[Test] Sony Xperia Z3 – Übereiliger Nachfolger?

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Sony Xperia Z3 Test

Vor etwa einem halben Jahr erst stellte Sony mit dem Sony Xperia Z2 das nach eigenen Aussagen Flaggschiff für das erste Halbjahr 2014 vor und Anfang September folgte bereits das Flaggschiff für die zweite Jahreshälfte in Form des Sony Xperia Z3. Ob das nicht doch ein wenig zu früh gewesen ist soll nun unser Test des Android Smartphone zeigen.

Auch wenn die Masse an Smartphones eher in den unteren Preisregionen abgesetzt werden, so spielen Top-Modelle für einen Hersteller eine entscheidende Rolle. Zum einen repräsentieren sie die technologische Führungsrolle, bieten das meiste an Möglichkeiten und sind nicht zuletzt am Umsatzträchtigsten für das Unternehmen. Während nahezu alle Hersteller einen Release-Zyklus von einem Jahr haben, hat sich der japanische Konzern Sony auf ein halbes Jahr eingeschworen und zieht das seit dem Sony Xperia Z auch so durch. Aber könnte es nicht vielleicht ein wenig zu schnell sein, nach einem halben Jahr schon den jeweiligen Nachfolger wie das Sony Xperia Z3 ins Rennen zu schicken?

Sony Xperia Z3 Test

Technische Daten des Sony Xperia Z3

Technische Daten


Prozessor

Qualcomm Snapdragon 801 Quadcore mit 2,5 GHz
GPU: Adreno 330

Betriebssystem

Android 4.4.4 KitKat mit Xperia Launcher

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher
Micro SD Slot

RAM

3 GB

Modellbezeichnung

D6603

Display

5,2 Zoll FullHD Triluminos IPS Display mit 1.920 x 1.080 Pixel
und Dragontail Glass

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

146 x 72 x 7,3 mm

Gewicht

152 Gramm

Gehäusematerial

Aluminium/Glass

Kamera

20,7 Megapixel Kamera mit Sony G Lens Linse, 2,2 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/900/1.800/2.100/2.600 MHz) + WLAN a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 HS BLE und aptX

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,8 V/3.100 mAh

Gesprächszeit

bis zu 16 Std.

Standby-Zeit

bis zu 920 Std.

Netz

GSM 850/900/1800/1900, UMTS 850/900/1700/1900/2100 MHz

Preis

UVP 649,- Euro (aktuell ab 555 Euro Stand 26/10/14)
Besonderheit LED, NFC, DLNA, MHL, Miracast, MirrorLink, ANT+, Wasserdicht nach IP65/68, Playstation Dualshock Controller kompatibel, Playstation 4 Remote Play, Stereo-Lautsprecher

 

Zubehör

Sony Xperia Z3 Test

Sony ist einer der wenigen wenn nicht sogar der einzige Hersteller, der seinen besseren Smartphones wie dem Sony Xperia Z3 einen Dockingstation-Anschluss verpasst. Der Pogo-PIN hat zwar seine sehr gute Daseinsberechtigung, aber eine passende Dockingstation befindet sich nicht im Lieferumfang. Stattdessen bleibt es bei den üblichen Dreingaben: Ein USB-Netzteil, ein USB-Datenkabel, das Kabel-Headset und die gedruckte und mehrsprachige Schnellstartanleitung nebst Garantieinformationen. Dabei hätte Sony gerade wegen dem Docking-Anschluss Pluspunkte sammeln können. Stattdessen muss man sich derlei Zubehör separat kaufen. Entweder wirklich in Form der Dockingstation oder eines Pogo-PIN-Adapters für das USB-Kabel, aber dazu später mehr.

Die Verpackung selbst ist wie von Sony gewohnt quadratisch und vollkommen in Weiß gehalten. Entgegen früheren Modellen, die in ihrer ganzen Pracht das Cover zierten, ist jetzt nur noch ein Bild des Sony Xperia Z3 von der linken oberen Rückseite mit Fokus auf der Kamera zu sehen.

