CyanogenMod 13 bekommt „Geschützte Apps“-Funktion

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CyanogenMod 13 und Cyanogen OS 13

Datenschutz und Privatsphäre sind in den letzten beiden Jahren dank der NSA und dem GCHQ mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt, dem sich auch Steve Kondik und sein Team im CyanogenMod 13 nicht entziehen können. Denn das System der Berechtigungen für Apps führen die Entwickler der Firmware Alternative mit der Funktion „Geschützte Apps“ auf ein neues Level.

Erst am Wochenende haben wir uns mal etwas näher mit dem Thema Android, den Besitzrechten und dessen Open-Source-Charakter beschäftigt (zum Beitrag), wovon CyanogenMod mit der aktuellen Version CyanogenMod 13 auf Basis von Android 6.0 Marshmallow der wohl bekannte Vertreter sein dürfte.

Demnächst wird die neue Funktion namens „Geschützte Apps“ Einzug halten als fester Bestandteil der Custom ROM, womit der Zugriff auf ausgewählte Apps für Fremde erschwert wird. Kurzum: Ohne ein Passwort oder eine andere Methode zum Entsperren lassen sich die zuvor definierten Apps gar nicht erst öffnen.

App-Sicherheit für CyanogenMod 13

Dabei wollen sich die Entwickler nicht nur auf die nachträglich vom Nutzer installierten Apps beschränken, sondern auch System-Apps von CyanogenMod 13 mit einbeziehen. Anscheinend will man die Funktion sogar auf Ordner ausweiten, wobei vermutlich nur der CyanogenMod-eigene Launcher Trebuchet unterstützt werden dürfte. Es sei denn, in CyanogenMod 13 wird eine entsprechende API-Schnittstelle implementiert, auf welche andere prominente Homescreen-Alternativen wie Nova Launcher, Apex Launcher und andere zugreifen können.

Das Team hinter CyanogenMod denkt sogar soweit, dass die „geschützten Apps“ über jeden erdenklichen Weg vor deren Nutzung mit dem Passwort oder dem verknüpften Muster entsperrt werden müssen – egal ob sie aus dem App Drawer heraus gestartet werden, einem Ordner oder der Google Suche und selbst kontextuellen Links im Google Chrome Browser.

Man will dem Nutzer dabei die freie Wahl lassen, was er für eine Methode zum Sichern der Apps verwenden will: Ein Passwort, PIN, ein Entsperr-Muster wie im ASUS ZenUI Starter (zum Beitrag) oder per Fingerabdruck-Sensor. Wie man sich das Vorstellen darf hat CyanogenMod-Entwickler Adnan Begovic in einem kleinen Video an dieser Stelle bei Streamable festgehalten.


Leider gibt es noch keine Angaben wann das Team plant, die Neuerung in CyanogenMod 13 für die Allgemeinheit zu implementieren. Vermutlich wird es die „Geschützten Apps“ in einer der nächsten Nightly-Builds für die offiziell unterstützten Geräte geben, wobei traditionell die Nexus-Smartphones bei solchen Veränderungen den Anfang machen. Wenn man bedenkt, wie schnell das Team für gewöhnlich ist mit der Implementierung neuer Funktionen, dann könnte es schon in den nächsten Tagen die ersten Ergebnisse zu sehen geben.

Man kann sogar davon ausgehen, dass über kurz oder lang eine ähnliche Funktion mit mehr Möglichkeiten in der kommerziellen Version Cyanogen OS 13 Einzug halten könnte, welches unter anderem auf dem ZUK Z1 vorinstalliert ist sowie dem bq Aquaris X5, welches offiziell in Deutschland bei o2 Germany verkauft wird (zum Beitrag).

[Quelle: Adnan Begovic]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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