Emporia SMART4 im Test: Generation 60 Plus – Senioren werden smart

Der österreichische Hersteller Emporia Telecom hat sich auf Senioren-Handys spezialisiert und bietet inzwischen ein recht ansehnliches Portfolio. Das Emporia SMART4 ist dabei das neueste Modell, welches der Generation 60 Plus den Umstieg auf ein Android-Smartphone erleichtern soll. Wir haben uns in einem ausführlichen Test das NFC-taugliche Senioren-Handy einmal genauer angeschaut.

Schauen wir uns einmal in der Generation 60 Plus ein wenig um, so ist dort das gute alte Feature-, beziehungsweise Tastentelefon der Standard. Doch die Kinder und Enkel von Oma und Opa wollen gerade in COVID-19-Zeiten mit ihren Liebsten auch über die üblichen Medien, wie E-Mail, Instagram, Facebook oder WhatsApp in Kontakt treten. Auch der Zugang zu dem mobilen Internet soll den Senioren nicht weiter verwehrt bleiben. Das hat sich auch das 1991 in Linz gegründete Unternehmen Emporia Telecom mit ihren Produkten auf die Fahne geschrieben. Umfangreiche Anleitungen und Trainingshandbücher liegen jedem Smartphone bei und auch Videos mit leicht verständlichen Schulungen bietet das Unternehmen. Für Interessierte, welche sich nicht so recht in die Lage eines „Silver Surfers“ versetzen können, gibt es sogar einen speziellen Ganzkörper-Anzug mit entsprechender Brille, welche die Sehbehinderung älterer Generationen simuliert.

Wir haben uns einmal das aktuellste Modell mit dem Emporia SMART 4 in die GO2mobile-Redaktion kommen lassen und uns einmal der für Senioren optimierten Benutzeroberfläche hingegeben. Diese kann im übrigen auch separat für einige andere Android-Smartphones (ab Version 4.4) für einen UVP von 24,99 Euro erworben werden.

emporiaAPP
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Entwickler: emporia Telecom
Preis: Kostenlos

Kommen wir jetzt aber zu unserem Test des Emporia SMART4 und beginnen wie immer mit dem Auspacken.

Design und Verarbeitung

Das Emporia SMART4 kommt uns mit seinen Maßen von 138 x 66 x 11 Millimeter im Vergleich zu den immer größer werdenden Smartphones der Mitbewerber, geradewegs klein vor. Das wirkt auf den ersten Eindruck kontraproduktiv. Sagt man doch älteren Menschen mangelnde Sehstärke nach, bei der sich ein besonders großes Display geradewegs aufdrängt. Doch berücksichtigen wir, dass der Großteil von einem 2,5 Zoll kleinem monochromen Panel zu einem 5 Zoll großen Farb-Display wechseln, sind das vermutlich Welten die dazwischen liegen.

Emporia SMART4 im Test

Die Verarbeitung des 155 Gramm leichten Polycarbonat-Gehäuse gefällt uns gut. Das Smartphone liegt aufgrund seiner abgerundeten Rückseite sicher in der Hand. Die Lautstärkewippe über der auf der rechten Seite mittig positionierten Ein- und Aus-Taste ist gut erreichbar. Als weitere Funktion hat das SMART4 von Emporia auf der Rückseite eine Notruftaste direkt unter der Kamera, welche bis zu fünf vordefinierte Kontakte solange anruft bis wer abhebt und so die aktuellen GPS-Koordinaten erhält. Wer jedoch diese Taste nicht wünscht, kann sie mittels einer zweiten im Lieferumfang befindlichen Rückseite verdecken. Diese lässt sich aber auch für mich nicht ganz einfach abnehmen. Muss man im Grunde auch nicht, es sei denn man will an die SIM- und oder microSD-Speicherkarte oder dem Akku, welcher sich bei Bedarf auswechseln lässt.

Eine USB-Typ-C-Buchse um den wechselbaren Akku zu laden oder Daten auszutauschen, liegt auf der Oberseite, neben der 3,5 Millimeter großen Audio-Klinkenbuchse für die mitgelieferten Kopfhörer mit Sprachfunktion. Auf der Front befinden sich unter dem Bildschirm und einem rundum breiten Rand vergangener Tage, drei Navigations-Tasten für die (von links nach rechts) aktuell geöffneten Anwendungen, der Home- und Zurück-Taste. Leider sind diese nicht beleuchtet. Über dem Display befindet sich links eine Benachrichtigungs-LED, daneben eine Frontkamera und mittig ein Lautsprecher. Ein weiteres Handicap gegenüber dem Vorgänger – dem Emporia SMART3 – sehen wir in der fehlenden Ladeschale mit eingebauten Lautsprecher und Freisprechfunktion.

