Nvidia kauft für 40 Milliarden US-Dollar Chip-Entwickler ARM

Es hatte sich bereits angekündigt, ist nun zum Start der Woche aber offiziell und eine echte Sensation: Grafikkarten-Hersteller Nvidia kauft für 40 Milliarden US-Dollar den englischen Chip-Entwickler ARM von der japanischen SoftBank ab. Die in Lizenz vertriebene ARM-Architektur befindet sich so gut wie in jedem Smartphone- und Tablet-Prozessor. Huawei hatte bislang im HiSilicon Kirin sogar das gesamte Chip-Design lizenziert.

Natürlich ist das 1993 gegründete Unternehmen nicht ausschließlich ein Grafikkarten-Hersteller, darunter aber international bekannt geworden. Vielmehr entwickelt das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen Grafik-Prozessoren. Unter anderem auch für Next-Gen-Konsolen wie die xBox oder PlayStation von Sony. Ebenfalls in Lizenz bei dem Chip-Entwickler ARM. Nvidia hatte auch eine Zeit SoCs (System on a Chip) für Smartphones entwickelt. Beispielsweise 2014 den 64-Bit Tegra K1 Dual-Prozessor oder dem ersten Quad-Core-Prozessor Tegra 3.

Chip-Entwickler ARM ohne Innovation

Das interessante an der Übernahme ist, das ARM Limited erst im September 2016 von dem japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern SoftBank für knapp 30 Milliarden Euro gekauft wurde. Das ist trotz Gewinn ein ziemlich schlechter Deal für SoftBank. Grund dafür dürfte sein, dass ARM in dieser Zeit sich nur gering weiterentwickelt hat. Das zeigt sich auch an der Markt-Bewertung. Während ARM seinen Wert konstant beibehalten hat, konnte Nvidia seinen fast verzehnfachen.

Schlechte Karten für Huawei?

Für Nvidia bedeutet das nun einerseits von einen Tag auf den Anderen zum mächtigsten Chip-Entwickler aufgestiegen zu sein. Zusätzlich ist das Unternehmen nun in US-Besitz. Sollte ein Donald Trump im November die Wahl erneut gewinnen, kann sich Huawei endgültig aus dem Smartphone-Geschäft verabschieden. Denn Chip-Entwickler und Smartphone-Hersteller wie Apple, HiSilicon, Intel, MediaTek, Nvidia, Qualcomm, Samsung und Texas Instruments lizenzieren die ARM-Architektur. Huawei mit HiSilicon gleich das komplette Design. Nvidia musste der britischen Regierung gegenüber Zusagen tätigen, dass der Hauptsitz in Cambridge samt Mitarbeitern erhalten bleibt.

[Quelle: Nvidia]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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