OnePlus One in Zukunft ohne CyanogenMod Firmware

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OnePlus One

Über das OnePlus One gibt es viel Gutes aber auch mindestens genauso viel Schlechtes zu berichten. Ein Smartphone welches nicht zuletzt aufgrund seines fragwürdigen „Invite-Programm“ weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat, bietet aber auf der anderen Seite Technik auf höchsten Niveau zu einen unschlagbar günstigen Preis. Und dem ungeachtet hat es ab Werk eines der begehrtesten „Aftermarket“-Firmware-Distribution mit dem CyanogenMod 11S vorinstalliert. Ein ROM welches durch sein nahezu pures Android und vielen nützlichen Tweaks zu eines der begehrtesten am Markt gehört. Wie nun aber bekannt wurde will das noch junge Unternehmen OnePlus dies in Zukunft ändern. Vielmehr soll nun ein eigenes ROM her, wofür man auch den Umzug der gesamten Entwickler-Abteilung nach Taiwan plant.

Auf und ab des OnePlus One

Was hat das junge Unternehmen unter dem CEO und ehemaligen OPPO Vize Präsident Pete Lau, schon für Berg- und Talfahrten erlebt. Erinnern wir uns nur an die Aufgabe, um an eines der begehrten „Invites“ zum Kauf eines OnePlus One zu kommen, die mit der gefilmten Zerstörung seines Smartphones einher ging. Auch die immer wieder verschobenen Lieferzeiten des ersten Smartphones trugen nicht zu einem guten Namen bei. Doch auch hier gilt der alte Werbespruch: Auch Negativ-Werbung ist eine Form von Werbung! Und dieses Ziel hat das Unternehmen mit Sitz in Shenzhen vortrefflich erfüllt.

Das OnePlus One ist nach wie vor Begierde vieler potentieller Kunden, was sich nicht zuletzt aufgrund des günstigen Preises von 269 Euro für die 16 GB oder 299 Euro für die sage und schreibe 64 GB Version. Dies gepaart mit einer Snapdragon 801 Quad-Core-CPU, 3 GB RAM und einem 5,5 Zoll großem Full HD Corning Gorilla Glass 3 Display, sprechen Bände und lassen so manchen Kenner feuchte Augen bekommen. Spätestens bei dem bewusst werden dass als vorinstalliertes Betriebssystem das auf Android 4.4 KitKat basierende CyanogenMod 11S läuft ist man der Versuchung zum Kauf unterlegen.

CyanogenMod 11S ade

Doch genau hier soll laut Sina Tech in Zukunft ein Riegel vorgeschoben werden. Das komplette Software-Engineering-Team aus dem Hause OnePlus will nach Taiwan umziehen und ein eigenes ROM programmieren. Hatte man doch schon vor wenigen Tagen zu Verwunderung aller, im hauseigenen Forum die originale Android 4.4.4 KitKat Firmware zum Download und Installation angeboten (zum Download). Im Grunde beraubt sich das chinesische Unternehmen doch so eines der wichtigsten Kaufkriterien – einem ROM welches seit 2009 durch den Entwickler und Gründer Steve Kondik mit den CyanogenMod ROMs einen Namen für eine schlanke, schnelle und stabile Aftermarket-Firmware gemacht hat.

Eine durchaus plausible Begründung könnte aber sein, dass man mit dem Umzug nach Taiwan und dem geplanten Eigenproduktions-ROM, ähnlich wie der OnePlus One-Fertiger OPPO, ein für den asiatischen Markt separates ROM ausliefern möchte. Denn sowohl OPPO als auch OnePlus verwenden in China das ebenfalls auf Android basierende ColorOS für ihre Smartphones.

Ach ganz nebenbei bemerkt haben wir das OnePlus One natürlich „auch schon“ in der Redaktion – ihr könnt euch also in Kürze auf einen ausführlichen Testbericht freuen!

[Quelle: Sina Tech | via tabtech]

 

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

Ein Kommentar

  1. roberto schreibt:

    Das Problem an der Sache ist, dass OnePlusOne keinen Service für Fehlerbehebung anbieten kann. Auch die Frage, wo denn die Daten gespeichert werden, muss man ausweichen und sagen, daß sie bei CM in XY auf deren Servern liegen. Das trägt nicht zur Vertrauensbildung bei.

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