TSMC bittet US-Regierung Huawei weiter beliefern zu dürfen

Huawei mangelt es nicht nur an den nötigen Google Mobile Services, sondern auch an Prozessoren für die eigenen Smartphones. Nun ersucht der wichtigste Lieferant – der taiwanische Chip-Hersteller TSMC – ein Gnadengesuch bei der US-Regierung, um nach der Schonfrist den chinesischen Konzern weiter beliefern zu dürfen.

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass Huawei aufgrund des US-Bann keine Google Mobile Services auf seinen Smartphones vorinstallieren darf. Das bedeutet für den Endverbraucher keine Google Anwendungen mehr wir der für viele notwendige Google Play Store als einzig wahre App-Quelle, aber auch Anwendungen wie der Kalender, Gmail oder die Kontakte, welche unsere wichtigsten Daten Geräte übergreifend synchronisieren. Alternativ stellt Huawei seine eigenen Services zur Verfügung, welche jedoch noch nicht den europäischen Ansprüchen Genüge tun, wie wir in unserem Test des Huawei P40 Pro feststellen mussten.

TSMC mit Verbot Huawei zu beliefern

Doch weil sich die Smartphones weiterhin gut verkauften, legte US-Präsident Trump im Mai 2020 einen nach und untersagte dem taiwanischen Chip-Hersteller TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) an Huawei Prozessoren zu verkaufen, wenn dort US-Technologie verborgen sei. Dazu bedarf es explizit eine Exportlizenz, die das US-Handelsministerium auf Anfrage erteilt.

Forderung nach Ausnahme-Lizenz gestellt

Auch die 120 Tage lange Schonfrist ist nun abgelaufen, sodass TSMC-Vorsitzender Liu Deyin kürzlich auf einer abgehaltenen Hauptversammlung bekannt gab, die bis zum 14. Juli eingeräumte Frist für einen Einspruch wahrgenommen zu haben. Darin bittet TSCM um eine Ausnahme-Lizenz den chinesischen Smartphone-Hersteller weiter mit Prozessoren beliefern zu dürfen. Schlussendlich schade das US-Handelsministerium nicht nur Huawei, sondern auch den taiwanischen Chip-Hersteller. Huawei ist nach Apple der zweitgrößte Kunde und generiert allein einen Umsatz von 15 Prozent vom Gesamtumsatz.

Ich denke die Chancen stehen eher schlecht das die USA auf diese Anfrage eingehen, solang wir Donald Trump noch als amtierenden US-Präsident haben. Doch das könnte sich unter Umständen bereits im Herbst ändern.

[Quelle: ITHome | via GizChina ]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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