Von Vorteil: Das Emporia SMART 4 hat eine Zertifizierung nach IP54 (Ingress Protection). Das bedeutet es ist gegen das Eindringen vor Staub in schädigender Menge und Spritzwasser geschützt. Weiterhin ist es Hörgeräte kompatibel nach HAC M4/T4 (Hearing Aid Compatibility).

Display

Das österreichische Unternehmen Emporia verbaut in seinem SMART4 ein 5 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 960 x 480 Pixel bei 195 ppi. Nicht nur die breiten Ränder rundum katapultieren den durchschnittlichen Smartphone-User fast 10 Jahre in der Geschichte zurück, wo derartige Bildschirme der neueste Technik-Standard waren. Auch die Verarbeitung des Displays lässt zu wünschen übrig. Das wir hier kein Corning-Gorilla-Glass 7 aka Victus erwarten dürfen ist klar, aber zumindest eine fettabweisende oleophobe Beschichtung hätte ich erwartet. Zumal das auch ein wenig die „Glätte“ des Displays erhöht. Jetzt sieht der Bildschirm unmittelbar nach einer Reinigung nicht nur unansehnlich aus, sondern lässt sich auch noch schlecht bedienen. Mag für Grobmotoriker kein Hindernis sein, meine sensiblen Klavierfinger rebellieren zumindest bei diesem Panel.

Emporia SMART4 im Test

Trotz verbauter LCD-Technologie für das Display, ist dieses überraschend hell, kontrastreich und auch Blickwinkelstabil. Eine Nutzung unter direkten Sonnenlicht sollte sobald sich diese wieder zeigt, also mit dem SMART 4 ebenfalls möglich sein. Die automatische Helligkeit würden wir jedoch bei Menschen mit einer altersbedingten Sehschwäche nicht empfehlen.

Emporia SMART4 im Test

Prozessor und Speicher

Senioren und potentielle Kunden des Emporia SMART4 wird diese Kategorie womöglich weniger interessieren. Vielleicht liest aber auch der ein oder andere Enkel diesen Beitrag, weswegen wir kurz auf die technischen Merkmale des Smartphones eingehen werden. Emporia verbaut einen MediaTek MT6739 Quad-Core-Prozessor. Der typische Einsteiger-SoC (System on a Chip) ist mit vier ARM Cortex-A53-Kernen ausgestattet, welche eine maximale Taktfrequenz von 1,5 GHz erreichen können. Grafische Unterstützung gibt es von einer PowerVR GE8100 GPU (Graphics Processing Unit). Hier beträgt die maximale Taktrate 570 MHz.

Die Herstellungstechnologie beträgt 28 Nanometer, was angesichts aktueller 5-Nanometer-Prozesse bei einem Snapdragon 888 oder Exynos 2100 natürlich ein Witz ist. Aber besinnen wir uns doch rasch einmal wieder für wen das Smartphone gedacht ist. Mit Sicherheit wird auch bei der Generation 60 Plus der ein oder andere Pro-Gamer mit ESL-Lizenz dabei sein, doch mit Sicherheit gibt der auch bedeutend mehr für sein Gaming-Smartphone aus. Halten wir also fest: Ein Gaming-Smartphone ist das SMART 4 nicht.

Dagegen sprechen auch die 3 GB Arbeits- und insgesamt 32 GB Programmspeicher. Diese lassen mittels einer optional erhältlichen microSD-Speicherkarte bis auf weitere 64 GB erweitern. Wir empfehlen die wirklich nicht teure Karte gleich beim Kauf mit zu bestellen. Erfahrungsgemäß ist der interne Speicher schnell mit Anwendungen und Fotos voll. Wie dann dieser Speicher dann wieder bereinigt werden kann, dürfte für den Tastentelefon-Umsteiger nicht direkt schlüssig sein.

