Next try: Nun versucht Qualcomm ARM zu übernehmen

Wir alle erinnern uns an den gescheiterten Versuch von Nvidia den britischen Chip-Entwickler- und Designer ARM für 40 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Nun versucht sich der kalifornische Halbleiterhersteller Qualcomm an einer Übernahme. Warum der Konzern unter der Führung von CEO Christiano Amon damit vor den Kartellbehörden durchkommen könnte, lest ihr jetzt hier bei uns.

 

Stellt sich Qualcomm klüger an als Nvidia?

Wem ist das Medienspektakel nicht im Gedächtnis. Grafikkarten- und Chip-Hersteller Nvidia kündigte im September 2020 an, für knapp 40 Milliarden US-Dollar den englischen Chip-Entwickler ARM von der japanischen SoftBank abzukaufen. Logisch intervenierten instinktiv alle Tech-Giganten wie Apple, Google, Microsoft und Qualcomm, da die ARM Chip-Architektur so gut wie in jedem mobilen Prozessor steckt. Der kalifornische Chip-Hersteller Qualcomm war es, der umgehend bei der Federal Trade Commission, der Europäischen Kommission, der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde und der chinesischen staatlichen Verwaltung für Marktregulierung Bedenken geäußert hat. Das Ende vom Lied ist allen bekannt: Anfang dieses Jahres wurde offiziell verkündet, das die Übernahme von Nvidia geplatzt ist. Auch das erhöhte Gebot von 60 Milliarden US-Dollar an SoftBank konnte daran nichts ändern.

ARM Limited soll von einem Konsortium geführt werden

Nun stellt sich Qualcomm an, den Deal in Sack und Tüten zu bringen. Denn der  japanische Telekommunikations- und Medienkonzern ist nach wie vor an dem Verkauf der britischen Lizenzen der ARM-Architektur (Advanced RISC Machines) interessiert. Wie nun die Financial Times berichtet, scheint Qualcomm auch einen raffinierten Plan zu haben, wie denn ein solches Unterfangen von Erfolg gekrönt sein könnte. Er will einfach das größte Manko des geplatzten Deals negieren. Nämlich die Sorge aller anderen Hersteller das ein Besitzer der Lizenzrechte diese Monopolstellung für unlautere Wettbewerbsvorteile nutzen könnte. Und so holt der Qualcomm-CEO einfach alle ins Boot.

Christiano Amon

Dafür soll eigens ein Konsortium gegründet werden, welches alle beteiligten Unternehmen beinhaltet. So heißt es das bereits erste Gespräche zwischen Intel, MediaTek, Samsung, SK Hynix und sogar Nvidia stattgefunden haben. Aus wie vielen Teilnehmern besagtes Konsortium dann am Ende bestehen wird ist zum jetzigen Augenblick unbekannt. Doch es dürften sich hier einige melden um am Ende nicht benachteiligt zu werden. Der jetzige Inhaber SoftBank plant derweil mit ARM-Limited einen Börsengang, um die wertvollen Lizenzen schnell in Geld zu wandeln.

[Quelle: Financial Times | via Heise online]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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