Verarbeitung

Bereits seit dem ersten Sony Xperia Z hat der Konzern den Ruf, ein sehr gutes Gehäuse seinem Flaggschiff spendiert zu haben. Das hat sich bis heute nicht geändert, denn nach wie vor ist die Verarbeitung hervorragend und auf höchstem Niveau. Wie dessen Vorgänger besteht der Rahmen aus Aluminium und die Vorder- sowie Rückseite aus Glas. Das gibt dem Sony Xperia Z3 eine sehr edle Haptik, zumal die Seiten stärker abgerundet sind als noch bei dem Sony Xperia Z2 (zum Test). Da die Oberfläche des Aluminiumrahmens leicht angeraut ist, fühlt es sich einfach nur phantastisch an und es liegt auch noch besser in der Hand als sein Vorgänger. Zumal es mit 7,3 mm um einiges flacher ist als das Z2, sowie leicht schmaler und minimal kürzer.

Am als OmniBalance bekannten Design des Sony Xperia Z3 hat Sony ebenfalls ein wenig geschraubt. Wie schon erwähnt ist das Android Smartphone noch rundlicher gestaltet als seine Vorgänger. Zwar ist der Rahmen nach wie vor aus einem Stück Aluminium gefertigt, aber die Zierleisten in Form von abgeschliffenen Rändern gibt es nicht mehr. Diese waren unter anderem für die gefühlt kantigere Haptik mitverantwortlich. Damit einhergehend sind auch die Schutzklappen des Sony Xperia Z3 etwas anders gearbeitet und passen sich der rundlicheren Formensprache an. Hinter der Klappe auf der rechten Gehäuse-Seite verbergen sich der MicroSD-Slot für Speicherkarten mit bis zu 128 GB Kapazität und der SIM-Tray für eine Nano-SIM. Letztere war bei dem Sony Xperia Z2 noch auf der gegenüberliegenden Seite, wo sich nun nur noch der MicroUSB Slot verbirgt.

Die Klappen selbst fügen sich hervorragend in den Rahmen ein und sind sehr angenehm zu öffnen sowie zu verschließen. Zumal sie erneut nicht ohne Grund vorhanden sind: Das Sony Xperia Z3 ist wie seine drei Vorgänger ebenfalls Wasserdicht und das nach dem Standard IP65 und IP68. Das heißt, dass man das Smartphone bis zu 30 Minuten lang dauerhaft in Süßwasser bei 1 Meter Wassertiefe nutzen kann. Salzwasser sowie Wasser mit chemischen ist wie üblich davon ausgeschlossen. Das gilt übrigens auch für gechlortes Wasser, welches in vielen Schwimmbädern genutzt wird. Ansonsten kann man das Sony Xperia Z3 für die Unterwasser-Fotografie und –Filmerei nuten wie schon dessen Vorgänger. Eine Eigenschaft die sich durch die gesamte Xperia-Z-Familie hindurch zieht und nahezu einzigartig ist.

Das überarbeitete Design des Sony Xperia Z3 setzt sich zudem bei den Hardware-Tasten des Android Smartphones fort: Die auffälligste Veränderung ist dabei die Power-Taste. Zwar ist diese nach wie vor aus silbernem Aluminium gefertigt, allerdings ist die Taste selbst größer als bisher und nicht mehr von einer silberfarbenen Einfassung umgeben. Das sieht man insbesondere im Vergleich zum Vorgänger-Modell, dem Sony Xperia Z2. Auch die Lautstärke-Wippe ist ein wenig anders, denn sie ist nicht mehr zur Mitte gekrümmt sondern eben. Einzig die nach wie vor nur bei Sony vorfindbare Kamera-Taste hat keine Veränderung erhalten.

Woran Sony bei seinem Sony Xperia Z3 festhält ist zudem die Rückseite aus Glas. Sicherlich, das gibt dem Android Smartphone ein sehr hochwertiges Äußeres, aber es bringt auch Nachteile mit sich. So sammeln sich sehr schnell Fingerabdrücke und werden bei Gebrauch des Gerätes verschmiert, was nicht sonderlich schick aussieht. Zumal das Sony Xperia Z3 durch die sehr glatte Glasrückseite nicht so sicher in der Hand sitzt wie andere Smartphones ohne Glasrückseite. Es hat halt alles eine Vor- und Nachteile. Die Rückseite selbst bietet abgesehen vom Xperia-Logo unten, dem Sony-Logo in der Mitte und dem NFC-Logo oberhalb des Sony-Schriftzuges keine Besonderheiten. Lediglich die 20,7 Megapixel auflösende Kamera mit einfachem LED-Blitzlicht sitzt in der linken oberen Ecke.

