AndroidPIT App Center schließt! – Was ist zu beachten?

Geschrieben von

AndroidPIT App Center

Der Google Play Store ist die Anlaufstelle schlechthin wenn es darum geht, neue Apps für sein Smartphone oder Tablet mit Android zu entdecken. Da die Plattform aber in vielen Bereichen sehr offen ist, haben sich Drittanbieter-Shops wie beispielsweise das AndroidPIT App Center zu tollen Alternativen entwickelt. Allerdings muss dieses in Deutschland nun seine digitalen Pforten schließen.

Während man bei der Konkurrenz Apple iOS, Microsoft Windows Phone, Blackberry und selbst dem Mozilla Firefox OS an einen einzigen App Store gebunden ist, herrscht bei Googles Android die freie Wahl. Zwar ist der Google Play Store mit seinen mehr als 1,3 Millionen Apps unangefochten der mit Abstand größte Anbieter von Android-Apps, aber alternative App Stores wie der Amazon App-Shop (zum Beitrag), SlideME oder F-Droid (für Open Source Apps) haben sich eine feste Fan-Basis aufbauen können.

Das Aus des AndroidPIT App Center

Leider macht aber zum 1.1.2015 die größte deutsche Alternative von AndroidPIT sein App Center dicht, was einer ab 2015 gültig werdenden neuen EU-Gesetzgebung geschuldet ist. Kurz gesagt wird künftig die Umsatzsteuer im Land des Käufers berechnet und nicht mehr nach dem Steuersatz des Landes in welchem der App-Store-Anbieter seinen Firmensitz hat. Das zieht wiederum massive technische Anpassungen nach sich, sodass je nach Land unterschiedliche Preise fällig werden. Die Umsetzung für einen kleinen Anbieter wie das AndroidPIT App Center sind jedoch dermaßen umfangreich, dass ein Einstellen des App-Vertriebes die wirtschaftlich sinnvollere Lösung ist. Deswegen wird der Betrieb ab dem 1.1.2015 komplett eingestellt.

Was ist zu beachten?

Natürlich kommt da unweigerlich die Frage auf, was denn mit den gekauften Apps nun passiert. Wer Apps im AndroidPIT App Center gekauft hat, kann diese zwar auch nach dem 1.1.2015 weiter nutzen, allerdings ist ein erneutes Installieren nach einem Werksreset oder dem Geräte-Neukauf  nicht mehr möglich: Der Download des App Centers wird zum 31.12.2014 eingestellt. Auch Updates für bereits gekaufte Apps werden aus rechtlichen Gründen nicht mehr bereitgestellt. Übrigens muss das AndroidPIT App Center auf dem Smartphone oder Tablet installiert bleiben, da über diese App die Lizenzprüfung der gekauften Apps erfolgt.

Wer weiterhin Updates haben will für seine Apps, der muss sich dazu an den jeweiligen Entwickler wenden. Allerdings stehen die Chancen schlecht die Lizenz beispielsweise auf den Google Play Store zu portieren, sodass man über kurz oder lang nicht um einen erneuten Kauf herum kommt. Eventuell kann man sich jedoch mit den Entwicklern darauf einigen, dass man nach erfolgtem Kauf im Google Play Store und Nachweis des Kaufes im AndroidPIT App Center den Kaufpreis (anteilig) erstattet bekommt. Einen Versuch ist es wert.

Eine Sicherung der Apps ist übrigens nur mit einem gerooteten Android-Gerät und Apps wie Titanium Backup möglich. Allerdings muss um die so gesicherten Apps nutzen zu können das App Center auch installiert sein, da wie zuvor erwähnt darüber die Lizenzprüfung erfolgt.

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Ich habe mehre Apps bei AndroidPit gekauft, um auch kleinere Anbieter zu unterstützen. Leider werde ich dafür bestraft und erhalte keine Updates mehr.
    Es wäre schön, wenn der Anbieter den wahren Grund nennen würde. Ich denke die EU muss mal wieder als Ausrede herhalten.

    Kroma, ein AndroidPit geschädigter

  2. So so, Umsatzsteuer des Käufer-Herkunftsland ist also so kompliziert bei einem deutschen Anbieter mit überwiegend deutschen Kunden.
    Es ist eher anzunehmen das Android pit keine große Lust auf deutsche Umsatzsteuer hat.

    Statt das mal die Wahrheit gesagt wird, dass es sich nicht mehr lohnt wird lieber noch um vorhandenes Guthaben als Geschenk gebettelt.

    Habe dort zwar nicht viel gekauft, aber prinzipiell haben die sich eigentlich ne Sammelklage verdient.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


206 Abfragen in 0,435 Sekunden