Huawei US-Embargo: Anstelle Entspannung weitere Verschärfung geplant

Wer fest damit gerechnet hat, dass aufgrund der positiven Entwicklung in Sachen Handelskrieg zwischen den USA und China, das Huawei P40 Pro mit Google-Diensten erscheint, wird wohl herb enttäuscht. US-Handelsminister Wilbur Ross gibt nun bekannt, dass die aktuellen Sanktionen sogar noch verschärft werden sollen.

US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping, sind mit ihren Friedens-Verhandlungen im Handelskrieg auf einem guten Weg. Da rechnet so manch Huawei-Fan damit, dass dies auch positive Auswirkungen auf das anhaltende Huawei US-Embargo hat. Denn schlimmer geht es ja eigentlich nicht mehr. Weit gefehlt.

Huawei US-Embargo soll noch schlimmer werden

Der US-Handelsminister Wilbur Ross kündigt in einem Interview mit Bloomberg, eine weitere Verschärfung der aktuellen Situation an. Seinen Aussagen zufolge hat der Handelskrieg zwischen den USA und China, nichts mit dem US-Embargo für Huawei zu tun. Hier geht es nach wie vor um den Schutz der Nationalen Sicherheit, so Ross.

Das Huawei Mate 30 Pro ist das erste Smartphone, welches dem US-Embargo zum Opfer fiel (zum Test). Das Smartphone wird zwar mit Android, aber ohne Google-Dienste ausgeliefert. Kaum jemand außerhalb von China möchte auf die Kalender-, Kontakte- und Gmail-Synchronisation, sowie beliebte Anwendungen wie Maps, den Play Store oder YouTube von Google verzichten. Huawei versucht mit den eigenen Mobile Services (HMS) entgegen zu wirken. Doch diese entsprechen samt Huawei AppGallery noch nicht den europäischen Ansprüchen.

90 Prozent sind besser als 75 Prozent

Herr Ross möchte noch nicht ins Detail gehen, deutet jedoch schon sehr konkret an, wie eine solche Verschärfung aussehen könnte. Bis dato kann Huawei US-Waren kaufen, wenn die Produktion der Ware zu 75 Prozent außerhalb der USA erfolgt. Diese „Umgehung“ der Sanktionen scheint der USA ein Dorn im Auge. Vielleicht hätte der Konzern nicht mit dem Umsatz stärksten Jahr 2019 prahlen sollen. Nun plant die USA die Hürde auf 90 Prozent anzuheben.

Vielleicht ein Grund dafür, warum Huawei US-Komponenten auf Halde kauft. Angeblich in Mengen, die für eine Jahres-Produktion an Smartphones reichen soll.

[Quelle: Bloomberg | via WinFuture]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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