LG G6 im freien Fall: aktuell für 449 Euro erhältlich

Das mit einem Edge-to-Edge-Display ausgestattete LG G6 befindet sich nur wenige Monate nach dem Verkaufsstart im freien Fall. Wenn auch nur zeitlich begrenzt, bekommt ihr das aktuelle LG Flaggschiff anstelle der UVP von 749 Euro, satte 300 Euro günstiger, für 449 Euro. Ist das die Strategie des südkoreanischen Konzern oder die Quittung der Kunden, welche einige Ungerechtigkeiten nicht so schnell verzeihen?

Dumm und dümmer

Über das Marketing des südkoreanischen Hersteller LG kann man in den vergangenen Jahren nur mit dem Kopf schütteln. Es hat nahezu den Eindruck, das Unternehmen versucht mit aller Gewalt die Smartphone-Abteilung in den Konkurs zu wirtschaften. Gerade was den deutschen Markt anbelangt, betraft LG seine Kunden mit – wenn überhaupt – einem  deutlich verspäteten Release. Bestes Beispiel ist das LG V10, V20 und die LG Watch Urbane 2nd Edition. Zuvor verkündeten die Verantwortlichen, dass die mobilen Endgeräte hierzulande nicht erscheinen, um komplettes Desinteresse zu wecken.

Mit dem Anfang des Jahres präsentierten LG G6 ist es nicht großartig anders. Erst wartet man trotz „veralteter“ Snapdragon 821 CPU den Marktstart ganz gemütlich ab, bis der stärkste Konkurrent sein Samsung Galaxy S8 (Plus) präsentiert hat, nur um 50 Euro unter dessen Preis bleiben zu können. Doch das Salz in der Suppe ist die je nach Land unterschiedliche Ausstattung wie der Qi-Ladestandard oder 128 GB internen Programmspeicher. Bei uns gibt es weder kabelloses Laden, noch mehr als 32 GB Speicher.

LG G6 für 449 Euro bei Saturn

Durchaus denkbar, dass es so zu dem massiven Preisverfall des LG G6 kam. Denn Saturn verkauft das mit einem FullVision Display ausgestattete Flaggschiff nur heute (bis 17.07. 9:00 Uhr) in allen drei Farben, Astro Black, Ice Platinum und Mystic White für nur 449 Euro (zum Angebot).

Ist das etwa Strategie?

Möglich wäre aber auch eine bewusste Preisstrategie. Aus der Vergangenheit wissen wir das LG auch preiswerte Smartphones produzieren und in den Handel bringen kann. Nur wenn man Margen von 300 Euro und mehr von vornherein einplanen kann, dann hätte LG so schlau sein sollen und das LG G6 von Tag Eins an so günstig verkaufen. Der Erfolg wäre ihm Gewiss gewesen, wie man an der Konkurrenz OnePlus sehen kann. Positiver Nebeneffekt wäre gewesen, dass das LG G6 mit 32 GB – unter der günstigen Preis-Konstellation – nie in die Kritik geraten wäre. Im Gegenteil: 18:9 Format, Edge-to-Edge Full Vision Display, IP68, US Military Standard 810G und eine überragende Dual-Kamera hätten das Smartphone zu einem echten Erfolg verholfen.

[Quelle: via Giga]

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Kathrin Teichert

Nach der erfolgreichen Beendigung meines Abiturs habe ich mir eine Auszeit vom Lernen gegönnt und bin seitdem in der glücklichen Situation meinem Hobby nachzugehen: dem Reisen. Als freie Bloggerin schreibe ich hauptsächlich für Reiseportale und bin so "beruflich" bedingt mit der mobilen Technik in Kontakt getreten. Ich nutze ein iPhone 7 und ein MacBook Air, sowie ein HTC 10 in einer Dual-SIM-Ausführung, für den schnellen Wechsel der SIM-Karten im Ausland.

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