Das Xiaomi 15 Ultra ist seit dem Mobile World Congress (MWC) 2025 in Barcelona auch hierzulande für knapp 1.500 Euro zu kaufen. Noch günstiger bekommt Ihr das vermeidliche Leica-Kamera-Flaggschiff im Import bei TradingShenzhen, der es bereits ab 977 Euro* verkauft. Was Ihr dafür geboten bekommt und ob es sich tatsächlich bei dem 15 Ultra bereits mehr um eine Kamera als um ein Android-Smartphone handelt, klären wir für Euch im folgenden ausführlichen GO2mobile-Test!
Inhaltsverzeichnis
Das Xiaomi 15 Ultra ist zumindest optisch schon einmal mehr einer typischen Leica-Kompaktkamera ähnlich, als es je ein anderes Smartphone war. Zumindest wenn Ihr Euch wie wir zu dem zweifarbigen Design entscheidet, das sich durch eine schwarze Kunstleder- und eine matte Chrome-Rückseite auszeichnet. Doch leider handelt es sich bei der Rückseite um Kunststoff. 6M42-Aluminium gibt es lediglich beim Rahmen.
Xiaomi gewährt dem 161,3 x 75,3 x 9,48 Millimeter großem und satten 229 Gramm schwerem Android-Smartphone eine IP68-Zertifikation. Neben der Silver Chrome-Variante ist das Kamera-Flaggschiff auch in Schwarz oder Weiß erhältlich.
Wer das Smartphone wie ich in der linken Hand hält, hat auf der rechten Seite direkt am Zeigefinger den Power- und Standby-Butten optimal positioniert. Darüber befindet sich die Lautstärketaste. Ebenfalls noch gut erreichbar und mit einem satten Druckpunkt versehen.
Die komplette Oberseite, als auch der linke Rand (von vorn betrachtet) ist ohne jegliche Funktion. Hier dominiert nur der flache, matt gebürstete Aluminiumrahmen. Dafür geht es auf der Unterseite noch einmal zur Sache. Auf dem Display liegend habt Ihr von links nach rechts 7 Öffnungen für einen der beiden Stereo-Lautsprecher, den USB-3.2-Typ-C-Anschluss, eine Mikrofon-Öffnung und den SIM-Tray (Dual-SIM). Der USB-Port bietet eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s und eine Display-Out-Funktion. Es gibt jedoch keinen Desktop-Modus. Der SIM-Tray erlaubt sämtlich Konfigurationen – bis hin zu Dual-eSIM.
Fun-Fact: Das obligatorische Klappern des Bildstabilisators ist auch beim Xiaomi 15 Ultra erhalten geblieben.
Xiaomi gewährt auch bei seinem Kamera-Flaggschiff eine solider Verarbeitung und Dank dem großen Kamera-Array auf der Rückseite, eine optimale Haptik. Bei der Retro-Lackierung könnte das verwendete Kunststoff kritisiert werden. Mich hat es nicht gestört – wenngleich es einem 1.500-Euro Smartphone nicht würdig erscheint.
Denn Xiaomi scheint selbst zu erkennen, dass diese hohe Auflösung im Alltag nur begrenzte Vorteile bietet und dafür den Akku stärker beansprucht. Aus diesem Grund wird das Display ab Werk auf Full-HD+ (2.400 x 1.080 Pixel) skaliert. Nutzer können in den Einstellungen zwar jederzeit auf die volle Auflösung umstellen, der Unterschied wird im Alltag aber von vielen wohl kaum wahrgenommen.
Das Panel basiert auf moderner LTPO-Technologie, die eine variable Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hertz ermöglicht. Im Test funktioniert das adaptiv arbeitende System tadellos: Sobald keine Bewegung auf dem Bildschirm erkannt wird, senkt das System die Frequenz blitzschnell auf 1 Hertz, um Energie zu sparen. Auch Eingaben werden prompt verarbeitet, denn der Touchscreen reagiert mit einer Abtastrate von 300 Hertz sehr schnell und präzise. Besonders für Gaming-Enthusiasten ist das ein echter Pluspunkt.
