Android 4.4 KitKat: Das wissen oder erwarten wir

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Android 4.4 KitKat

Am 3. September hatte Google die Katze endlich aus dem Sack gelassen: Die nächste Version von Android wird Android 4.4 sein und mit KitKat erstmals ein Markenrechtlich geschützten Beinamen erhalten. Aber was wird sich eigentlich beim Schritt von Jelly Bean zu KitKat alles ändern? Wir wollen für euch die Gerüchte soweit es geht mal etwas zusammenfassen.

Es war eine ziemlich große Überraschung, als die Neuigkeit publik gemacht wurde. Immerhin trugen sämtliche Android-Versionen bisher den Namen einer allgemeinen Süßspeise und kein spezifisches Produkt, welches auch noch Markenrechtlich geschützt ist. Insofern ist der Schritt wenig nachvollziehbar gewesen, bis Google einige Details zur Namenswahl enthüllte. Zum Beispiel wurden selbst die Mitarbeiter neben der Öffentlichkeit lange Zeit hinters Licht geführt, denn wir dachten, dass der Limettenkuchen aus den Florida Keys namens Key Lime Pie der Spitzname sein wird. Aber zurück zu den Features, die für Android 4.4 KitKat eigentlich erwartet werden.

 

Android 4.4 wird es bunt treiben

Android 4.4 KitKatEines der ersten Gerüchte zur neuen Android-Version war die native Unterstützung der 64 Bit Architektur, welche auf den ersten Blick eher weniger Vorteile für ein Smartphone bietet. Immerhin hebt die 64 Bit Architektur in erster Linie die Grenze von 4 GB RAM auf und bietet hauptsächlich für Festkomma-Arithmetik, Verschlüsselungsalgorithmen und Server-Anwendungen mit hohen Datenbankzugriffen. Allerdings bietet 64 Bit nicht nur Vorteile: Insbesondere bei kleineren Programmen kann der belegte Speicher im RAM und Cache um das Doppelte ansteigen, was mit der doppelten Länge der Speicher-Adresse zusammen hängt. Übrigens könnte Samsung der erste Hersteller entsprechender Prozessoren für Android-Geräte sein.

Ebenfalls hoch im Kurs ist erstmals eine von Haus aus eingebaute Engine für Themes, was allerdings in erster Linie an der neuen Farbgebung der Icons von einem Nexus 5 herführt, während eine Build von Android 4.4 für das Nexus 4 im bekannten Cyan-Blau erstrahlte. Außerdem soll in einem Logfile mehrfach ein Verweis auf Themes zu finden gewesen sein. Neu wäre die Idee allerdings nicht wirklich, denn eine fest ins System eingebaute Theme-Engine findet sich bereits bei CyanogenMod wieder. Allerdings geht diese Engine weit über die bloße Änderung der Icon-Farbe hinaus, was für das Android der Open Handset Alliance eher unwahrscheinlich sein dürfte.

 

Unter die Haube geblickt…

Android 4.4 KitKatWeiterhin scheint Google an einer Optimierung des Codes von Android 4.4 selbst zu arbeiten, zumindest impliziert das der Spruch „Mit Android KitKat möchten wir allen eine hervorragende Android-Erfahrung bieten.“ Ziemlich schnell gingen die Spekulationen in die Richtung der gesenkten Hardware-Anforderungen, zum Beispiel von lediglich 512 MB RAM. Sogar von einem Update für das mittlerweile betagte Nexus S war mal die Rede aber das dürfte dann doch ein wenig unwahrscheinlich sein, aus einem ganz bestimmten Grund: Die Hersteller der mobilen Prozessoren bestimmen maßgeblich anhand der bereitgestellten Hardware-Treiber, welche Hardware von Android unterstützt wird.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Spruch im Sinne von mehr ausgelagerten Google-Apps gemeint sein wird, denn Android 4.4 KitKat für die Nexus-Familie wird etliche neue Versionen der bekannten Google Apps beinhalten. Dieses Bild vervollständigt nebenbei der Google Experience Launcher, welcher vermutlich erstmals als separater Download im Play Store für alle verfügbar gemacht werden könnte. Würde zudem zum neuen Sicherheitskonzept passen, welches Google ermöglicht, bestimmte Sicherheitkritische Dinge über die Google Play Services an alle Android-Nutzer auszuliefern.

