[Test] Sony Xperia Z1 Compact – Klein, schnell und böse!

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Sony Xperia Z1 Compact

Zuletzt brachte der japanische Smartphone-Hersteller Sony mit dem Xperia Z1 ein richtig gutes Smartphone auf den Markt, dass in Form des Xperia Z1 Compact auf eine handlichere Größe geschrumpft wurde. Allerdings hebt sich das Mini-Sony vom Rest der Konkurrenz ab: Technisch ist es alles andere als Mini, wie unser Test zeigt.

Sony Xperia Z1 Compact TestDas Xperia Z1 ist das absolute und unangefochtene Flaggschiff des japanischen Konzerns Sony, dass nun auch seien Mini-Variante bekommen hat. Samsung hat vorletztes Jahr damit angefangen, HTC machte mit und selbst ZTE ist auf den Zug mit den Mini.Versionen aufgesprungen. Allerdings teilen all diese Unternehmen sich eine Sache und das ist die wortwörtliche Bezeichnung Mini: Nicht nur die Größe, auch die verbaute Technik ist verglichen mit dem jeweiligen Original mini. Daher geht Sony bei seinem Mini-Smartphone einen anderen Weg, der den Unterschied zur Konkurrenz verdeutlicht. Das Xperia Z1 Compact ist in der Tat ein waschechtes Xperia Z1 nur in kompakter Größe und damit mehr als nur eindeutig das Flaggschiff der Smartphone-Minis.

 

Technische Daten des Sony Xperia Z1 Compact

Technische Daten

Sony Xperia Z1

Prozessor

Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore mit 2,2 GHz
GPU: Adreno 330

Betriebssystem

Android 4.3 Jelly Bean mit Xperia Launcher

Interner Speicher

16 GB Interner Speicher
Micro SD Slot

RAM

2 GB

Modellbezeichnung

D5503

Display

4,3″ HD Triluminos Display mit 1.280 x 720 Pixel
mit Dragontail Glass

Anschlüsse

MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss

Sensoren

Accelerometer, Proximity und Licht

Abmessungen (HxBxT mm)

127 x 64,9 x 9,5 mm

Gewicht

137 Gramm

Gehäusematerial

Aluminium/Glass

Kamera

20,7 Megapixel Kamera mit Sony G Lens Linse, 2,1 Megapixel Frontkamera

Internet

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/900/1.800/2.100/2.600 MHz) + WLAN a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 HS BLE

Akkutyp

Fest verbauter Li-Ion

Kapazität

3,8 V/2.300 mAh

Gesprächszeit

bis zu 18 Std.

Standby-Zeit

bis zu 670 Std.

Netz

GSM 850/900/1800/1900, UMTS 850/900/1700/1900/2100 MHz

Preis

UVP 499,- Euro (aktuell ab 499 Euro Stand 16/02/14)
Besonderheit LED, NFC, DLNA, MHL, ANT+, Wasserdicht nach IP55/58, Playstation Dualshock Controller kompatibel

 

Zubehör

Das Xperia Z1 Compact wird Sony-typisch in einer quadratischen aber sehr stabilen Pappschachtel geliefert. Neben dem Smartphone befindet sich das übliche an Zubehör in dem Karton, was da wären ein Kabel-Headset mit drei verschiedenen Aufsätzen, ein USB-Datenkabel, ein USB-Steckdosen-Adapter und ein gedrucktes Handbuch in Kurzform. Weiteres Zubehör gibt es nicht, es sei denn man kauft ein Bundle.

 

Verarbeitung

Sony Xperia Z1 Compact TestDa das Xperia Z1 Compact die miniaturisierte Ausgabe des Flaggschiff-Smartphones Xperia Z1 (zum Test) ist, stimmt neben der Leistung auch die Verarbeitung und die Materialien. Nahezu alles wirkt sehr hochwertig, unter anderem der vom großen Zwilling übernommene Gehäuse-Rahmen aus Aluminium. Die Frontseite des Xperia Z1 Compact nimmt das Dragontail-Glas-Panel ein, dass das Smartphone vor Kratzern und anderen Gefahren schützen soll. Wie bei den meisten Sony-Smartphones hat auch das Xperia Z1 Compact eine Display-Folie erhalten, die ihren Zweck hat: Im Fall eines Glasbruchs die Splitter an Ort und Stelle zu halten, um etwaige Verletzungen bestmöglich vorbeugen zu können. Die Folie selbst ist eigentlich nur bei ganz genauer Betrachtung auszumachen, kann mit ein wenig Fummel-Arbeit allerdings auch entfernt werden.