Xiaomi bewirbt das Display mit einer Spitzenhelligkeit von 3.200 Nits. Das sind aber bekanntlich unrealistische Werte, welche in einem Labor ermittelt wurden. In unserem Test erreichten wir fast 1.700 Nits. Dennoch ein ordentlicher Wert, der Inhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar macht, aber deutlich hinter der Konkurrenz zurückbleibt. Einige aktuelle High-End-Modelle anderer Hersteller erreichen hier bessere Werte, und selbst günstigere Geräte wie das Poco X7 Pro (zum Test) übertreffen das Xiaomi 15 Ultra bei der Displayhelligkeit.
Positiv hervorzuheben ist die umfassende Unterstützung von HDR10+ und Dolby Vision, was für eine hervorragende Darstellung von HDR-Inhalten sorgt. Auch Widevine L1 ist bei beiden Varianten – der globalen wie der chinesischen – integriert, wodurch hochaufgelöstes Streaming über Netflix, Amazon Prime und andere Plattformen problemlos möglich ist. Für besonders empfindliche Nutzer bietet Xiaomi zudem eine PWM-Dimmung mit 1.920 Hertz, die störendes Flimmern minimiert und den Bildschirm augenschonender macht.
Das Always-On-Display lässt sich umfangreich anpassen und bei Bedarf dauerhaft aktivieren. Die Farbdarstellung kann individuell konfiguriert oder automatisch an das Umgebungslicht angepasst werden – ideal für Nutzer, die besonderen Wert auf visuelle Präzision legen.
Das Xiaomi 15 Ultra bietet ein starkes Display mit hoher Auflösung, variabler Bildwiederholrate und schneller Reaktionszeit. Trotz guter Technik fehlt es dem Panel jedoch an echter Spitzenleistung – vor allem bei der Helligkeit bleibt es hinter der Konkurrenz zurück.
Ein regulärer CPU-Stresstest mit der Softonic-App lief zumindest unter normalen Bedingungen durch, war aber dennoch recht spektakulär. Damit meine ich noch nicht einmal die durchaus unangenehme Wärmeentwicklung von über 50 Grad am Aluminiumrahmen und unter der Kamera. Das allein ist bei der zusätzlichen Kunstleder-Isolierung ungewöhnlich.
Währen der Durchlauf nach 5 Minuten mit Werten zwischen 80 und 100 Prozent relativ normal verlief, gab es dann einen kontinuierlichen Leistungseinbruch. Ab der 10. Minute spielt CPU (Central Processing Unit) und GPU (Graphics Processing Unit) dann komplett verrückt. Leider sind diese sequentiellen Einbrüche runter bis auf 50 Prozent ein typisches Verhalten heutiger Flaggschiff-Prozessoren, wenngleich dem OnePlus 13 (zum Test) beispielsweise hier ein besseres Throttling gelungen ist. Ich kann mir vorstellen, das Xiaomi bei dem globalen Modell deutlich konsequenter softwareseitig abschaltet.
Beim AnTuTu erreichte das Xiaomi 15 Ultra 2.645.856 Punkte, was schon ein sehr gutes Ergebnis ist. Besagtes OnePlus 13 wies hier mit identischem Prozessor 2.571.929 Punkte aus. Zur Vervollständigung der Daten haben wir noch die 2.711 Punkte aus dem Single-Core-Test des Geekbench 6.4.0. Der Multi-Core-Test spuckte 8.256 Punkte aus. Und der im Kühlschrank beendete 3DMark Wild Life Stress Test lieferte im besten Loop 20.073 Punkte.
