur biometrischen Sicherheitsfunktion. Mit Sicherheit wird Google hier aber in Kürze ein kleines Update ausliefern, da das Ganze nun doch wesentlich mehr Fahrt aufgenommen hat, als es dem Unternehmen aus Mountain View recht sein kann.

[Quelle: BBC]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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