Xiaomi Mi Mix Alpha: Zuviel Zukunft für die Gegenwart?

Bereits im September stellte der chinesische Hersteller das Xiaomi Mi Mix Alpha offiziell vor. Ein Smartphone aus der Zukunft, das im Prinzip nur aus einem Display besteht. Das wollte sich der Konzern mit umgerechnet 2.500 Euro honorieren lassen. Der Dezember 2019 wurde für China als Verkaufsstart in limitierter Auflage angekündigt. Doch den Termin hat Xiaomi erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben.

Ein Screen-to-body-ratio von 180,6 Prozent wollte uns das Xiaomi Mi Mix Alpha bieten. Eine ausgefuchste KI-Technologie sollte verhindern, dass an den Seiten ungewollt Funktionen ausgelöst werden, aber dennoch funktionieren, wenn es gewünscht ist. Beispielsweise bei der Lautstärke-Regulierung. Ein Smartphone, welches man besser nicht fallen lässt, da bis auf einem dünnen Steg für die 108-Megapixel-Triple-Kamera alles ein OLED-Display ist.

Für das Xiaomi Mi Mix Alpha nur das Beste

Die Haupt- und Frontkamera besteht aus einer 20-Megapixel-Ultra-Weitwinkel-, einer 12-Megapixel-Tele-Kamera und einem Samsung 108-Megapixel-Sensor (ISOCELL HMX), der uns bereits vom Mi Note 10 bekannt ist (zum Test). Unter dem sogenannten Surround-Display verbaut der Hersteller einen Snapdragon 855 Plus Octa-Core-Prozessor von Qualcomm. Mit 12 GB Arbeits- und 512 GB Programm-Speicher sollte das Smartphone auch auf diesem Sektor top ausgestattet sein. Für ausreichend Energie sorgt ein 4.050 mAh starker Akku, welcher sich mit maximalen 40 Watt entsprechend schnell aufladen lässt.

Nun fragt sich die Welt, welche ungeduldig darauf warten ihre 2.500 Euro zu investieren, ob zwei Jahre Entwicklungszeit und umgerechnet etwa 62 Millionen Euro Kosten nicht genug waren. Xiaomi gibt auch auf Nachfragen keine Auskunft darüber warum oder wenigsten bis wann die Markteinführung des Xiaomi Mi Mix Alpha verschoben wird.

Kommt das Mi Mix Alpha zu einer Messe zurück aus der Zukunft?

Unter Umständen handelt es sich gar nicht um ein technisches Problem, wie es all den anderen Smartphones mit faltbaren Display widerfahren ist. Denkbar, dass das Smartphone einfach nicht genügend Aufmerksamkeit genossen hat und von daher noch das richtige Ambiente sucht. Optimal wäre da sicherlich die CES in Vegas oder der Mobile World Congress (MWC) Ende Februar in Barcelona.

[Quelle: ChinaTechCity | via Golem]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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