Das alles sind natürlich nur Hardcore-Fakten die wenig über die Nutzung im Alltag aussagen. Und da kann ich Euch komplett beruhigen. Egal welche Spiele – Real Racing 3, Genshin Impact oder PUBG – alle liefen auf den besten Grafikeinstellungen ohne einen Absturz durch. Aber warten wir es ab: Der Sommer kommt ja erst noch!
Unser Xiaomi 15 Ultra startet bei überzeugenden 16 GB LPDDR5X-RAM und 512 GB internen UFS 4.1-Programmspeicher. Im deutschen Online-Store wird für 1.700 Euro außerdem noch eine Variante mit einem Terrabyte angeboten. Die 16 GB Arbeitsspeicher bleiben hier gleich. Bei TradingShenzhen erhaltet Ihr für die meisten vermutlich noch ausreichende Version, mit 12 GB RAM und 256 GB für aktuelle 977 Euro*.
Die harten Leistungseinbrüche und Hitzeentwicklungen im extremen Stresstest-Bedingungen haben einen faden Beigeschmack. Doch am Ende des Tages bleibt das Xiaomi 15 Ultra in der Anwendung eine Waffe die jede noch so anspruchsvolle Situation meistert.
Oberflächlich betrachtet gibt es kaum Unterschiede zum Vorgänger-Modell, dem Xiaomi 14 Ultra (zum Test). Die Details ergeben sich bei genauerer Betrachtung. Xiaomi verbaut eine 50-MP-Hauptkamera mit einem 1 Zoll großem LYT-900 Image-Sensor von Sony. Xiaomi arbeitet standardmäßig mit einem 4:1 Pixel-Binning, sodass Ihr anstelle der 1,6 Mikrometer, auf 3,2 Mikrometer Pixelgröße bei 12,5 Megapixel kommt.
Der Hauptkamera wird ein „Time of Flight“-Sensor (ToF), ein Phase Detection Autofokus (PDAF) und eine optische Bildstabilisierung (OIS) zur Seite gestellt. Dieses Jahr gibt es jedoch keine variable sondern feste Blende von f/1.63 bei einer äquivalenten Brennweite von 23 Millimetern.
Als nächstes offenbart das Quartett eine weitere 50-MP-Ultra-Weitwinkel-Kamera. Mithilfe des 1/2.76 Zoll großem ISOCELL JN5 Bildsensor von Samsung liefert das Objektiv eine äquivalente Brennweite von 14 Millimetern bei einer Offenblende von f/2.2. Das maximale Sichtfeld beträgt 115 Grad. Auch hier wird der 3D-ToF-Sensor zur Tiefenberechnung zu Hilfe gezogen.
Die Dritte im Bunde ist eine 200-MP-Telezoom-Kamera. Auch hier setzt Xiaomi auf Samsung und verwendet den 1/1.4 Zoll großen ISOCELL HP9 Image-Sensor. Die PDAF und OIS unterstützte Optik wird durch ein Periskop-Objektiv unterstützt, welches nicht nur einen 4,3-fachen verlustfreien Zoom ermöglicht, sondern auch eine äquivalente Brennweite von 100 Millimeter bei einer Blende von f/2.6.
Vollständig macht die Leica-Quad-Kamera eine zweite Zoom-Kamera (50 MP). Im Detail auf Basis eines 1/2.51 Zoll großem IMX858-Bildsensor von Sony. Auch er erhält PDAF- und OIS-Unterstützung und wird auch bei der Makro-Fotografie verwendet. Das Objektiv bietet bei einer Blende von f/1.8 eine äquivalente Brennweite von 79 Millimetern. Das bedeutet in unserem Fall eine 3-fache optische – und somit verlustfreie – Vergrößerung.
Digital bietet das Xiaomi 15 Ultra allgemein einen 120-fachen Zoom.
