Huawei P50 Pro mit Snapdragon-SoC von Qualcomm?

Geht es nach einem bekannten Analysten, dann wird Huawei im kommenden Jahr seine Flaggschiff-Prozessoren wie für das Huawei P50 Pro und dem Mate 50 bei Qualcomm einkaufen. Klingt unter den aktuellen Bedingungen ein wenig weit hergeholt. Doch komplett unrealistisch ist die Empfehlung des Analysten nicht, hört man sich seine Erklärung an.

Huawei ist nicht zu beneiden. Das aktuelle Flaggschiff – das Huawei P40 Pro (zum Test) – verkauft sich in Europa aufgrund der fehlenden Google-Dienste nur schleppend. Für den Nachfolger, dem Huawei P50 Pro könnte es unter den aktuellen Bedingungen noch viel schlechter aussehen. Zwar hat sich Huawei laut Nikkei Asian Review gerade erst für zwei Jahre bei TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) mit SoCs vor dem US-Verbot eingedeckt, doch die finale Lösung ist das nicht.

Wo bekommt das Huawei P50 Pro seinen SoC her?

Während also das Huawei Mate 40 mit seinen im 5-nm-Verfahren gefertigte HiSilicon Kirin 1020 Octa-Core-Prozessor noch gesichert sein sollte, dürfte es 2021 für das Huawei P50 Pro eng werden. Denn die angestrebte Kooperation mit MediaTek sieht vorerst nur Einsteiger- und Mittelklasse-Chip-Sätze vor. Auch der chinesische Auftragsfertiger Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) kommt nicht in Frage. Der derzeit modernste Chip den SMIC produzieren kann, verwendet die 14-nm-Technologie.

Geht es nach John Vinh, Analyst bei der Key Bank Capitol Markets, so wird ausgerechnet Qualcomm der Lieferant für schnelle SoCs (System on a Chip) bei Huawei werden. Der Snapdragon 875 für das P50 Pro? Klingt erst einmal unrealistisch, da Qualcomm ein US-Unternehmen ist und ebenfalls den aktuellen Sanktionen durch das US-Handelsministerium unterliegen.

Qualcomm würde eine Lizenz vermutlich erhalten

Vinh glaubt das die Chancen für den Erhalt einer Ausnahme-Lizenz nicht schlecht stehen.

„Viele der gegen Huawei geltenden Beschränkungen dienen dem Schutz nationaler Sicherheitsbedrohungen durch 5G-Kommunikations- und Netzwerkinfrastruktur sowie militärische Anwendungen. Wir glauben nicht, dass Consumer-Smartphone-Geräte ins Visier genommen werden.“

Analyst John Vinh zumindest ist optimistisch und empfiehlt seinen Kunden in Qualcomm-Aktien zu investieren. Wenngleich eine Erteilung einer solchen Ausnahmegenehmigung dem Land (USA) durchaus zugute kommen würde, sind wir uns bei dem amtierenden US-Präsidenten und seinen Kurzschluss-Handlungen nicht so sicher ob es so kommt.

[Quelle: Barons | via PhoneArena]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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