Oppo Find X : Ohne Notch und Tadel aber teuer

Oppo hat uns diese Woche das Oppo Find X offiziell aus dem Pariser Louvre präsentiert. Soviel vorne weg: das Smartphone spaltet die Gemüter. Ist es optisch als auch technisch auf dem höchsten Niveau, wird nicht nur der Preis von 999 Euro die Kritiker an den Tisch rufen.

Das Datenblatt des Oppo Find X liest sich, als hätte das chinesische BKK-Tochterunternehmen nur zu dem Besten gegriffen. Ein Snapdragon 845 Octa-Core-Prozessor, 8 GB Arbeits- und 256 GB interner Programmspeicher. Die Daten kommen bekannt vor? Kein Wunder – ist doch OnePlus mit seinem kürzlich in London präsentierten OnePlus 6 ebenfalls eine BKK-Tochter. Die beiden Unternehmen 1. Grades verwandt. Haben die mehr als guten Umsatzzahlen von OnePlus schlussendlich die Entscheidung gefällt, dass auch Oppo den Markt in Europa für sich entdeckt.

Display des Find X erinnert an ein Samsung Galaxy S9

Oppo Find X

Ein 6,42 Zoll großes Edge-AMOLED-Display ohne Notch und mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixel beeindruckt den stolzen Besitzer eines Oppo Find X (Panoramic Arc Display). Oppo gibt ein Screen-to-body-Ratio von 93,8 Prozent an. Ein derart großes Display müsste vermutlich mit zwei Händen gehalten werden, besitzt aber dennoch nur die Größe von 156,7 x 74,2 x 9,6 mm und 186 g.

Slide me up, Scotty

Wie ist das möglich fragt sich der geneigte Kunde. Oppo hat die sonst oben im Display untergebrachte Technik in einen elektrischen Slider versteckt, der in 0,5 Sekunden bei Bedarf ausgefahren ist (auch zum Entsperren). In diesem befindet sich eine 25 Megapixel starke „Stealth“-Frontkamera (f/2.0), die den Fingerabdrucksensor komplett ersetzt und auf 3D-Scan mithilfe einer zusätzlichen Infrarot-Kamera und Dot-Projektor setzt. Richtig gelesen: einen Fingerabdrucksensor gibt es bei dem Oppo Find X nicht. Weder auf der Rückseite, noch unter dem Display-Glas.

Doch der Slider verbirgt noch weitere technische Details. So gibt es auf der Rückseite eine Dual-Hauptkamera mit einem 16-Megapixel- und einem 20-Megapixel-Sensor, mit jeweils einer Blende von f/2.0 und einem optischen Bildstabilisator. Wie stabil und zuverlässig der Slider im Alltag arbeitet, wird ein ausführlicher Test prüfen müssen. Der 3.730 mAh starke Akku beherrscht die bereits von OnePlus bekannte VOOC-Technologie, nur das sie dort den Namen Dash Charge trug, aber dennoch für die einzigartige Lade-Schnelligkeit bekannt ist. Diese soll den Akku in knapp 90 Minuten komplett aufladen. Das ist aber beileibe noch nicht das Schnellste was Oppo zu bieten hat – doch dazu später mehr.

Android 8.1 Oreo und ColorOS 5.1

Vorinstalliert ist Android 8.1 Oreo unter der hauseigenen Benutzeroberfläche ColorOS 5.1. Auch wenn das Betriebssystem ein wenig an Apple erinnert, sind Google hauseigene Anwendungen wie der Google Assistant und Google Lens auf dem Find X zu finden. Oppo hat das Smartphone für August 2018 für die Länder Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien in den Farben Bordeauxrot und Gletscherblau, zum Preis von 999 Euro angekündigt. Eine Verfügbarkeit in Deutschland sollte aber ebenfalls gegeben sein. Wir haken nach.

Preis und Verfügbarkeit des Oppo Find X

Als im Grunde der Kuchen auf der Pariser Präsentation gegessen war, kam Oppo mit einer weiteren Überraschung um die Ecke. Wenngleich sie ein wenig an Huawei erinnert, die zur Vorstellung des Huawei P20 Pro noch ein Huawei Mate RS im Porsche Design in petto hatten, präsentiert Oppo Lamborghini als Kooperationspartner. Diese Special Edition kostet nur schmale 1.699 Euro, bietet aber dafür 512 GB anstelle der 256 GB internen Programmspeicher und den  „Super VOOC Fast Charge“-Standard. Dieser kann gegenüber dem normalen „VOOC Fast Charge“ den 3.400 mAh starken Akku in 35 Minuten „auftanken“. Die Oppo Find X Automobili Lamborghini Edition bietet des Weiteren eine Carbon-Rückseite unter dem Glas. Aber rechtfertigt das den Preis?

[Quelle: Oppo]

Beitrag teilen:

Lino Bentzin

Hallo, ich bin Lino. Ich studiere Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und nutze aktuell ein OnePlus 5 Meine Freundin nutzt ein iPhone 8, sodass ich auch einiges auf dem Gebiet mitbekomme. Mein Hobbys sind neben Technik-Kram, das Kochen, Eishockey, HipHop und die PS4. Ich hoffe euch bei meinen ersten Gehversuchen als Blogger, bei GO2mobile (der ehemaligen android tv Legende), nicht zu enttäuschen. Seid noch ein wenig nachsichtig mit mir!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

shares