Auch dieses Jahr ist die typische 32-MP-Frontkamera verbaut. Erneut kein Sony, kein Samsung, sondern ein Omnivision mit dem 1/3,14 Zoll großem OV32B40-Bildsensor. Seine äquivalente Brennweite beträgt 22 Millimeter bei einer Blende von f/2.0 und einem maximalen Sichtfeld von 90 Grad.
Der Griff bietet einen zusätzlichen Akku mit 2.000 mAh eine 67 Millimeter große Aufnahme für Kamerafilter, eine zweistufiger Auslösebutton für Fotos, zuzüglich einem weiteren Button für Video-Aufzeichnung. Es gibt auch einen Zoom-Schalter der auch zur Einstellung der Brennweiten verwendet werden kann. Auch für die Belichtungszeit, Weißabgleich, EV und ISO-Werte gibt es ein extra Einstellrad. Wer viel mit einer Spiegelreflexkamera gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden und das Kit lieben.
Die 50-Megapixel-Hauptkamera, ausgestattet mit dem hochwertigen Sony LYT-900-Sensor, überzeugt auf ganzer Linie und liefert Aufnahmen mit beeindruckender Detailtiefe und einer natürlichen, ausgewogenen Farbwiedergabe. Die Farben erscheinen kräftig und lebendig, ohne dabei überzeichnet oder unnatürlich zu wirken. Besonders hervorzuheben ist der hohe Dynamikumfang, der es der Kamera ermöglicht, auch in anspruchsvollen Lichtverhältnissen – etwa bei Gegenlicht (siehe die letzten 3 Aufnahmen) oder starken Kontrasten – fein abgestimmte Ergebnisse zu liefern.
Für eine schnelle und präzise Scharfstellung sorgt die Kombination aus Dual-Pixel-PDAF und Laser-Autofokus, was sich im Alltag durch eine sehr zuverlässige und zügige Fokussierung bemerkbar macht. Die Bildschärfe ist durchweg hervorragend: Aufnahmen wirken gestochen scharf, ohne dass sie durch künstliche Nachbearbeitung unnatürlich wirken.
Kritikpunkte gibt es kaum. Allenfalls könnte man anmerken, dass die Kamera in manchen Situationen zu einer leicht überbelichteten oder besonders farbintensiven Darstellung neigt. Wer jedoch eine neutralere, realistischere Farbgebung bevorzugt, kann ganz einfach auf den Leica Authentic Mode zurückgreifen – dieser sorgt für eine subtilere Abstimmung und eine klassischere Bildwirkung. Ich habe in meinem Test aber den Standard mäßig eingestellten Leica Vibrant Mode verwendet.
Die 50-Megapixel-Ultra-Weitwinkel-Kamera liefert insgesamt eine überzeugende Leistung. Die Farbabstimmung ist gelungen und orientiert sich deutlich an der Hauptkamera, wenn auch mit etwas geringerer Sättigung. Die Detailwiedergabe ist erfreulich hoch, insbesondere im zentralen Bildbereich. An den Bildrändern zeigt sich jedoch eine leichte Unschärfe, die bei besonders anspruchsvollen Motiven auffallen kann. Dank des integrierten Autofokus lassen sich mit dem Sensor zudem ordentliche Makroaufnahmen realisieren – ein praktisches Extra für Nahaufnahmen aus ungewöhnlicher Perspektive.
Interessant ist, dass das Xiaomi 15 Ultra im Grunde zwei Makro-Modi besitzt. Einmal wenn man mit der Kamera entsprechend nah an ein Motiv geht, sieht man auf dem Display wie die Kamera umschaltet und recht brauchbare Nahaufnahmen erstellt.
Im oberen Menü gibt es aber noch den Punkt „Super Macro“. Damit gelingt dann eine Aufnahme wie das letzte Beispiel demonstriert.
