Samsung will HTC Vive und Oculus Rift mit neuer VR-Brille angreifen

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Samsung Gear VR

Mit der Samsung Gear VR Brille hat der Konzern aus Südkorea die virtuellen Welten als einer der ersten Anbieter massentauglich gemacht, vorausgesetzt man besitzt eines der Samsung Smartphones, wie beispielsweise das Galaxy S7 oder Galaxy S7 edge. Genau das stört etliche potentielle Kunden ohne ein Samsung Modell, was man allen Anschein nach nun auch in der Führungsetage bemerkt hat. Auf der eigene Entwickler-Konferenz kündigt man nun ein eigenständiges VR-Headset an, welches an die HTC Vive und die Oculus Rift erinnert.

Analysten und Branchenexperten sehen im Markt für Virtual Reality ein Milliardenschweres Geschäft, welches sich Samsung natürlich nicht entgehen lassen will. Da die Gear VR nur bedingt eine halbwegs ernst zu nehmende Konkurrenz zu den VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift darstellt, will man nun auch ein eigenständiges VR-Headset entwickeln und auf den Markt bringen.

Dieses funktioniert dann wie die Konkurrenz gänzlich ohne ein Smartphone und soll so auch eine erheblich größere Zielgruppe ansprechen.

Samsung setzt stärker auf VR

Auf bereits erwähnter Entwickler-Konferenz erklärte Injong Rhee, Executive Vice President und Head of Software Research & Development bei Samsung, die Pläne an, ohne dabei weiter ins Detail zu gehen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass technische Details zu dem geplanten VR-Headset von Samsung an dieser Stelle Mangelware sind.

Einzig das mein ein komplexeres sowie genaueres Tracking integrieren will sowie die Plattform selbst drahtlos. Dies wäre auch ein erster Punkt, in welchem sich Samsung von der Konkurrenz unterscheiden will, welche derzeit noch auf eine Kabel-gebundene Verbindung zum nötigen Highend-PC vertrauen müssen.

Einzig das der Konzern an der Erkennung von Handgesten forscht und arbeitet, verriet er. Jedoch räumte er auch ein, dass zufriedenstellende Ergebnisse durchaus erst in einigen Jahren denkbar sind und das nicht nur bei Samsung selbst. Man geht davon aus, dass diese Prognose für die VR-Branche im Allgemeinen gilt, sprich auch für die Konkurrenten Oculus und HTC.

Aufgrund der angestrebten Perfektionierung der Technologie muss das aber noch lange nicht bedeuten, dass Samsung nicht schon spätestens im kommenden Jahr in den Ring der VR-Headsets eintritt und sich gegen die Mitbewerber zu behaupten versucht.

Fokus auf die Gear VR bleibt

Trotzdem müssen Besitzer einer Samsung Gear VR nun nicht befürchten, dass ihre kostenlose Dreingabe bei der Vorbestellung eines Samsung Galaxy S7 oder Galaxy S7 edge nun nutzlos werden würde. Der Konzern wird auch weiterhin kräftig in die Plattform investieren, vor allem was neue Inhalte anbelangt. Einen ersten Anfang macht zum Beispiel Mojang, welche ihr ungemein erfolgreiches Spiel Minecraft nun offiziell für die Gear VR veröffentlicht haben (zum Beitrag).

Das man die Gear VR auch weiter stärken will zeigt auch die Freigabe des VR Upload SDK, womit Nutzer eigene 360-Grad-Inhalte erstellen können. Das Besondere daran ist, dass das SDK nicht exklusiv für die Gear 360 Kamera verfügbar ist. Heißt konkret, dass auch Besitzer einer LG 360, Ricoh THETA S und sonstiger 360-Grad-Kamera ihre Videos zu Samsungs eigenen Video-Dienst MilkVR hochladen können.

[Quelle: Variety | via MobileGeeks]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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