Apropos Sicherheit: Ende Februar wurde bekannt, dass Google erste Versuche mit dem aktuelleren Linux-Kernel Version 3.8 durchgeführt hat und dieser bzw. der noch aktuellere Linux-Kernel 3.10 mittlerweile als Grundlage für Android 4.4 KitKat gehandelt wird. Was unter anderem dafür spricht ist die Tatsache, dass im Linux-Kernel 3.10 standardmäßig Android unterstützt wird seitens der Kernel-Entwickler. Würde auch Sinn machen, denn bisher hat Google jedes Mal einen sogenannten Long Term Support (LTS) Kernel als Basis für Android genommen.

Android 4.4 KitKat

…und auf die Oberfläche

Neuheiten gibt es aber nicht nur „unter der Haube“, auch bei der Software wird es die einige Neuerungen geben. Zum Beispiel scheint Google die logische Verschmelzung von einzelnen Apps voranzutreiben. So gibt es die ersten Informationen, dass der SMS/MMS-Client in Google Hangouts integriert wird, bzw. Google vielmehr die Möglichkeit bieten wird, einen Drittanbieter-Client für SMS definieren zu können. Weiterhin wird Android 4.4 KitKat das von Motorolas Moto X her bekannte „Always listening“ Feature nativ unterstützen, was in erster Linie Google Now zu Gute kommen dürfte. Eine kleinere Überarbeitung erhalten zudem die Einstellungen für Ortsbezogene Dienste, was wohl hauptsächlich den Akkuverbrauch optimieren helfen soll.

Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit Wearable Devices wie Google Glass oder die immer beliebter werdenden Smart Watches verbessert werden. Eine Smart Watch beispielsweise könnte das eigene Smartphone sperren, sobald dieses sich immer weiter von der Smart Watch entfernt bis zu einer definierten Entfernung. Weiterhin werden diverse kleinere Optimierungen und Funktionserweiterungen der Google-eigenen Apps erwartet. Weiterhin könnte das von Google aufgekaufte QuickOffice ab Android 4.4 KitKat zur Standard-Ausrüstung bei den Apps werden, es sei denn Google integriert QuickOffice in Google Drive. Übrigens offenbarte eine kleine Panne im Play Store neue Standard-Icons für Android 4.4 KitKat.

 

Rätselspielchen zum Termin

Das Einzige was noch zu 100% unklar ist: Die offizielle Vorstellung von Android 4.4 KitKat zusammen mit dem Nexus 5. Mittlerweile scheint vieles darauf hinzudeuten, dass die offizielle Vorstellung frühestens Ende Oktober stattfinden wird, zum Beispiel kommende Woche Donnerstag, dem 31. Oktober. Bis es jedoch wirklich soweit ist, bietet KitKat in Zusammenarbeit mit Google ein Gewinnspiel an, bei dem ihr eines von 1.000 Nexus 7 (2013) Tablets gewinnen könnt oder einen von 25.000 Play-Store-Gutscheinen in Höhe von jeweils 5 Euro. Nestlé selbst, der hinter KitKat stehende Lebensmittelkonzern, zeigt sich übrigens mal von seiner witzigen Seite: Die Feature-Übersicht von KitKat persifliert die üblichen Produktseiten großer Technik-Konzern.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. DerDieter schreibt:

    Wenn man kein Nexus hat ist wohl noch ein wenig Geduld gefragt. Vor nächstes Jahr wird mein Samsung das nicht bekommen.

  2. Stefan schreibt:

    Da ich im Besitz eines Nexus 4 bin, erwarte ich schon ungeduldig das neue 4.4
    hatte vorher schon das Galaxy Nexus (was auch großartig ist) aber das ist kein vergleich zum Nexus 4.
    ich bin außerdem brennend gespannt darauf wie das Nexus 5 ist.
    Muss zugeben das ich zu einem regelrechtem Google Fan geworden.
    also Loos Google…… Hop Hop 😉

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