Die Telezoom-Aufnahmen des Xiaomi 15 Ultra haben mich tatsächlich überrascht. Arbeiten wir doch hier mit zwei Periskop-Objektiven und einem 50 und 200 Megapixel-Sensor. Die 50-Megapixel-Telekamera bietet eine 3-fache verlustfreie Vergrößerung und die 200-Megapixel-Periskopkamera 4,3-fach. Somit bekommt Ihr eine nahezu beeindruckende lückenlose Abdeckung verschiedener Brennweitenbereiche. Diese Kombination sorgt dafür, dass sowohl Motive im mittleren Entfernungsbereich als auch weit entfernte Objekte präzise und hochwertig eingefangen werden können – ohne störende Qualitätssprünge beim Wechsel der Zoomstufen.
Die 3x-Zoom-Kamera liefert Aufnahmen mit einer sehr angenehmen Bildwirkung, guter Schärfe und solider Farbwiedergabe. Sie eignet sich hervorragend für Portraits und alltägliche Zoom-Aufnahmen, bei denen eine moderate Vergrößerung gefragt ist. In der Bewertung schneidet diese Kamera insgesamt mit einem „gut“ ab.
Die eigentliche Überraschung liegt jedoch bei der 4,3x-Periskopkamera mit 200 Megapixeln: Sie zeigt ihr ganzes Potenzial vor allem bei weiter entfernten Motiven. Betrachtet man die Bilder auf einem größeren Bildschirm – etwa auf dem Desktop – ist man regelrecht beeindruckt von der Fülle an feinen Details, die zum Vorschein kommen. Und das ganz ohne künstliche Intelligenz, die im OnePlus 13 ja heftig zu Werke ging.
Ein weiterer großer Pluspunkt beider Zoom-Kameras ist die nahezu perfekte Farbabstimmung zur Hauptkamera. Im direkten Vergleich sind kaum Unterschiede in Farbton, Kontrast oder Weißabgleich erkennbar – ein Niveau an Konsistenz, das nur wenige Smartphones überhaupt erreichen. Dadurch wirken Bildserien, bei denen unterschiedliche Kameras zum Einsatz kommen, besonders harmonisch und professionell abgestimmt.
Endlich! Die Nachtaufnahmen! Die erste Verwunderung und Panikanfall: Es gibt keinen Nachtmodus! Ihr fotografiert ganz normal im „Photo“-Modus. Also nach knapp 10 Minuten habe ich dann die Suche aufgegeben. Wenn zu früh informiert mich gern in den Kommentaren.
Die Nachtaufnahmen haben mir durchweg gut gefallen. Gibt es irgendwo künstliches Licht, dann nutzt die Kamera diese Gunst der Stunde zu Ihrem Vorteil. So wirken die Farben schon fast zu hoch – mir gefällt es. Auch an Detailtreue mangelt es den Fotos nicht.
Aufgrund des fehlenden Night-Modus gibt es natürlich auch die volle Palette an Zoomstufen bei Nacht.
Witziges Feature und auch ganz nette Aufnahmen, oder?
Die 32-Megapixel-Frontkamera macht solide Arbeit und liefert ansprechende Selfies mit natürlicher Farbwiedergabe und ordentlicher Dynamik. Die Detailgenauigkeit ist insgesamt zufriedenstellend, auch wenn der feste Fokus in bestimmten Situationen – insbesondere bei sehr nahen Aufnahmen – seine Grenzen zeigt. Zwar erreicht die Kamera nicht ganz das Niveau der Selfie-Qualität aktueller Oppo-Flaggschiffe, doch bleibt das Ergebnis überzeugend. Bei starker Vergrößerung wirken feine Details etwas weich, was jedoch nur im direkten Vergleich auffällt. Insgesamt sind auch die Frontkamera-Aufnahmen auf einem hohen Niveau.
Die Leica-Quad-Kamera liefert auf ganzer Linie ab. Ich wüsste jetzt nicht wo ich etwas zu kritisieren hätte, außer bei den Selfies. Außer das ich mir nen Wolf nach dem Nachtmodus gesucht habe. Gut – da seid Ihr jetzt im Vorteil!