Die Front wird wie nicht anders zu erwarten vom 5,2 Zoll großen Display dominiert. Allerdings zeigt sich auch hier eine Überarbeitung des Gehäuse-Designs: Die beiden Stereo-Lautsprecher des Sony Xperia Z3 sind optisch deutlicher hervorgehoben als noch bei dem Sony Xperia Z2. Ansonsten sind oberhalb des Displays lediglich das Sony-Logo vorhanden, links davon die Sensoren für Helligkeit und Annäherung sowie rechts vom Logo die Frontkamera.

Display

Was man bei Sony sehr schön seit dem Sony Xperia Z beobachten kann ist die qualitative Entwicklung des verbauten Displays. Das 5,2 Zoll große Panel mit der der eigenen Triluminos-Technologie ist sehr leuchtstark, bietet ausgewogene Farben und sehr hohe Kontraste. Auch die Blickwinkelstabilität ist sehr hoch, nimmt mit immer flacher werdenden Winkel an Helligkeit ab. Die Helligkeit ist zudem so hoch, dass man es auch im Freien unter Sonneneinstrahlung noch ziemlich gut ablesen kann. Hier hat Sony wirklich gute Arbeit im Sony Xperia Z3 geleistet.

Wem die Farbdarstellung zu kräftig ist, der kann auf Wunsch auch die voreingestellte X-Reality Engine deaktivieren und zusätzlich mit dem Weißabgleich experimentieren. Beide Optionen findet man in den Display-Einstellungen, was es so kaum bei der Konkurrenz gibt.

Ansonsten bleibt die Auflösung bei 1.920 x 1.080 Pixel bestehen, was einer Pixeldichte von etwa 424 PPI entspricht. Mehr braucht es nicht wirklich heutzutage, auch wenn eine Auflösung von 2.560 x 1440 Pixel eine noch feinere Darstellung von Inhalten ermöglicht. Allerdings geht das wiederum auf Kosten der Rechenleistung, da deutlich mehr Pixel angesteuert werden müssen. Sozusagen ein zweischneidiges Schwert, welches Sony zumindest mit der aktuellen Generation Sony Xperia Z3 nicht nutzen will.

CPU und GPU

Sony Xperia Z3 TestLaut dem Datenblatt hat sich bei dem Prozessor des Sony Xperia Z3 verglichen zum Vorgänger nichts getan. Das stimmt zwar, aber der verbaute Snapdragon 801 Quad-Core von Qualcomm taktet nun mit 2,5 GHz anstelle von 2,3 GHz. Das hebt die Leistung vor allem in Benchmark-Apps ein wenig nach oben, im Alltag ist das Mehr an Taktrate jedoch nicht zu spüren: Das Smartphone ist nach wie vor extrem schnell und gibt keinen Anlass zur Kritik an der Performance. Wer dennoch Wert auf Benchmarks legt: Im AnTuTu Version 5 erreicht das Sony Xperia Z3 sehr hohe 41.596 Punkte und im GeekBench3 sind es 989 Punkte im Single-Core Test und 2.625 Punkte im Multi-Core Test.

An dem Mehr an Leistung des Sony Xperia Z3 gegenüber dem theoretisch gleich ausgestatteten Sony Xperia Z2 ist die Adreno 330 nicht ganz unschuldig. Diese taktet im schnelleren Snapdragon 801 AC (Sony Xperia Z2: Snapdragon 801 AB) schneller und besitzt daher eine höhere Leistung. Der RAM ist mit 3 GB gleich groß geblieben, sodass weder Multitasking noch die neusten grafisch richtig anspruchsvollen Spiele das Sony Xperia Z3 großartig an den Rand der Leistungsfähigkeit bringen. Als Zocker-Smartphone eignet sich das aktuelle Sony-Flaggschiff somit auf jeden Fall.

