NSA Abhörskandal: Handy der Bundeskanzlerin wurde abgehört

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NSA zapft Handy der Bundeskanzlerin an

Seit einigen Monaten beschäftigt die Medien ein ganz großes Thema, dessen Ausmaße nach wie vor nicht wirklich bekannt sind und daher besonders erschreckend ist: Der NSA Abhörskandal gegen Freund und Feind. Das die Sache noch lange nicht ausgestanden sein dürfte, zeigt das jüngste Beispiel mit deutscher Beteiligung: Das Handy der Bundeskanzlerin wurde direkt angezapft.

Als Edward J. Snowden, ehemaliger technischer Mitarbeiter und Systemadministrator in Diensten der CIA und NSA, löste im Mai diesen Jahres den wohl größten Spionage-Skandal der modernen Zeit aus. Kaum ein Monat vergeht ohne neue Enthüllungen über die NSA, deren Partner und neuen Dimensionen der Spionage in anderen Ländern. Selbst Freunde und Partner sind vor den neugierigen und überwachungswütigen US-Amerikanern nicht sicher, wie die neusten Enthüllungen zeigen. Ziel ist dieses Mal das Handy der Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen. Zumindest liegen der Bundesregierung entsprechende Hinweise vor, dass die NSA das Handy von Frau Merkel angezapft und direkt abgehört haben könnte, wie Regierungssprecher Steffen Seibert gestern mitgeteilt hat.

 

NSA und die Bundesregierung

Gestern hat Frau Merkel mit ihrem Amtskollegen Barack Obama telefoniert und sich sichtlich verärgert über diese Abhörmaßnahme seitens der USA geäußert. Mit anscheinend deutlichen Worten habe die Bundeskanzlerin solche Methoden, sollten sie der Wahrheit entsprechend komplett missbilligt und als völlig inakzeptabel betrachtet. Das durch die bisherigen Enthüllungen eh schon angeschlagene Verhältnis habe dadurch nur noch weiter zugenommen. Laut der Bundesregierung seien solche Aktionen unter Freunden und Partnern absolut fehl am Platz.

Man kann davon ausgehen, dass das Aufbegehren der Bundesregierung bei den US-Amerikanern mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen wurde und künftige Schnüffelversuche anderweitig vorgenommen werden. Schließlich waren unter anderem die Regierungen von Brasilien und Mexiko bereits Opfer der NSA. Stattdessen lässt die Enthüllung eine Frage aufkommen: Ist das aktuelle „Merkelphone“ doch nicht so sicher, wie es eigentlich sein müsste und in wie weit haben die USA aus den gewonnenen Erkenntnisse bereits nutzen ziehen können? Fragen über Fragen, deren Antwort wir entweder nie zu hören bekommen werden oder falls doch, durchaus beschönigendes PR-Gerede ohne Inhalt bzw. Folgen sein wird.

Gut möglich, dass die Chancen der Telekom mit dem SiMKo 3 als das nächste Smartphone für den Regierungseinsatz durch diesen Vorfall wieder sehr stark ansteigen könnten.

[Quelle: Heise Online]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Hmm… NSA & Co. nutzen lediglich die Möglichkeiten, die sich ihnen bieten.
    Der eigentliche Skandal ist doch das überteuerte angeblich abhörsichere Telefon der Kanzlerin und weiterer wichtiger Größen. Wieso wurde die technische Lösung nicht dahingehend untersucht? Wieso wurde überhaupt ein 08/15 cots-Produkt ausgewählt? Wieso entwickeln wir nicht selbst eine Lösung, oder sind deutsche Institute zu dämlich dazu?

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