Bei einem solchen großen braucht es auch bei 90 Watt Druck-Betankungen eine glatte 100 Minuten bis das Smartphone von 0 auf 100 Prozent betankt ist. Man kann also sagen: pro 1 Prozent – 1 Minute. Und das trotz entsprechender Einstellung des kabelgebundenen Ladens mit „Top Speed“. Ich habe auch schon bessere Geschwindigkeiten (beispielsweise 100 % nach 40 Minuten) bei Smartzone gelesen. Ich werde das Xiaomi 15 Ultra noch ein paar mal voll aufladen müssen um verlässliche Werte zu erhalten. Aber der Akku hält halt so lange!
Und da kommen wir auch schon zu einen weiterem Test-Szenario bei unserem Akkutest: dem „Work 3.0 Battery life“-Test. Hier wird das Smartphone zu 100 Prozent aufgeladen, alle Display-Einstellungen auf Automatik gestellt und die Helligkeit auf 200 Nits fixiert. Im Flugmodus führen wir dann den Test über Nacht durch, der bei uns satte 16 Stunden und 33 Minuten ans Tageslicht zauberte. Das ist etwas weniger als im OnePlus 13, das ebenfalls über einen 6.000 mAh starken Akku verfügt.
Doch das ist klagen auf hohem Niveau. Mit einer derart hohen Akku-Kapazität kommt man auch bei intensiver Nutzung locker auf zwei Tage am Stück, ohne dabei das Smartphone an die Steckdose stöpseln zu müssen. Natürlich unterstützt das 15 Ultra auch kabelloses Laden mit 80 Watt HyperCharge. Sogar Reverse Charging ist möglich.
Der Akku ist sehr groß und dankt das mit Laufzeiten von 2 bis 3 Tagen. Kabelloses als auch Kabel gebundenes Laden ist möglich, wenngleich es seine Zeit trotz 90-Watt-Netzteil braucht. Das Xiaomi in Deutschland kein Netzteil dazu packt finde ich persönlich unakzeptabel. Denn ein 90-W-HyperCharge-Netzteil haben die Wenigsten zuhause.
Wer sich also für den Import entscheidet muss auf Android Auto, Discover, Google Standortverlauf und der WearOS-App verzichten. Außerdem müsst Ihr Euer Smartphone einmalig von einer Menge an chinesischen Anwendungen befreien und könnt kein eSIM betreiben. Die Systemsprache ist ausschließlich in Chinesischer oder Englischer Sprache.
Merkwürdigerweise sind aber Google Gemini und einige andere Google-KI-Anwendungen wie Circle to Search vorinstalliert. Das wird dann beim Xiaomi 16 Ultra wahrscheinlich eher DeepSeek sein. Auch lassen sich die Google Dienste nachinstallieren, sodass Ihr weiterhin den Play Store, Gmail, Kalender und Kontakte nutzen könnt Auch Banking/Kreditkarten-Apps (Google Wallet) und Streamingdienste (Netflix/Amazon Prime) sind möglich. Und weil wir gerade drüber reden: Es gibt keine Einschränkungen in Sachen Netzfrequenzen.
Recht interessant ist, das in dem recht umfangreichen App-Angebot, dass Ihr bei der chinesischen Edition frei Haus bekommt, dass eine App zum Fernsteuern der Hifi-Geräte dabei ist. Also über den typischen Infrarot-Blaster auf der Oberseite. Doch die Oberseite (siehe Design & Verarbeitung) zieht blank. Meine Vermutung ist, da sich mein TV mit dem Xiaomi 15 Ultra fernsteuern lässt, das der Sensor im rückseitigen Kamera-Array untergebracht ist. Und nur zur Sicherheit: die vielen Anwendungen lassen sich deinstallieren.