Kamera

Auch bei den beiden verbauten Kameras fühlen wir uns ein wenig in der Zeit zurück versetzt. Für die Front verbaut Emporia eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eine oben mittig positionierte 13-Megapixel-Kamera. Beide mit einer Blende von f/2.8. Die Hersteller der Bild-Sensoren waren leider für uns nicht zu recherchieren. Die Hauptkamera bietet eine maximale Auflösung von 4.256 x 3.168 Pixel, bei einer Sensorgröße von 5,28 x 3,92 Millimeter. Die maximale Vergrößerung wird durch eine 4-fache digitale Vergrößerung realisiert.

Emporia SMART4 im Test

Die Einstellungen der Kamera-Software sind auf ein Minimum reduziert. Unterschiedliche Modi für den Profi, Nacht, Portrait oder Panorama sucht man hier vergebens. Nachvollziehbar. Einen Zoom-Modus gibt es jedoch, wenngleich dieser beim SMART 4 „Lupe“ genannt wird. Weiterhin gibt es die Option für einen QR-Scan, die Einstellung für die Bildgröße (4:3 und 16:9), sowie das Umschalten auf den Video-Modus. Hier beträgt die maximale Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel. Weiterhin lässt sich der LED-Blitz für die Hauptkamera auf Automatik oder komplett ein- und ausschalten.

Emporia SMART4 im Test

Tagesaufnahmen

Wenngleich die technischen Daten einer Single-Kamera nicht große Hoffnung auf überragende Fotoergebnisse schüren, wissen die Aufnahmen bei Tageslicht durchaus zu gefallen. Selbst der 4-fache digitale Zoom weiß zu überzeugen. Gerade hier hätten wir deutlich höheres Bildrauschen erwartet.  Das setzen eine manuellen Fokuspunkt funktioniert schnell und zuverlässig. Auch Nahaufnahmen bis zu einer Entfernung von 5 Zentimetern scheinen gut zu gelingen.

Hintergründe erhalten eine angenehme Tiefenschärfe und erwecken den Eindruck einer professionellen Aufnahme. Natürlich offenbart das vergrößern der Bilder an einem Computer das Verwaschen von einem entfernten Hintergrund. Wir sind dennoch überrascht. Letzten Endes befinden wir uns hier auf dem Niveau der unteren Mittelklasse, was wir einmal mit einem Vergleichsfoto von einem Xiaomi Poco M3, optisch darstellt haben. So groß sind die Unterschiede gegenüber einer 48-Megapixel-Triple-Kamera gar nicht. Schnappschüsse von der angetretenen Kreuzfahrt (sofern Corona das wieder zulässt), dürften mit dem Emporia SMART4 alle mal drin sein.


Nachtaufnahmen

Wirklich hässlich wird es dann aber bei Nachtaufnahmen. Diese möchte man keinem zumuten. Rettungsversuche das automatischen LED-Blitzlicht (lässt sich ausschalten) laufen ins Leere. Eine lange Belichtungszeit lässt sich nicht einstellen, sodass am Ende nur ein großer Matsch das Ergebnis ist. Auch hier gibt es ein Poco M3-Vergleichsfoto, damit man sich einmal einen Eindruck verschaffen kann, zu was ein Fotosensor mit einer hohen Blende und einer guten Kamera-Software in der Lage ist. Hier erwarten wir uns von Emporia in Zukunft bessere Ergebnisse. Oma und Opa dürfen schließlich viel länger als wir wach bleiben und wollen so auch Nachtaufnahmen für uns und sich machen.

Frontkamera

Die 5-Megapixel-Frontkamera bietet maximale Aufnahmen von 2.560 x 1.920 Pixel im 4:3 Format oder 1.920 x 1.088 Pixel im 16:9 Format. Für mehr als ein Selfie (Selbstporträt) ist die Kamera am Ende auch nicht zu gebrauchen. Soll sie ja auch gar nicht. Vielmehr wird der österreichische Hersteller diese nur berücksichtigt haben, damit auch Videoanrufe über WhatsApp oder andere Anwendungen wie Teams und Zoom geführt werden können. Und genau für diese Zwecke ist der Selfie-Shooter komplett ausreichend.

Video

Das Emporia SMART 4 bietet auch die Möglichkeit Videos im *.mp4 Datei-Format, mit einer maximalen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Tonaufnahmen gibt es parallel mit einer Abtastrate von 48.000 kHz und einer Bitrate von 126 k Bit/s in Mono. Auch hier sollten die Ansprüche runtergeschraubt werden. Sagen wir es so, Emporia misst der Funktion wohl nicht allzu große Verwendung zu. Es ist halt möglich, die Ergebnisse erinnern aber auch hier an Video-Aufnahmen vergangener Tage.

