Motorola razr: Lenovo-Tochter rechnet mit regen Andrang

Mit dem Motorola razr, welches Mitte November in Los Angeles offiziell vorgestellt wurde, bringt die Lenovo-Tochter ein Urgestein und echtes Erfolgsmodell zurück. Jedoch mit der aktuell modernsten Technik die Ingenieure zu bieten haben: einem faltbaren OLED-Display. Und genau jener Bildschirm bereitet dem Unternehmen kurz vor dem Verkaufsstart Kopfschmerzen, weswegen der Lieferant noch einmal gewechselt wurde.

Keine Frage, auch in mir hat das Comeback des Motorola RAZR einen „Haben“-Effekt ausgelöst. Das klassische Annehmen und Beenden von Gesprächen mit dem Zusammenklappen des Handys hat schon was. Als Star-Trek-Fan potenziert sich dieses Gefühl noch einmal. Doch das allein ist es nicht. Wenn es so wäre, könnte ich mir bei Amazon das Motorola RAZR V3 für knapp 80 Euro kaufen. Doch in dem jüngst vorgestellten Modell steckt die Technik eines Android-Smartphones. Allen voran das faltbare 6,2 Zoll große Flex-Display (pOLED) im 21:9-Seitenverhältnis und einer Auflösung von 2.142 x 876 Pixel.

Dieses Feedback scheint Motorola von vielen weiteren Personen bekommen zu haben, sodass der Konzern kurz vor dem offiziellen Marktstart eine einschneidende Entscheidung trifft. Denn wie DigiTimes berichtet, wechselt Motorola den Hauptlieferanten des faltbaren Displays. Anstelle AU Optronics, mit Sitz in Taiwan und Tochter der BenQ-Gruppe (Acer), hat nun BOE und die TCL-Tochter CSOT (China Star Optoelectronics Technology) den Auftrag erhalten. BOE Displays wird dem einen oder anderen bereits bekannt sein. Konnten sie bereits Erfahrungen mit dem faltbaren Display bei dem Royole FlexPai und dem Huawei Mate X machen. Das Unternehmen selbst plant 70 Millionen Einheiten für das kommende Jahr.

Motorola razr bekommt sein faltbares Display aus China

Doch der kurzfristige Wechsel kommt nicht zustande, weil Motorola das Vertrauen in die Qualität des taiwanischen Herstellers verloren hat, sondern weil AU Optronics für eine monatliche Menge von 15.000 Displays eingeplant war. Nun geht Motorola jedoch davon aus, dass das Motorola razr ein derart durchschlagenden Erfolg feiern wird, dass die Produktion auf 100.000 Bildschirme innerhalb kürzester Zeit realisiert werden müssen. Angeblich beruft sich die Führungsebene auf die Verkaufserfolge bei Samsung, mit dem Galaxy Fold und Huawei mit dem Mate X, welches nach wie vor nur in China erhältlich ist.

Die Produktionen für das faltbare Display des Motorola razr sind bereits bei BOE und CSOT angelaufen und an Motorola ausgeliefert. In den USA geht das Motorola razr noch diesen Monat in den Handel. Für Deutschland ist aus nicht bestätigten Quellen der 24. Januar 2020 als Verkaufsstart zu vernehmen. Fraglich ob bei einem verbauten Snapdragon 710 Octa-Core-Prozessor, 1.680 Euro (ebenfalls inoffiziell) wirklich so Viele zum Kauf einlädt. Weitere technische Daten des neuen Motorola razr findet ihr im folgenden Beitrag.

[Quelle: DigiTimes | via WinFuture]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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