Akku

Veränderungen gibt es auch bei dem Akku des Sony Xperia Z3: Dieser ist mit 3.100 mAh gut 100 mAh kleiner als der Akku des Sony Xperia Z2. Was sich zunächst wie ein Nachteil bei der Ausdauer anhört ist es in der Praxis aber nicht. Das Smartphone hält nach wie vor einen ganzen Arbeitstag aus und meistens sogar etwas länger. Schaltet man zusätzlich den Stamina-Modus ein, dann können durchaus mehrere Tage abseits einer Steckdose drin sein, was allerdings mit vom Nutzerverhalten und der Netzabdeckung mit abhängig ist. Werden diverse E-Mail-Clients synchronisiert, E-Mails geschrieben, per Messenger gechattet, Musik über ein Bluetooth-Headset gehört, etwas telefoniert und natürlich fotografiert, dann könnte es gegen Abend trotzdem etwas eng werden. Im Vergleich zu gleichwertigen Smartphones hat das Sony Xperia Z3 dennoch die Nase vorn

Konnektivität

Selbst im Bereich der Konnektivität gibt sich das Sony Xperia Z3 nicht die geringste Blöße, da nahezu alles an Verbindungsmöglichkeiten vorhanden ist was man sich vorstellen kann. Zumindest fast: Auf einen Infrarot-Sender zum Steuern von Fernseher nebst Musikanlage und das schnelle LTE Cat6 muss man verzichten. Das heißt nichts anderes, als das man mit maximal 150 Mbit/Sekunde Daten in LTE-Netzen herunterladen kann. Auf Seiten von HSPA+ sind es immerhin noch bis zu 42 Mbit/Sekunde.

Das WLAN-Modem funkt im Dualband-Modus (2,4 und 5 GHz) nach dem Standard 802.11ac, bietet WiFi Direct für das schnelle Übertragen großer Dateien, Bluetooth ist in der Version 4.0 vorhanden inklusive dem Low-Energy-Profil und auch NFC zum schnellen Aufbauen von Verbindungen zu NFC-fähigem Zubehör oder anderen Smartphones ist vorhanden. Selbst die auf WLAN aufbauenden Standards Miracast sowie DLNA beherrscht das Sony Xperia Z3. Über den MicroUSB 2.0 Anschluss steht zusätzlich auch der MHL-Standard bereit.

Sony Xperia Z3 Test

Was Thema Gesprächsqualität betrifft, so hinkt Sony mit dem Sony Xperia Z3 der Konkurrenz noch ein wenig hinterher. Zwar ist die Tonwiedergabe alles andere als schlecht, im Vergleich zur Konkurrenz ist aber trotz allem ein leicht blecherner Unterton wahrzunehmen. Aber auch nur wenn man ganz genau hinhört, denn im normalen Gespräch fällt das in der Regel so gut wie nicht auf.

Kamera und Multimedia

Sony Xperia Z3 Test

Während sich das grundlegende Design des Sony Xperia Z3 weiterentwickelt hat, kann man das von der Kamera-Technik nur bedingt behaupten. Schließlich kommen nach wie vor die 2,2 Megapixel auflösende Frontkamera und die 20,7 Megapixel Kamera auf der Rückseite zum Einsatz. Lediglich den Weitwinkel hat Sony ein wenig angepasst, aber ansonsten bleibt es bei dem bekannten Exmor RS Sensor mit 1/2,3 Zoll Sensor-Größe, der Auflösung von 20,7 Megapixel und einem G Lens Objektiv. Insofern ist die Bildqualität prinzipiell mit der des Sony Xperia Z2 vergleichbar, wenn nicht sogar identisch. Trotzdem zeigt sich mehr Bildrauschen als bei anderen Smartphones und das selbst bei Tageslicht. Wird das Licht schlechter nimmt auch das Bildrauschen entsprechend zu. Allerdings werden auch helle Bereiche mitunter etwas zu hell dargestellt, was ein wenig an eine Überbelichtung erinnert.

Wie das Ergebnis aussieht lässt sich am besten bewerten anhand einer Testaufnahme im Vergleich zur Sony Smart Shot QX10, einer Canon EOS 600D und natürlich dem Vorgänger Sony Xperia Z2.

