Google jetzt gegen Huawei? Mountain View warnt vor Sideload

Huawei kann und Google darf aufgrund des US-Embargos keine Google Mobile Services auf neue Smartphones des chinesischen Konzerns vorinstallieren. Das bedeutet keine Kontakt-, Termin- oder Gmail-Synchronisation und kein Google Play Store, YouTube oder Google Maps. Irgendwie geht es aber trotzdem. Google warnt nun vor einem Sideload. Ist sich der Konzern dem Ende der Zusammenarbeit im Klaren?

Das Thema US-Embargo, US-Präsident Trump und der Handelskrieg zwischen den USA und China im Zusammenhang mit Huawei begleitet uns nun schon einige Wochen und Monate. Während viele – uns eingeschlossen – noch Hoffnung auf ein gütliches Ende hatten und darauf hofften das Huawei über kurz oder lang wieder die Google Mobile Services (GMS) auf seinen Android-Smartphones vorinstallieren dürfe, scheint Huawei selbst mit dem Thema abgeschlossen zu haben.

Wer kann es dem Konzern verübeln? Scheint sich doch der amtierende US-Präsident zur Lebensaufgabe gemacht zu haben, Huawei zu vernichten. Die haltlosen Beweise für die Spionagevorwürfe hat das US-Handelsministerium bis zum heutigen Tage nicht belegen können. Der letzte Versuch zum Thema „Hintertürchen“ ging komplett nach hinten los. So scheint sich die voreilig bekannt gegebene Marschrute gegenüber dem „Standard“ doch zu bestätigen, wenngleich Huawei erst einmal dagegen steuerte.

Auch Google dürfte auf lange Sicht nur verlieren

Neben Huawei, die mit den Huawei Mobile Services bereits Plan B in Kraft gesetzt haben, scheint Google der Leidtragende zu sein. Man halte fest: ein waschechtes US-Unternehmen! Denn mit einem US-Präsidenten, deren Wiederwahl außer Frage steht, kann kein chinesisches Unternehmen für die Zukunft planen. In sofern wird Google mit seinen Anwendungen und Services kaum noch Android-Smartphones bestücken können. Aktuell fällt mir nur Sony, Samsung und LG ein, wovon zwei der Unternehmen auch zusehnst am Markt verschwinden. Und natürlich die Google eigenen Pixel-Produkte nicht zu vergessen.

Sideload auf Huawei-Smartphones ist illegal und gefährlich

Google scheint das nun begriffen zu haben und äußert sich nun erstmalig indirekt gegen Huawei zu Wort. In einem Statement gibt Googles Legal Director Tristan Ostrowski folgende Wortlaut bekannt.

Aufgrund staatlicher Beschränkungen können die Apps und Dienste von Google auf neuen Huawei-Geräten nicht vor- oder nachträglich (Sideload) geladen werden.
Der Google Play Store, Google Play Protect und die Kern-Apps von Google (einschließlich Google Mail, YouTube, Maps und andere) sind nur auf Play Protect-zertifizierten Geräten verfügbar, um die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer zu schützen und das Gesamterlebnis zu schützen.  … seitlich geladene Google Apps sind nicht zuverlässig, da diese Dienste nicht auf nicht zertifizierten Geräten ausgeführt werden können, auf denen die Sicherheit gefährdet sein kann.

Darunter fallen also alle Huawei- und Honor-Smartphones, welche nach dem 16. Mai 2019 der Öffentlichkeit zur Verfügung standen. Aktuell das Huawei Mate 30 Pro (zum Test) und in Kürze die Huawei P40-Serie sowie das Honor View 30 (Pro), welches uns vermutlich morgen vorgestellt wird.

[Quelle: Google]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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