Dropbox Project Infinite verbindet die Cloud mit der lokaler Festplatte

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Dropbox Project Infinite

Cloud-Speicher wie Dropbox sind heutzutage für zahlreiche Nutzer einfach nicht mehr wegzudenken, da sie das Teilen von Daten ungemein erleichtern. Vor allem das Bereitstellen von Dokumenten, Fotos und andere Daten über verschiedene Geräte und Betriebssysteme hinweg ist äußerst beliebt. Dennoch gibt es reichlich Potential für Verbesserungen, wovon nun ein entscheidender Teil mit Project Infinite angegangen wird.

Nahezu jeder vernünftige Desktop-Client von Dropbox, Microsoft OneDrive, Google Drive, Box und was es nicht noch alles für Anbieter von Cloud-Speicher gibt, ermöglichen das selektive Synchronisieren der in der Cloud gespeicherten Daten. Insbesondere auf Notebooks und anderen mobilen Geräten mit sehr beschränktem Speicherplatz ist dies eine ungemein hilfreiche Funktion, welche Dropbox nun mit Project Infinite erheblich verbessert.

Wer schon immer wissen wollte was in der Cloud liegt, ohne diese synchronisieren zu müssen, wird begeistert sein.

Dropbox schafft neue Übersicht

Denn Project Infinite macht nichts anderes, als trotz selektierter Synchronisation die online gespeicherten Daten anzuzeigen. Natürlich nur als virtuelle Verknüpfung inklusive dem Dateinamen und nicht die jeweilige Datei selbst. Welche Dateien und Ordner in der Cloud liegen, wird mit einem kleinen Wolken-Symbol in der rechten unteren Ecke dargestellt, während offline verfügbare Daten wie gehabt mit einem grünen Haken dargestellt werden.

Will man eine der online abgelegten Daten in Dropbox doch auf dem eigenen Rechner haben, lässt sich die betreffende Datei oder gar der komplette Ordner per Rechtsklick und „Lokale Kopie speichern“ herunterladen. Alternativ kann man auch eine einzelne Datei ausführen, die dann bei einer aktiven Verbindung ins Internet logischerweise auch heruntergeladen wird.

Gezeigt hat das Unternehmen die neue Funktion für den Desktop-Client im Rahmen der Dropbox Open London Veranstaltung, wo das Unternehmen seinen Kunden auf dem europäischen Kontinent neue und zukunftsweisende Technologien vorstellt.

Wann das Feature kommt wollte Dropbox in der offiziellen Ankündigung nicht verraten. Denkbar wäre, dass zunächst nur zahlende Kunden mit einem Pro-Abo in den Genuss von Project Infinite kommen, da bei diesen zum Teil recht umfangreiche Team-Ordner und damit auch die selektive Synchronisation deutlich verbreiteter sein dürfte als bei anderen Nutzern.

Abgeschaut und neu aufgelegt

In jedem Fall ist Project Infinite ein interessanter Vorstoß, da Konkurrent Microsoft OneDrive exakt diese Funktion früher bereits beherrschte, aber aus unerfindlichen Gründen wieder gestrichen wurde. Es ist daher denkbar, dass OneDrive und irgendwann auch Google Drive auf den Zug aufspringen und selbst ein solches Update in ihre Desktop-Clients einbauen. Es wäre zumindest sehr begrüßenswert, da man so auf die Zwischenlösung über den Web-Browser und damit der Browser-Variante der Cloud-Speicher verzichten kann.

Das Spannende an Project Infinite ist aber auch die Freiheit der Plattformen. Will heißen, dass Nutzer unabhängig vom genutzten Betriebssystem von der neuen Erweiterung des Desktop-Clients Gebrauch machen und gemeinsam miteinander an Dokumenten arbeiten können. Egal ob Windows, Mac OS X oder Linux. Ob auch letzteres Betriebssystem die Erweiterung bekommt ist uns allerdings nicht bekannt – sollte aber aufgrund eines offiziellen Linux-Client.

[Quelle: Dropbox | via Caschys Blog]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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