Xiaomi gönnt Euch ein Jahr mehr bei seinem System- und Sicherheits-Update-Versprechen. Das ist okay aber noch immer unter Samsung und Google. Ungewöhnlich das auch das chinesische Modell auf Google-KI zurückgreift. Doch in diesem Testkapitel fällt vermutlich für Viele die Entscheidung zwischen China- oder Global-ROM.
| Datenblatt | |
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| Produkt |
Xiaomi 15 Ultra
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| Bild | |
| Display |
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| SoC |
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| Speicher |
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| OS |
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| Kameramodul |
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| Selfie-Kamera |
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| Akku Ladestandard |
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| IP-Zertifizierung |
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| Abmessungen und Gewicht |
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| Preise |
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Das Xiaomi 15 Ultra ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.500 Euro alles andere als preisgünstig. Demzufolge steigen auch die Ansprüche an ein solches Smartphone, wenn es nicht gerade vergoldet ist. Etwas schade fand ich den Aspekt des fehlenden 90-Watt-Netzteils in der globalen Version.
Ansonsten ist das Xiaomi 15 Ultra auch dieses Jahr ein echtes Kamera-Flaggschiff, das für Leute die etwas hochwertige Schnappschüsse unterwegs schießen wollen, genau das Richtige. Noch haben wir aber das Oppo Find X8 Ultra und das Vivo X200 Ultra nicht in der Mangel gehabt. Ich fürchte fast, das Vivo brennt hier mit seinen ZEISS-Linsen die Hütte ab.
Die restliche Verarbeitung des Xiaomi 15 Ultra ist wie immer auf höchstem Niveau. Auch das Chrom/Kunstleder-Design gefällt mir sehr gut, wenngleich es auch Stimmen gibt, die den Kunststoff bemängeln.
Das Display ist aus dem höchsten Regal und bereitet viel Freude. Auch der Akku – in unserem Fall der 6.000 mAh starke – lässt Euch das Aufladen regelrecht vergessen. Wenn dann aber doch, dauert es ein wenig trotz 90-Watt-HyperCharge.
Die Performance ist top, wenngleich im Extrem das Smartphone zu heiß wird und einfach runterfährt.
Als abschließendes Urteil muss ich die 1.500 Euro berücksichtigen, die Xiaomi von Euch haben will. Das ist schon eine Ansage, wenngleich durchaus gerechtfertigt. Auch wenn ich ein Optimum an Fotoqualität mir Wünsche, bei dem Preis wäre ich raus. Dann doch lieber das inzwischen deutlich preiswertere Xiaomi 14 Ultra. Schlussendlich müsst Ihr das entscheiden. Doch andere Töchter rufen inzwischen auch amtliche Preis weit über der 1.000-Euro-Marke auf.
Produktname: Xiaomi 15 Ultra
Marke: Xiaomi
Angebotspreis: 1.499,90
Währung: Euro
Verfügbarkeit: InStock
Angebots-URL: https://amzn.to/4jsiBki
Kurzfassung
1.500 Euro! Das muss man erstmal bereits sein, für ein Smartphone wo kein Apfel auf der Rückseite abgebildet ist, auszugeben. Versteht mich nicht verkehrt: Das Xiaomi 15 Ultra hat sich in allen Testkategorien bewährt. Und auch wenn der Preis durchaus gerechtfertigt ist, tue ich mich nach wie vor soviel Geld auszugeben. Dann doch lieber den Vorgänger, der bis auf die Akku-Kapazität und dem Prozessor nahezu gleichwertig ist.
Pro
Kontra
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Was haben alle mit dem Klappern. Ich habe das Gerät seit Releases. Da klappert gar nichts.
Das ist entweder ein Problem der China-Version oder einiger Geräte, die an Medien geliefert wurden.
Wenn du das Device ein wenig in der Hand hin und her schüttelst und dabei mit dem Ohr näher an die Kamera gehst, hörst du wie Blende des Objektives klappert.
Nichts gravierendes, aber erwähnenswert und lustig.