Huawei: Donald Trump widerruft bereits erteilte Lizenz an Intel

Die vermutlich letzte offizielle Amtsmaßnahme von Donald Trump gilt erneut dem Widersacher Huawei. Medienberichte geben bekannt, dass gestern Abend gleich vier bereits erteilte Ausnahme-Lizenzen widerrufen wurden. Darunter die Möglichkeit für Intel, Huawei mit Prozessoren für die MateBooks zu beliefern. Wie der Verband der Halbleiterindustrie mitteilt, habe das US-Handelsministerium auch andere Huawei-Lieferanten informiert, entsprechend beantragte Ausnahme-Lizenzen zur Lieferung von Komponenten abzulehnen.

Noch ist Donald Trump der 45. US-Präsident

Donald Trump hat noch genau bis Mittwoch Zeit, sein Amt zu „missbrauchen“. Denn Joe Biden wird am 20. Januar als 46. US-Präsident vereidigt werden und die Amtsgeschäfte übernehmen. Allen Anschein nach nutzt er auch die letzten ihm verbleibenden Stunden, um seinem größten Projekt im Kampf um die nationale Sicherheit einen letzten Schlag zu verpassen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll die Trump-Administration am gestrigen Abend mehrere E-Mails an Huawei-Lieferanten versendet haben, die vor Monaten eine Ausnahme-Lizenz beantragt hatten, um Huawei mit Komponenten der Halbleiter-Industrie zu beliefern. Weiterhin teilt die Semiconductor Industry Association gegenüber Reuters mit, dass mindestens eine bereits erteilte Lizenz an den US-amerikanischen Chip-Hersteller Intel Corporation widerrufen wurde.

Intel und weiteren Huawei-Lieferanten wird die Lizenz entzogen

Die Lieferanten haben nun 20 Tage Zeit auf die erhaltene E-Mail mit dem Inhalt „Absicht zu verweigern“ zu reagieren. Passiert 45 Tage lang nichts, gilt der Antrag für eine Ausnahme vom US-Handelsministerium als abgelehnt. Mindestens zwei von einander unabhängigen und namentlich nicht genannte Quellen geben bekannt, dass bis zu acht Lizenzen von vier Unternehmen von den Vereinigten Staaten widerrufen wurden. Neben Intel seien auch bereits zwei erteilte Lizenzen des japanischen Flash-Speicherchip-Herstellers Kioxia Corporation (ehemals Toshiba Memory) nachträglich wieder entzogen worden.

Intel

Das Huawei P50 Pro soll aber kommen

Da bleibt für Huawei nur die Hoffnung, dass an unseren Vermutungen zum „Fake-Verkauf“ von Honor etwas dran ist. Denn Honor sammelt bereits kräftig Kooperationen mit US-Unternehmen wie Microsoft und Qualcomm ein. Nach wie vor ist unklar, wie es 2021 für Huawei weitergeht. Joe Biden hat sich im Bezug auf die China-Politik nicht zwingend zuversichtlich geäußert. Dennoch scheint das Unternehmen ausreichend Hardware für die Produktion des Huawei P50 Pro in Reserve zu haben. Denn hierzu erreichen uns regelmäßig Gerüchte zum Aussehen und Ausstattung des Flaggschiff-Smartphones.

[Quelle: Reuters | via Gizmochina]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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