Blackberry zieht sich aus Privatkundengeschäft zurück

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Blackberry zieht sich aus Privatkundengeschäft zurück

In den letzten Monaten und Jahren ist es für Blackberry stetig bergab gegangen, was Umsatz und Verkaufszahlen betrifft, da das Unternehmen sich vermutlich zu lange an alten Dingen festgehalten hat. Die teils krassen Fehlentscheidungen und Einschätzungen haben nun ihr Opfer gefordert: Blackberry zieht sich nach einem Milliardenverlust aus dem Privatkundengeschäft zurück.

Der kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry, ehemals RIM war mal einer der ganz Großen der Smartphone-Branche und eigentlich jedem im positiven Sinne bekannt. Heute kennt man Blackberry hauptsächlich wegen des Falls ähnlich Nokia, allerdings haben die Finnen sich mittlerweile wieder teilweise zurückarbeiten können. Der Blackberry-Konzern unter der Leitung des deutschen CEO Thorsten Heins hingegen hat das nicht geschafft, obwohl der Umstieg auf Blackberry OS 10 sehr ambitioniert und das System wirklich pfiffige Ideen vorweisen kann. Dennoch ist das Geschäft alles andere als gut gelaufen, zumal Thorsten Heins mit nicht gerade glaubwürdigen Behauptungen aufgefallen war.

 

Ein Trauerspiel mit (vorläufig) bitterem Ende

Lange Zeit galt Blackberry bzw. damals noch als Research in Motion (RIM) firmierend, als der Standard für einen erfolgreichen Geschäftsmann. Jedoch haben iPhone, Android-Geräte und die BYOD-Strategie (Bring Your Own Device) etlicher Unternehmen an der Beliebtheit Blackberrys gerüttelt und das zeigt sich in den jüngsten Quartalsergebnissen: Umsatz um die Hälfte eingebrochen gegenüber dem Vorquartal und ein Nettoverlust in Höhe einer knappen Milliarde US Dollar (990-995 Millionen US Dollar, um genau zu sein) sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Da ist die Entlassung von 4.500 Mitarbeiter über alle Abteilungen eine nicht mehr zu verhindernde Maßnahme.

Als weitere Konsequenz wird sich Blackberry daher aus dem Geschäft mit Privatkunden zurückziehen und sich künftig nur noch dem Geschäftskundenbereich und End-to-End-Lösungen aus Hardware, Software sowie Support widmen, wie Yahoo! Finance berichtet. Zusätzlich will man das eigenen Angebot an Geräten von derzeit 6 Modellen auf 4 kürzen, von denen zwei Highend und die anderen Zwei Low-End-Hardware bieten werden. Man darf daher gespannt sein, wo Blackberry in Zukunft stehen wird, nachdem das Privatkundengeschäft aufgegeben wurde. Zumal ja der Geschäftskundenmarkt Blackberry erst zu gemacht hatte, was sie mal waren.

Was das für die Zukunft des Blackberry Messengers, Blackberry Secure Work Space für Android oder dem Android App Player und dergleichen bedeutet, steht in den Sternen.

[Quellen: Yahoo! Finance | via AndroidAuthority]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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