Android 4.4 KitKat: Hintergründe zur Namenswahl

Geschrieben von

Android 4.4 KitKat: Hintergründe zur Namenswahl

Gestern Abend lies Google eine halbe Bombe platzen, indem Android-Chef Sundar Pichai via Twitter einfach mal so die nächste größere Version von Android anteaserte: Android 4.4 wird es werden und auf den Beinamen KitKat hören. Und mittlerweile zeigt sich, dass es tatsächlich kein Scherz von Google ist sondern alles echt. Aber wie es eigentlich dazu kam, ist nicht gerade uninteressant.

Als die ersten News zur nächsten Android-Version die Runde machten, glaubte noch niemand so recht an die Echtheit des Beinamens KitKat, immerhin handelt es sich dabei um eine geschützte Markte des schweizerischen Lebensmittel-Konzerns Nestle. Kein Wunder also, das so mancher den Namen für einen groß angelegten Scherz von Google hielt aber dem ist nicht so. Wie die britische BBC herausgefunden hat, gehen die Ideen für den Namen KitKat bis Ende November 2012 zurück, als Google Direktor for Android Global Partnerships, John Lagerling ganz spontan die Idee mit KitKat bekam. Auf dem Mobile World Congress 2013 wurde die Idee schließlich zur beschlossenen Sache, als Patrice Bula, Executive Vice President of Marketing bei Nestlé, nach einem einstündigen Gespräch mit Google dem Vorhaben zustimmte.

Was allerdings wirklich überrascht an der ganze Sache ist die Tatsache, dass von keiner Seite irgendwelche Gelder fließen werden, um die Lizenzrechte zur Verwendung zu bekommen bzw. dass von der geschützten Marke überhaupt Gebrauch gemacht wird. Einzig und allein eine großangelegte PR-Aktion wird ein wenig Geld verschlingen, denn über 50 Millionen KitKat-Riegel in 19 verschiedenen Ländern werden den kleinen grünen Robert zur Zierde tragen, um auf ein Gewinnspiel mit Google als Partner zu werben. Der Hauptpreis ist natürlich das aktuelle Nexus 7 von ASUS, außerdem werden etliche Google Play Store Cards unter den Teilnehmern verlost.

 

Geheimniskrämerei und die Herkunft der Idee

Die Produktion der KitKat-Riegel begann bereits vor über 2 Monaten unter größter Geheimhaltung, damit die 50 Millionen Riegel rechtzeitig zur PR-Aktion von Nestlé und Google in den Regalen stehen können. Nicht einmal die Mitarbeiter von Google wussten davon Bescheid, Google-intern und mit Partnern war immer nur die Rede von Key Lime Pie, wie John Lagerling gestand. Auch wenn der endgültige Deal zwischen Google und Nestlé geschlossen wurde, musste der Internet-Konzern aus Mountain View zusätzlich den Lebensmittel-Produzenten Hershey mit ins Boot holen, denn Herschey produziert in Lizenz die KitKat-Riegel für den für Google und Android wichtigen US-Markt.

130904_4_1Der Beiname KitKat geht übrigens darauf zurück, dass die Schokoriegel lange Zeit die Lieblingssüßigkeit von Hiroshi Lockheimer, Vice President of Engineering gewesen ist. Das zeigte sich unter anderem dadurch, dass das KitKat-Logo vor einigen Jahren sein Avatar in Gmail gewesen ist. Seine Mitarbeiter tapezierten außerdem irgendwann im Jahre 2010 seine Bürotür mit der Verpackung Dutzender KitKats. Da sind wir jedenfalls mal gespannt, wie sich die Schoko-Story noch so weiterentwickeln wird.

[Quelle: BBC | via The Verge]

The following two tabs change content below.
Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Queen2612 schreibt:

    …die Welt hat jetzt die Wahl zwischen einem Schokoriegel,einem Apfel oder Kacheln.
    Bei längerem Konsum irgendwie alles nicht wirklich gesund.

    • Rudolf schreibt:

      Was ist an einem Apfel nicht gesund? Ich mein klar kann man davon nicht unendlich viele essen, aber normal ist ein Apfel doch gesund?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*


207 Abfragen in 0,459 Sekunden