Wegen WhatsApp: Multi-Messenger Disa geht kurz offline

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Wegen WhatsApp: Multi-Messenger Disa geht kurz offline

WhatsApp ist der vermutlich beliebteste Messenger über verschiedene System-Plattformen hinweg, dass zeigen über 300 Millionen aktive Nutzer mehr als deutlich. Manch einer nutzt nebenbei auch  noch andere Messenger-Dienste für Kontakte, die kein WhatsApp nutzen. Daher war der Multi-Messenger Disa eigentlich ziemlich attraktiv. Die Betonung liegt auf „war“.

Disa war mit dem Ziel angetreten, möglichst viele populäre Messenger-Dienste in einem einzigen Messenger zu verbinden, was eigentlich ein ziemlich tolles Vorhaben ist. Insbesondere WhatsApp wollten die Entwickler in ihrem Messenger mit integrieren, kann man auf diese Weise seinen Kundenkreis enorm ausweiten. Nur doof wird es, wenn der Eigner eines Messenger-Dienstes, in diesem Fall besagtes WhatsApp, ihren Dienst nicht in anderen Messengern sehen wollen und haben die Entwickler von Disa daher aufgefordert, die Integration schnellstens wieder zu entfernen. Und leider kann sich WhatsApp derartige Maßnahmen erlauben, immerhin ist es der meistgenutzte Messenger-Dienst auf mobilen Geräten.

 

Ambitionierte Pläne

Disa hat mittlerweile auf die Forderung reagiert und den Messenger vom Netz genommen, selbst die Website wird derzeit von den Hinweisen zur (nicht mehr existenten) WhatsApp-Integration bereinigt. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Entwickler ihre Pläne aufgeben. Stattdessen bauen sie den Disa Messenger ein wenig um, sodass er modularer aufgebaut ist und mittels PlugIns in Zukunft um weitere Dienste erweitert werden kann. Und diese PlugIns können von der Community entwickelt werden, sodass gewisse rechtliche Fallstricke für den Entwickler von Disa künftig besser vermieden werden können.

Wie lange Disa aus dem Play Store entfernt wird, kann an dieser Stelle nicht wirklich gesagt werden. Immerhin bedarf es einigen Aufwands, eine App quasi komplett umzuschreiben, selbst ein so vermeintlich einfacher Messenger wie Disa. Als Konsequenz wird Disa in seiner Grundkonfiguration lediglich als alternativer Client für SMS und MMS dienen, ein PlugIn für den Facebook Messenger ist allerdings bereits in der finalen Phase angekommen.

Allerdings kann man WhatsApp auch irgendwie verstehen, schließlich würde so vermutlich eine Einnahmequelle durch die jährlichen Gebühren wegfallen, von den aktiven Nutzern des eigenen Clients mal abgesehen.

[Quelle: Jake Dynogic | Danke für den Tipp, Michael]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

3 Kommentare

  1. Wieso würde eine Einnahmequelle wegfallen? Die Gültigkeit des Accounts ist server-basiert. Die User würden trotzdem eine Servernachricht bekommen (können) in denen auf die Website zur Verlängerung/Kauf hingewiesen wird.

    • Da sich WhatsApp wie bei so vielen nicht in die Karten schauen lässt wie das gehandhabt wird, ist das eher eine Vermutung meinerseits.
      (Habe es im Artikel entsprechend geändert)

  2. Rudi Rüssel schreibt:

    Leicht unprofessionell? Ich mein, bevor ICH meine Zeit in etwas stecken würde, würde ich mich beim Hersteller erkundigen ob es überhaupt erlaubt ist. Und nicht programmieren und nach Wochen feststellen.. oh… gar nicht erlaubt?!

    Und WhatsApp hatte es bisher niemanden erlaubt und wird es sicher auch in Zukunft niemanden erlauben, vor allem nicht ohne Zahlung.

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