Projekt White Glove: So ködert Samsung seine Stars

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Samsung und Projekt White Glove

Jeder hat bestimmt schon die Samsung-Aktionen mit bekannten Stars und Sternchen gesehen, die sich der südkoreanische Konzern auf eine interessante Weise mit Projekt White Glove schnappt. Denn anstatt einfach nur das Scheckheft zu zücken und eine Zahl mit vielen Nullen drauf zu schreiben, geht Samsung die Sache ein wenig cleverer an.

Viele Unternehmen tummeln sich in vielen Märkten, sodass eine ziemlich große Konkurrenz zueinander herrscht. Da aus der Masse hervorzustechen ist nicht immer ein einfaches Unterfangen, auch wenn man richtig gute Produkte anbietet. Einen ziemlich wichtigen Einfluss auf den potentiellen Erfolg nimmt die PR-Abteilung, die versucht die eigenen Produkte in einem möglichst guten Licht dastehen zu lassen. Deswegen haben manche PR-Abteilungen ein riesiges Budget zur Verfügung, um allerlei Werbe-Aktionen zu planen und durchzuführen. Ein ganz großer Big Player in diesem Geschäft ist Samsung, mit einem entsprechend Milliardenschweren Budget.

 

Der Ansatz von Projekt White Glove…

Allerdings zückt Samsung bei seinen Werbe-Figuren nicht immer nur das Scheckheft, um die begehrten Stars für seine Marketing-Kampagnen einstellen zu können. Vielmehr geht der Konzern ein wenig geschickter an die Sache heran, wie Fast Company berichtet. Das Ganze läuft unter dem Projektnamen White Glove und hat ziemlich viel mit Party-Machen zu tun. Party-Machen der Reichen und Schönen, wenn man so will. Wie clever Projekt White Glove allerdings ist, wird am Beispiel von Dana Brunetti erklärt, Chef von Trigger Street Productions (The Social Network oder House of Cards).

Als Brunetti auf einer Party seines Freundes Steve Shaw – übrigens im Rahmen von Projekt White Glove veranstaltet – ankam, drückte ein Samsung-Repräsentant dem glühenden iPhone-Verfechter ein Galaxy S3 in seine Hand. Dieses war auf seine Karriere zugeschnitten und hatte ein Hintergrundbild mit seinem Namen, somit ein ziemlich persönliches Geschenk. Wie die meisten Anwesenden nahm er das Geschenk freundlich an, lies es sich erklären und dachte sich, dass er spätestens nach dem Dinner zu seinem iPhone zurückkehren würde.

 

…und sein Ergebnis

Einen Monat später zeigte Projekt White Glove seine Wirkung, nachdem Brunetti das Galaxy S3 und sein iPhone einen Monat lang parallel nutzte. Die Form gepaart mit den Funktionen von Android gefielen Brunetti dermaßen, dass er kurzerhand das iPhone zur Seite legte und nur noch das geschenkte Galaxy S3 zu nutzen begann. Damit hat Projekt White Glove sein Ziel erreicht und einen weiteren begeisterten VIP-Kunden generiert.

Eine ziemlich geschickte Masche, die Samsung da mit Projekt White Glove ins Leben gerufen hat. Anstatt Stars und andere bekannte Persönlichkeiten mit Geld regelrecht zuzuschütten, setzt man bei Samsung lieber auf die selbst erlebte Erfahrung der „Testpersonen“, weshalb in den Werbeclips von Samsung mit Jay-Z, LeBron James oder Martha Stewart immer wieder Samsung-Geräte zu sehen sind. Und genau das ist ja auch der Sinn und Zweck von Projekt White Glove: Die Stars von den eigenen Produkten überzeugen, sodass diese von Paparazzi auf offener Straße fotografiert werden. Bessere Werbung kann es kaum geben.

[Quelle: MobileGeeks]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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