Nokia G11 und G21: Auch 2022 kann man Smartphones mit einem Foto entsperren

Man sollte meinen, dass das Entsperren via Gesichtsscan im Jahre 2022 so weit ist, das es nicht mit einem simplen Foto ausgetrickst werden kann. Doch zum einen gibt es noch Kollegen die diese Entsperrfunktion tatsächlich noch testen und zum anderen – die wohl viel schlimmere Nachricht – es gibt mit dem Nokia G11 und G21 tatsächlich noch Smartphones, welche mithilfe eines Farbausdruckes den Bildschirm freigeben.

 

Nokia G11 und G21 fallen durch Hochsicherheitstest

Nokia G11 und G21 Handysperre

Wer kennt die Gesichtserkennung an seinem Smartphone nicht. Neben dem Fingerabdruckscan ist es vermutlich die häufigste Variante sein Device zu entsperren. Es geht schnell, man benötigt keine zweite Hand, da die unter Umständen gerade mit etwas anderem beschäftigt oder einfach nur schmutzig ist und es ist unkompliziert. Allen Anschein nach so unkompliziert, dass sich allen Anschein nach die Art der Entsperrung recht einfach umgehen lässt, wie nun die Kollegen von „Stiftung Warentest“ bei einem Nokia G11 und G21 herausgefunden haben. Zwei brandneue Einsteiger-Smartphones mit dem Android-Betriebssystem vorinstalliert.

Nun zuerst einmal den Glückwunsch an die Redaktion, dass man nach wie vor die Entsperrfunktion via Gesichtsscan testet. Wie man stolz verkündet seit 2018 genau 330 Geräte. Davon sind 50 Smartphones unterschiedlicher Hersteller durch diesen Test durchgefallen. Darunter eben auch aktuell das Nokia G11 und G21. Ein simpler Farbausdruck auf normalen Kopierpapier hatte ausgereicht um das „Sicherheitsfeature“ zum umgehen und so Zugriff auf das Android-Smartphone zu erlangen.

Keine Zwillinge und dennoch so gleich

Zwei Dinge wären hier noch erwähnenswert. Zum einen gibt es bei Smartphones die Unterscheidung von 2D- und 3D-Gesichtserkennung. Apple ist mit Face ID und einer TrueDepth Kamera für seine besonders sichere Bildschirmfreigabe bekannt. Auch Huawei hat einige Produkte im Portfolio, welche dafür aber ein recht großes Punch-Hole zur Folge haben. Im Jahre 2018 hatten meine beiden Ex-Kollegen Christopher und Steffen bei AndroidPit (heute NextPit) ihren Spaß mit dem Huawei Mate 20 Pro.

Gesichtsscan beim Huawei Mate 20 Pro

Zum anderen ist es vermutlich auch eine Preisfrage wieviel Energie der Hersteller bei den Algorithmen des 2D-Scan investiert. Das Nokia G11 und G21 starten bei 160 Euro (aktuell 140 Euro bei Amazon*). Und obwohl HMD Global als Lizenznehmer der Nokia Smartphones mit dem nächsten Update einen Fix angekündigt hat, sollte man sich im Klaren sein, dass es sich beim Gesichtsscan in den seltensten Fällen um ein Sicherheitsfeature handelt. Es ist einfach nur eine simple und schnelle Art und Weise das Smartphone unkompliziert zu entsperren.

[Quelle: Stiftung Warentest]
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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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