Akku

Das Emporia SMART 4 hat einen wechselbaren Akku mit einer Kapazität von 2.500 mAh verbaut. Das passt zum dem Gesamtkonzept des Zeitreisens. Warum der Akku gewechselt werden kann, will sich mir persönlich nicht erschließen. Versteht mich nicht verkehrt, es ist kein Nachteil. Doch weder ist das SMART 4 ein übler Stromverbraucher, noch ist es wie eingangs vermerkt besonders einfach zu handhaben. Den Akku zu wechseln kommt schon einer Operation am offenen Herzen gleich und ist kaum einem Senioren zu empfehlen.

Emporia SMART 4 im Test

Dagegen fand ich die Ladeschale mit Freisprecheinrichtung, welche im Vorgänger noch mit dabei war, deutlich besser. Schade Emporia, die darf gern in Zukunft wieder dabei sein! Die Laufzeit mit einer Akku-Ladung ist erfreulich gut. Zwei Tage sind kein Problem. Wenn das Smartphone einmal geladen werden muss, gibt es an der Oberseite den USB-Typ-C-Port, bei dem es egal ist wie rum der Stecker eingeführt wird. Die Ladezeit beträgt mit dem mitgelieferten Netzteil, bei einer kompletten Entleerung des Akkus, in etwas zwei Stunden. Völlig okay.

Sicherheit und Software

Besondere Sicherheitsfunktionen wie einen Fingerabdrucksensor oder die Gesichtserkennung über die Frontkamera bietet das SMART4 nicht. Lediglich ein „Swipe“ nach rechts ist zum Entsperren des Displays notwendig. Ich denke das ist auch gut so, da derartige Features vermutlich für die Zielgruppe eher ein Hindernis sein würden, als das sie seinem Nutzer einen nützlichen Mehrwert bieten.

Emporia SMART4 im Test

Das Emporia SMART4 kommt mit Android in der Version 10 zum Kunden. Zum Zeitpunkt des Tests war das Google Sicherheitsupdate vom September 2020 auf unserem Test-Sample. Das ist jetzt nicht zwingend das was man „Up to date“ nennen würde. Fraglich ob die Zielgruppe mal auf die Schnelle Anwendungen per Sideload auf das Smartphone installieren würde. Unwahrscheinlich. Anders herum ist aber auch schnell mal ein Link in einer Phishing-Mail gedrückt, welche nicht so leicht für jeden als eine solche zu erkennen ist.

Emporia SMART4 im Test

Emporia bietet eine Senioren optimierte hauseigen Benutzeroberfläche, welche wie eingangs erwähnt auch für einige wenige andere Android-Smartphones nachträglich installiert werden kann. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch das SMART 4 mit der Google-Standard-Oberfläche bedient werden kann. Doch meiner Meinung nach ist es genau dieser „Emporia Launcher“ der es der Generation 60 Plus einen „sanften“ Übergang von einem Tasten-Telefon zu einem modernen Smartphone ermöglicht.

Emporia SMART4 im Test

Der Aufbau ist simple und selbsterklärend. Es gibt drei Seiten, was einer kleinen optischen Markierung unten eingeblendet wird. Nach dem Entsperren des Smartphones befinden wir uns in der Mitte der drei Seiten, auf der Hauptseite. Oben links die aktuelle Akkukapazität, daneben die wichtigsten Schnelleinstellungen und rechts die Signalstärken der SIM-Karte, einer möglichen WLAN-Verbindung und GPS sowie NFC (Near Field Communication). Mittig die Uhr mit dem Datum und darunter vier Verknüpfungen zu dem Telefon-, SMS-, Bilder- und Benachrichtigungsanwendung.

Emporia SMART4 im Test

Einmal über das Display nach rechts gewischt, befindet man sich auf der linken „Kontakt“-Seite. Hier sind vier der Kontakt-Favoriten, der Anrufbeantworter und die Notruftaste untergebracht. Auf der ganz rechten Seite (nach links wischen) befinden sich 8 Programm-Favoriten. In unserem Fall ist das der Fotoapparat, der Wecker, der Kalender, die Wettervorschau, der Zugang zum Google Play Store, der Internet-Browser, das E-Mail-Programm und eine Verlinkung zu allen anderen auf dem Smartphone installierten Programmen.

