Qualcomm macht aus der eSIM eine iSIM

Nicht nur aus Gründen der Umwelt hat die uns seit knapp 25 Jahren bekannte SIM-Karte eine kleine Entwicklung durchgemacht. Denn mit der neuesten Erfindung von Qualcomm – einer sogenannten iSIM – kann die Technologie nicht nur komplett auf zusätzlichen Kunststoff als Chipträger verzichten, sondern bietet auch noch auf dem Anwendungssektor zusätzliche Vorteile.

 

Qualcomm präsentiert als erstes die iSIM

Wie der kalifornische Chip-Hersteller Qualcomm aktuell via Pressenachricht informiert, habe man in Kooperation mit Thales und Vodafone einen Smartphone-Prototypen mit einer iSIM vorgestellt. Hierbei handelt es sich entgegen der bereits bekannten eSIM (embedded Subscriber Identity Module) um ein integrated Subscriber Identity Modul. Während eine eSIM bereits auf die Beschaffung einer physischen SIM-Karte komplett verzichten kann und auf dem Motherboard des Smartphones, Tablets oder Smartwatch den entsprechenden Chip integriert, implementiert die iSIM den entsprechenden Schaltkreis direkt im Hauptprozessor.

Qualcomm bezeichnet diese Innovation als Meilenstein der Mobilfunkanbindung und eine Weiterentwicklung der uns bekannten eSIM. Nicht nur das so weiterer kostbarer Platz geschaffen wird, die iSIM ermöglicht auch eine höhere Leistung und eine größere Speicherkapazität. Weiterhin ermöglicht die neue Technologie die Remote-SIM-Bereitstellung durch den Betreiber unter Nutzung der vorhandenen eSIM-Infrastruktur. Ebenfalls öffnet sich eine Vielfalt an neuer Geräte für mobile Verbindungen, die zuvor keine integrierten SIM-Funktionen haben konnten. Als Beispiel seien hier Laptops, Autos und Fahrräder genannt.

Qualcomm iSIM

Zum Einsatz kommt das bereits kompakt gebaute Samsung Galaxy Z Flip 3

Als POCD (Proof-of-Concept-Device) kam ein Samsung Galaxy Z Flip 3 (zum Ersteindruck) zum Einsatz, das im Netz von Vodafone verbunden war. An Bord ein mit einer Secure Processing Unit modifizierter Snapdragon 888 Octa-Core-Prozessor. Getestet wurde im Forschungs- und Entwicklungslabor von Samsung.

„Unser Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der sich alle Geräte nahtlos und einfach miteinander verbinden und der Kunde die vollständige Kontrolle hat. Die iSIM in Kombination mit unserer Remote-Management-Plattform ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung, da es die Verbindung von Geräten ohne eine physische SIM-Karte oder einen dedizierten Chip ermöglicht und die Konnektivität zu vielen Objekten – das Versprechen der vernetzten IoT-Welt – Wirklichkeit werden lässt. Es wird unseren Kunden ermöglichen, die Einfachheit mehrerer Konten auf einem Gerät zu genießen, während es aus Sicht eines Betreibers dazu beiträgt, die Notwendigkeit separater SIM-Karten und das zusätzliche Plastik, das dadurch verbraucht wird, zu eliminieren,“ so Alex Froment-Curtil, Chief Commercial Officer, Vodafone.

Apple vielleicht der erste Nutznießer?

Während eine eSIM bei LTE-tauglichen Smartwatches gang und gäbe ist, unterstützen auch immer mehr Smartphones diesen Dienst. Apple beispielsweise ab dem iPhone XS, beziehungsweise iPhone XR und iPhone 11. Für das Apple iPhone 14 soll eine ausschließliche eSIM oder sogar iSIM-Nutzung realisiert werden. Wenn aber vermutlich vorerst in den USA. Mit dem Motorola RAZR gibt es auf dem Android-Sektor bereits seit 2019 das erste reine eSIM-Smartphone.

[Quelle: Pressemitteilung]

Samsung Galaxy Z Flip3: Mein erster Eindruck des Volks-Foldable

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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