Grund für Engpässe der Nvidia GeForce RTX 30-Serie bekannt

Die Nvidia GeForce RTX 3090 und 3080 Grafikkarten sollten eigentlich seit Mitte September im Handel verfügbar sein. Doch keine der drei Founders-Edition waren bis zum heutigen Tage für interessierte Kunden zu bekommen. Der Grund dafür scheint nun geklärt.

Bereits ab 499 Euro soll es offiziell eine Nvidia GeForce RTX 3070 Grafikkarte in der Founders Edition geben. Doch weder die seit Ende Oktober, noch die beiden RTX 3090 und RTX 3080 wurde je auf der Nvidia-Seite verfügbar gesehen. Auch die deutsche Presse-Abteilung ist auf Nachfragen, wann denn die begehrten Grafikkarten verfügbar sind, Wort karg. Schließlich wurde ja der Verkaufsstart der Geforce RTX 3070 noch einmal um 14 Tage verschoben, um in ausreichender Stückzahl gewappnet zu sein. Doch auch hier gähnende Leere.

Nvidia GeForce RTX 30-Grafikkarten gingen in großen Stückzahlen an Krypto-Farmen

Der Grund dafür ist aber nicht COVID-19 bedingt, sondern laut den Finanzanalysten von RBC Captial Markets und Barrons ein komplett anderer. So soll Nvidia bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart Nvidia GeForce RTX 30-Grafikkarten im Wert von mindestens 175 Millionen US-Dollar an Krypto-Farmen verkauft haben. Das entspricht in etwa 250.000 GeForce RTX 3080 Grafikkarten. Das deckt sich auch weitestgehend mit dem Umsatzanstieg im vergangenen Quartal von knapp 37 Prozent.

Was sind Krypto-Farmen?

Krypto- oder auch Ethereum-Farmen, sind „vereinfacht“ ausgedrückt gewerblich oder auch privat betriebene Server-Farmen, die getätigte Bitcoin-Transaktionen (sogenannte Blocks) zu einem einzelnen Code zusammenrechnen. Ein solcher Code nimmt deutlich weniger Speicherplatz weg und nennt sich Hash. Bitcoin-Gründer Satoshi Nakamoto hat sich aber zur Marktregulierung einfallen lassen, die Komplexität eines Hashs vom Algorithmus konstant zu erhöhen. Reichte 2009 noch ein ganz normaler Home-PC so müssen es heute deutlich performantere Rechner sein.

Die Nvidia GeForce RTX 30-Grafikkarten zeigen sich gegenüber den Radeon RX 6000-Grafikkarten als besonders geeignet. Die Ampere-Architektur zeigt sich beim Cloud-Mining als besonders performant.

Fun Fact

Kleiner Fun Fact: Gab es 2009 noch 50 Bitcoins pro abgeschlossenen Block, so sind es heute nur noch 12,5 Bitcoin für den „Miner“. Inzwischen steht also die potentielle Verdienst-Möglichkeit im krassen Gegensatz zu den benötigten Stromkosten.

[Quelle: Barrons | via NotebookCheck]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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