Hierbei handelt es sich um entsprechend große „Kacheln“, welche die Bedienung des Smartphone sehr erleichtern. Zusätzlich bietet Emporia ein umfangreiches und sehr gut erklärtes Trainingsbuch seinen Neukunden im Lieferumfang. In dieser Kombination empfand ich die Nutzung des Emporia SMART4 als sehr intuitiv und selbsterklärend. Meiner Meinung nach der beste Umstieg von einem Tastentelefon zu einem Android-Smartphone.

Pro und Contra

Pro

  • Emporia Benutzeroberfläche
  • Gute Haptik
  • Wechselbarer Akku
  • Notfall-Button
  • USB-Type-C
  • IP54 zertifiziert
  • Trainingsbuch

Contra

  • Displayverarbeitung
  • Veraltete Technik
  • Nachtaufnahmen
  • Fehlende Lade- und Freisprechschale
  • Unregelmäßige Google Sicherheitsupdates

Das Fazit des Emporia SMART4

Das Emporia SMART4 ist ein Android-Smartphone welches den Fokus klar auf eine ältere Zielgruppe richtet. Die Senioren, Silversurfer und Generation 60 Plus. Bis dato mit Prepaid-Karte und einem Tastentelefon von der Außenwelt im Grunde abgeschnitten. Das SMART 4 ist eine echte Alternative, welche einen einfachen und intuitiven Umstieg auf ein Android-Smartphone gewährt. Durch den vorinstallierten Google Play Store kann Oma und Opa ab sofort auch über Facebook, Teams und WhatsApp mit Kindern und Enkel in Kontakt treten. In Zeiten der Corona-Pandemie, wo ältere Menschen noch einmal zusätzlich isoliert sind, nahezu eine Pflichtkür! Von dem Internet-Zugang und einer Corona-Warn-App ganz abgesehen.

Zugegeben, das Emporia-Smartphone ist mit Technik ausgestattet, die einen locker 5 Jahre in der Zeit zurück katapultiert. Sehen wir einmal von dem verbauten NFC-Chip zum kontaktlosen Bezahlen ab. Ich feier es jetzt schon, wenn ich den ersten Rentner vor mir an der Kasse sehe, der mit dem Smartphone seinen Einkauf bezahlt. Doch Flaggschiff-Technik wird auch hier gar nicht wirklich benötigt. Wenngleich die Foto-Kamera durchaus ein Upgrade vertragen könnte. Denn diese werden Senioren mit Sicherheit nutzen.

Das Emporia SMART4 steht und fällt mit der vorinstallierten hauseigenen Benutzeroberfläche. Sie ermöglicht es mit übersichtlichen Symbolen dem Nutzer die Angst vor dem Android-Smartphone zunehmen. Sollte dennoch etwas nicht klar sein, gibt es ein umfangreiches Trainingsbuch welches gut verständlich auch die noch so ungewöhnlichste Frage beantwortet. Wer mehr Power wünscht, könnte so beispielsweise auch zu einem anderen Smartphone greifen und die Emporia-App nachträglich installieren.

*Hinweis: Der Artikel beinhaltet Affiliate-Links zu Händlern. Bei einem Kauf eines Geräts über einen solchen Link unterstützt ihr GO2mobile. Für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.
Test Emporia SMART4
  • 5.1/10
    Hardware - 5.1/10
  • 8.3/10
    Verarbeitung - 8.3/10
  • 9.1/10
    Software - 9.1/10
  • 4.7/10
    Performance - 4.7/10
  • 5.6/10
    Kamera - 5.6/10
  • 7.1/10
    Akku - 7.1/10
  • 5.9/10
    Preis/Leistung - 5.9/10
6.5/10

Kurzfassung

Versierte Android-Nutzer werden vermutlich bei der ersten Nutzung des Emporia SMART4 zurückschrecken. Die verbaute Technik ist aus vergangenen Zeiten. Doch Senioren und Generation 60 Plus werden das Android-Smartphone lieben. Viel Liebe, Know-how und umfangreiche Studien mit der Zielgruppe sind in die Benutzeroberfläche eingeflossen, sodass der Umstieg vom Tastentelefon zu dem ersten Smartphone beim Smart 4 optimal gewährt werden.

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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