[Update #2] Kindle Fire kommt mit Werbung im Lockscreen und Bing-Suche

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Seit gut einem Jahr gibt es bei Amazon USA einen reinrassigen Tablet-Ableger der Kindle-Reihe. Ausgestattet mit einem 7″ Display, Android 2.3 mit Amazon-eigener Oberfläche und Zugriff auf das Amazon-Angebot, hat sich das kleine Schwarze zum wahren Verkaufsschlager entwickelt. Und der Nachfolger findet endlich seinen Weg auch zu uns.

Aber nicht nur der Nachfolger des Kindle Fire wird es nach Deutschland schaffen, auch die zweite Generation des Ur-Kindle-Fire wird es in Deutschland geben, bzw. können die Tablets sogar schon vorbestellt werden. Anfangs war auch mal die Rede, einen vergünstigen und dafür mit Werbung versehenen Vertreter zu veröffentlichen, nur ist der Kindle Fire (2. Generation) mit 159 Euro schon nicht allzu teuer. Dennoch wird Amazon dieses Konzept einführen, allerdings nicht nur auf einem sondern gleich allen drei in Deutschland erhältlichen Modellen. Wenn man sich mal das Kleingedruckte bei AMazon zu den drei Tablets durchliest, dann stolpert man früher oder später über die Passage zur Werbung. Denn diese wird im Sperrbildschirm aller drei Modelle angezeigt werden, wie die Passage „Special Offers“ erklärt:

Special Offers

The new Kindle Fire family comes with special offers that appear on the lock screen. Examples of special money-saving offers that customers will enjoy include a $5 credit in the Amazon MP3 Store and a $5 credit for select titles in the Amazon Instant Video Store. Customers will also receive special offers and screensavers from brands like AT&T, Discover and Intel, such as a special offer of a $10 Amazon.com Gift Card when a customer uses their Discover card to purchase a digital product on Amazon.

Deutsche Übersetzung:

Spezialangebote

Die neue Kindle-Fire-Familie kommt mit Spezialangeboten daher, die auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Beispiele für dieser Angebote zum Geldsparen sind unter anderem eine 5 US Dollar Gutschrift im Amazon MP3 Store und eine 5 US Dollar Gutschrift für ausgewählte Titel im Amazon Instant Video Store. Kunden erhalten ebenso spezielle Angebote und Bildschirmschoner von Marken wie AT&T, Discover oder Intel. Zum Beispiel ein Spezialangebot über einen 10 US Dollar Amazon.com Gutschein, wenn ein Kunde einen Einkauf eines digitalen Produkts von Amazon mit seiner Discover-Karte bezahlt.

Ob und wenn ja wie die Anzeige von Werbung sich deaktivieren lässt, ist unklar. Derzeit diskutieren entsprechende Experten noch darüber, sollte aber eher unwahrscheinlich sein. Immerhin muss Amazon für die angekündigten Preise tief in die Subventionstasche greifen, da der Online-Händler Einnahmen lediglich aus dem Verkauf entsprechender Medien erzielt. Und dann kommt noch hinzu, dass Amazon zwar auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich als Unterbau setzt, dennoch bei der Suche auf Bing statt Google setzt. Ob sich da ein Millionenschwerer Deal dahinter versteckt?

 

Update #1

DIe Aufregung der Netzgemeinde über die Werbung im Sperrbildschirm hat Amazon anscheinend zu einer Kehrtwende bewegt. Oder das Thema wurde nur halb angeschnitten während der Präsentation, denn gegenüber den Kollegen von The Verge gab Amazon zu Protokoll, dass sich die Werbung abschalten lässt. Allerdings nur gegen die einmalige Zahlung einer Gebühr von 15 US Dollar. Laut den Angaben von Amazon werden zwar nur wenige diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, dennoch ist Amazon der Meinung, dass die eigenen Kunden diese Wahl haben sollten.

Update #2

Und wieder gibt es neue Infos zu den neuen Kindle-Fire-Modellen. Diese werden etwas teurer als gedacht, zumindest wenn man nicht über ein bereits freies Ladegerät verfügt oder einem das aufladen des Kindle Fire HD und dessen kleinerem Bruder am USB-Port des PC’s zu nervig wird. Denn die zwei neuen Modelle Kindle Fire HD und Kindle Fire HD 7 werden ohne ein Netzteil ausgeliefert. Wer dennoch ein separates Netzteil braucht und will, muss das als Powerfast-Ladegerät genannte Zubehör für weitere 19,99 Euro zusätzlich bestellen, wie in der Produktbeschreibung angegeben wird. Mit dem Powerfast-Ladegerät ist das Kindle Fire HD innerhalb von 4 Stunden wieder komplett aufgeladen, über den USB-Port des PC’s dauert es hingegen 10 Stunden.

[Quelle: JR Raphael (Google+) | via SmartDroid]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Dann doch lieber das Nexus 7: Playstore, Keine Werbung, Neustes Android, schickeres Design. Warum also ein Kindle Fire nehmen?

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