Google und Apple sollen US Strafermittlern die Arbeit erleichtern

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Spätestens seit den Neonazi Demonstrationen in Dresden im Februar letzten Jahres ist die Überwachung der Handykommunikation in den Fokus von deutschen Strafverfolgungsbehörden gerückt. Was hierzulande seit einiger Zeit immer stärker diskutiert wird ist in den USA anscheinend bereits Normalität, denn Smartphone Hersteller stellen Möglichkeiten bereit, um sich in die Smartphones einklinken zu können: Von außerhalb!

Das geht zumindest aus Trainingsunterlagen hervor, die das Branchenmagazin CNet vom Sacramento Sheriffs Office erhalten hat. Darin sind Vordrucke für richterlichen Anweisungen enthalten, wo der zu bearbeitende Beamte lediglich noch Handynummer, Modell und Seriennummer des Modells eintragen müsse. In einem der Vordrucke wird speziell auf Apple eingegangen und selbiges Unternehmen aufgefordert, die Strafverfolgungsbehörde bei der Umgehung der PIN Sperre behilflich zu sein. Durch den richterlichen Beschluss kann Apple sich dem nicht wiedersetzen. Unklar ist bisher noch, ob es bereits zu solch einem Fall in Sacramento gekommen ist wie in der San Francisco Bay Area, wo Apple seit mindestens 3 Jahren mit den Behörden kooperiert.

Ebenfalls einen Vordruck gibt es auch für Google, hier allerdings mit dem Vermerk des notwendigen Google Accounts. Da Google selber nicht an das Passwort herankommt, ist das Unternehmen verpflichtet das Passwort zurückzusetzen, damit sich die Ermittler Zugriff verschaffen können. Aus diesem Grund enthält der Vorduck die Aufforderung zur Herausgabe des Account Namens und zurücksetzen des entsprechenden Passwortes. Sollte das USB Debugging aktiviert sein, könnten die Ermittler auch schneller an ihr Ziel gelangen. In diesem Fall sehen die Unterlagen den Einsatz des Forensik Tools CelleBrite vor, um die Daten des Gerätes auf einen Rechner zu kopieren.

Das der Schutz per PIN Sperre nur unzureichend ist, ist seit längerem bekannt. So kann im Fall des iPhones bis einschließlich zum iPhone 4 die PIN Sperre mit frei verfügbaren Tools umgangen werden. Doch auch für bestimmte Versionen von Android gibt es Anleitungen im Netz, wie man die PIN Sperre und Mustereingabe umgehen kann. Bei gerooteten Geräten ist der Aufwand zudem geringer als bei nicht-modifizierten Modellen.

[Quelle: CNet.com | via Heise.de]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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