Wind-up Knight Entwickler: Piraterie unter Android ist geringer

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Android wurde nach dem Gedanken der Open Source entwickelt. Das spiegelt sich nicht nur im Betriebssystem selbst wieder, sondern auch in der Art und Weise, wie Apps installiert werden können. Erste Anlaufstelle für Apps ist der offizielle Google Play Store oder Alternativ-Shops wie Amazon, AndroidPit oder GetJar. Oder aber man installiert Apps manuell.

Und gerade Letzteres ist eher Fluch denn ein Segen für Entwickler, wie erst jüngst Madfinger Games beklagten. Die Macher von SHADOWGUN oder DEAD TRIGGER haben die „Software-Piraterie“ bei Android als sehr großes Problem bezeichnet, weswegen man DEAD TRIGGER lieber kostenlos machen wolle. Die Kosten-Nutzung-Rechnung ging einfach nicht auf, die Erlöse generiert die Entwicklerschmiede nun durch InApp-Käufe der Spieler. Andererseits ist es aber auch nicht allzu schwer, ein Spiel oder Programm nach dem Kauf „zu sichern“. So richtig Pfeffer in die Diskussion bringt allerdings da schon eher die Aussage des Entwicklers von Wind-up Knight, welcher die Sache etwas anders sieht. Und nebenbei noch eine weitere Überraschung in petto hat.

Laut Chris Pruett, Entwickler von Wind-up Knight, ist die Piraterie-Rate bei der iOS-Version viel höher gewesen, als das Spiel noch etwas gekostet hat im iTunes App Store. Immerhin lag die Rate der Raubkopien damals bei ganzen 80%. Zumindest sehen die eigenen Zahlen anders aus, als Madfinger Games und weismachen möchte. Während die Piraterie unter Android bei rund 12% liegt, ist sie bei iOS bei knapp 15%. Nicht ganz unvermutet sind die meisten Vergehen in China zu beobachten, denn im Reich der Mitte gibt es keinen offiziellen Google Play Store, die Nutzer müssen sich die Apps anderweitig „organisieren“. Und da Nutzer gecrackter Apps sowieso kein Geld ausgeben, entgehen dem Entwickler nicht einmal potentiell zahlende Kunden. Der einzige weil spürbare Nachteil für Pruett ist nur die gestiegene Server-Auslastung durch die gecrackten Apps.

Allerdings ist die Behauptung von Pruett auch ein wenig paradox, denn eine eh schon kostenlose App verleitet nicht zum raubkopieren. Das wiederum drückt die Piraterie-Rate enorm in den Keller, eventuell sogar gegen Null. Für mich macht die Sache eher den Eindruck des Vergleiches von Äpfel mit Birnen. Oder wie seht ihr das? Könnt ihr euch eher mit Madfinger Games anfreunden oder mit Chris Pruett? Eure Meinung in die Kommentare.

Wind-up Knight
Entwickler: Robot Invader
Preis: Kostenlos+

[Quelle: Chris Pruett (Twitter) | via SmartDroid]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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