Übrigens tut sich auch im Videobereich so gut wie nichts zum Sony Xperia Z2. Videos werden weiterhin mit maximal 4K bzw. 3.840 x 2.160 Pixel aufgenommen und auch SlowMotion-Aufnahmen mit 120 Frames/Sekunde kann das Sony Xperia Z3 aufnehmen. Die 4K-Videos sind allerdings nicht wie bei anderen Konkurrenten wegen des starken Rechenaufwands und der damit verbundenen Wärme-Entwicklung auf maximal 5 Minuten beschränkt. Stattdessen kann man 4K-Videos solange aufnehmen bis der Speicher voll ist oder das Smartphone wirklich zu warm wird. Auch wenn bei entsprechendem Licht die Bildqualität als gut zu bewerten ist, hat Sony im Sony Xperia Z3 eine Sache noch immer nicht hinbekommen: Videos neigen zu starkem Tearing bei Kameraschwenks, sprich zu deutlichen Bildverzerrungen.

Was Sony am Sony Xperia Z3 wieder richtig gut gelöst hat ist die Kamera-Software an sich. Bis auf einen Auslöser für Fotos, einem etwas kleinerem Video-Auslöser, der Taste zur Auswahl des Aufnahme-Modi und den wichtigsten Optionen (Blitzlicht und Wechsel zwischen Front- sowie Hauptkamera) findet sich nichts auf der Oberfläche. Sehr intuitiv und alles was man braucht. Voreingestellt ist übrigens die „Überlegene Automatik“, welche alle Parameter der Aufnahme selbstständig anpasst. Wer gezielte Optimierungen vornehmen will wählte den Modus „Manuell“, in welchem man Weißabgleich, Szenenmodus, Bildauflösung, HDR, ISO und so weiter selbst anpassen kann. Abseits von der Automatik und dem manuellen Modus gibt es wieder eine Vielzahl weiterer Spielereien in der Kamera-Software:

  • Sound Photo: Aufnahme von Fotos mit Hintergrundgeräuschen
  • AR-Spaß: Verschiedenste virtuelle Objekte in das Bild einfügen kreativ werden
  • Multi-Kamera: WiFi-fähige Sony-Kameras als zusätzliche Sucher hinzunehmen und ein Objekt aus mehreren Perspektiven aufnehmen
  • Face in: Eigenes Konterfei als Briefmarke in eine Aufnahme einfügen
  • Live on YouTube: Video während auf eigenen YouTube-Kanal streamen
  • Hintergrund-Unschärfe: Simulierter Unschärfe-Effekt wie bei einer DSLR-Kamera
  • AR-Effekt: Virtuelle Objekte in der Aufnahme, wie zum Beispiel ein durchs Bild laufender T-Rex oder (optionaler Download) Sterne und die ISS im Bild herumfliegen lassen
  • Kreativer Effekt: Diverse Filter und Effekte für Fotos
  • Info-eye: Informationen zu Objekten im Sucher aufrufen
  • Timeshift burst: Serienaufnahme vor und nach dem Drücken des Auslösers
  • Social live: Fotos direkt zu Facebook hochladen
  • Schwenk-Panorama: Aufnahme eines Panoramas durch Schwenken der Kamera

Man kann sich übrigens weitere Modi aus dem Google Play Store als Plug-In herunterladen sowie zusätzliche AR-Effekte.

Ein Highlight am Sony Xperia Z3 sind jedoch die Stereo-Lautsprecher, die qualitativ einen großen Sprung nach vorne gemacht haben im Vergleich zum Sony Xperia Z2. Der Ton ist richtig laut in der Spitze, neigt aber trotzdem nicht zum übersteuern bzw. blechernen Klang. So ganz an die Klasse der BoomSound-Technologie im HTC One M8 (zum Test) kommen zwar auch diese Lautsprecher nicht heran, aber dennoch sind sie weitaus besser als das was man sonst so bekommt. Und sie sitzen auf der Front des Sony Xperia Z3.

Sony Xperia Z3 Test

Was Sony allerdings mit größter Freude am Nachfolger Sony Xperia Z4 ändern darf ist der interne Speicher. Zwar sind von den internen s16 GB für den Nutzer gute 12 GB frei verfügbar, die sich auch mit einer bis zu 128 GB großen MicroSD erweitern lassen, aber zumindest die Option auf ein Modell mit 32 GB darf Sony gerne einführen. Dass es kein wirkliches Problem ist zeigt schließlich das Sony Xperia Z3v: Dieses ist mit 32 GB internem Speicher ausgestattet, wird jedoch exklusiv bei Verizon Wireless verkauft.

Software

Erst vor wenigen Tagen hat Sony angekündigt, dass der japanische Konzern Anfang 2015 Android 5.0 Lollipop als Update für das Sony Xperia Z2 und das Sony Xperia Z3 bereitstellen will. Das heißt, dass derzeit noch Android 4.4.4 KitKat als Betriebssystem installiert ist, was allerdings kein Nachteil ist. Immerhin handelt es sich dabei um das aktuellste verfügbare Android. Wie zuvor auch erweitert Sony die Firmware mit den eigenen Vorstellungen für eine Oberfläche, welche sich im Gegensatz zu manch anderen Herstellern deutlich stärker am Standard-Look von Android orientiert. Zumal sich Sony dem Trend der flachen Designs wie man sie bei Apple, Samsung und LG sieht nicht anschließt.

Die Einstellungen sind entgegen dem Stock-Android jedoch in hellen Farben gehalten und auch mit deutlich mehr Animationen versehen. Bei der Performance und dem wirklich guten Display schaut man sich die Animationen einfach nur gerne an. Im Prinzip ist die Oberfläche des Sony Xperia Z3 absolut identisch zum Vorgänger Sony Xperia Z2. Insofern sei unser Testbericht zum Sony Xperia Z2 nahegelegt was die zusätzlich installierte Software sowie die Optik der Sony-Apps betrifft.

Was aber definitiv neu ist: Das Sony Xperia z3 unterstützt als eines der ersten Geräte von Sony die Funktion Playstation 4 Remote Play. Damit kann man das Smartphone mit seiner Playstation 4 verbinden und das Sony Xperia Z3 kurzerhand als Display zur Bildausgabe nutzen. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich zum einen im selben WLAN-Netzwerk befindet wie die Konsole und der Dualshock 4 Controller gekoppelt ist. Wenn beides sichergestellt ist, dann kann man eine Vielzahl an Spielen auch mal abseits des Fernsehers in den heimischen vier Wänden genießen, während beispielsweise der Ehepartner seine Lieblingsserie im TV anschaut.

Eine weitere Besonderheit des Sony Xperia Z3 äußert sich in der Unterstützung für Hi-Res-Audio und der DSEE HX Engine. Damit wird Musik trotz kleiner Dateigröße und Komprimierung mit einem Klangspektrum wiedergegeben, wie es bei keinem anderen Smartphone vorhanden ist. Damit wird Musik deutlich reicher an Details, was wiederum hochwertige Kopfhörer voraussetzt.

Fazit zum Sony Xperia Z3

Wenn man mal das optimierte Design beiseite nimmt und das in seinen Ausmaßen geschrumpfte Gehäuse, dann unterscheidet sich das Sony Xperia Z3 so gut wie kaum von seinem Vorgänger. Die Hardware ist überwiegend dieselbe geblieben, sodass einzig der Prozessor ein bisschen mehr „Power unter der Haube“ besitzt. Wer bereits das Sony Xperia Z2 hat, der braucht definitiv nicht zu wechseln. Wer die Generation davor besitzt kann es sich ernsthaft überlegen, aber ansonsten gilt: Das Sony Xperia Z3 ist für seine 649 Euro ohne Vertrag eines der besten derzeit erhältlichen Android Smartphones überhaupt. Die Performance ist über alle Zweifel erhaben, das Gehäuse absolut hochwertig sowie griffig und auch die technische Ausstattung auf höchstem Niveau. Trotzdem gibt es Raum für Verbesserungen und das insbesondere im Bereich der Kamera.

Insofern muss man sagen, dass Sony sich mit dem Sony Xperia Z3 vielleicht doch ein wenig mehr Zeit lassen hätte sollen, damit der technische Unterschied deutlicher zum Tragen kommt. Daher ist der eigene Vorgänger mit Preisen um die 400 Euro ohne Vertrag eine ernsthafte Alternative und die vielleicht größte Konkurrenz. Es sei denn man will eine andere Oberfläche oder einen anderen Formfaktor haben, denn dann könnte die Konkurrenz der Japaner eventuell mehr bieten.

Testurteil Sony Xperia Z3

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 5/5
Funktionalität 5/5
Verarbeitung 5/5
Preis 5/5

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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