Die Rückseite ist anders als beim Xperia Z1 keine Glasscheibe, spätestens beim Draufklopfen wird das „hörbar“. Sony setzt auf Kunststoff mit einem Hochglanz-Finish, um die Wertigkeit zu erhöhen. Auf der anderen Seite spart das wiederum ein wenig an Gewicht ein, denn mit 140 Gramm ist das kleine Z1 nicht gerade als Fliegengewicht zu bezeichnen. Ansonsten ist auf der Rückseite neben den Logos für NFC, Sony und Xperia nur noch die Aussparung der Kamera-Linse zu sehen. Diese nimmt Fotos mit denselben 20,7 Megapixel auf wie das Original aber dazu später mehr.

Im Metall-Rahmen eingelassen ist auf der rechten Gehäuse-Seite die Sony-typisch markante Power-Taste aus kühlem Metall sowie die Lautstärke-Wippe. Diese ist jedoch aus Kunststoff, ebenso die sehr willkommene physische Kamera-Taste mit mehrfachem Druckpunkt. Auf der gegenüberliegenden linken Gehäuse-Seite befinden sich sämtlichste Anschlüsse, die hinter bis zu einem gewissen Grad Staub- und Wasserdichten Klappen stecken. Die unterste Klappe beherbergt den SIM-Schlitten für die MicroSIM. Darüber befinden sich die Pogo-Pins für die separate erhältliche Dockingstation von Sony. Weiter geht es mit dem Slot für bis zu 64 GB große MicroSD-Speicherkarten und den Abschluss bildet der MicroUSB-Port, über welchen das Xperia Z1 Compact geladen und mit Daten gefüttert werden kann.

Die Schutzklappen sind allerdings nicht ganz ohne Grund vorhanden: Wie einige andere Top-Modelle der Japaner ist auch das Xperia Z1 Compact nach den Schutzklassen IP55 und IP58 zertifiziert. Damit ist das Smartphone für den Wassereinsatz tauglich, bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter Wassertiefe. Allerdings mit der Einschränkung auf Süßwasser. Salz- und Chlorwasser sowie Wasser mit jeglichen anderen chemischen Zusätzen ist davon ausgeschlossen und nicht von der Garantie abgedeckt.

Display

Sony Xperia Z1 Compact TestDas Xperia Z1 Compact ist zwar das kleine Gegenstück zum Xperia Z1 aber technisch ist es eines der ganz Großen. Die eine oder andere Einschränkung gibt es dennoch, aber die ist alles andere als nachteilig. Dazu gehört das 4,3 Zoll große Display mit Triluminos-Technologie, dass mit 1.280 x 720 Pixel nicht an die FullHD-Auflösung des großen Zwillings heranreicht. Dennoch ist die 720p-Auflösung mit 341 PPI mehr als ausreichend für seine Größe, das sind gerade mal knapp 100 PPI weniger im Vergleich zum FullHD-Display des Xperia Z1. Das macht sich nicht zuletzt bemerkbar beim Stromverbrauch, denn dieser fällt niedriger aus durch die weniger anzusteuernden Pixel.

In Sachen Farbwiedergabe hat Sony bei dem Display des Xperia Z1 Compact deutliche Schritte nach Vorne gemacht. Betrachtungswinkel, Farben und Helligkeit wissen zu überzeugen, selbst Weiß und Schwarz sind besser als beim großen Bruder. Insbesondere von der Seite macht sich das Display richtig gut, wo die Helligkeit und Farbtreue kaum noch nachlässt. Man kann dem Xperia Z1 Compact also das bessere Display bestätigen im Vergleich zum, Xperia Z1.

 

CPU & GPU

Sony Xperia Z1 Compact TestEin Premium-Smartphone braucht den besten aktuell erhältlichen Prozessor, was aktuell der Snapdragon 800 Quad-Core von Qualcomm ist. Und genau dieser Smartphone-Prozessor mit seinen vier bis zu 2,2 GHz schnellen Kernen treibt das Xperia Z1 Compact zu Bestleistungen, die sich vor der übrigen Oberklasse bei Leibe nicht verstecken müssen. Über 34.000 Punkte im AnTuTu Benchmark sprechen eindeutig für die Leistungsfähigkeit, die sich in einer jederzeit flüssigen Bedienung ohne den kleinsten Ruckler zeigt. Ganz anders als die anderen Mini-Smartphones, die bestenfalls einen Snapdragon 400 besitzen. Dieser ist zwar auch nicht von schlechten Eltern aber an einen Snapdragon 800 kommen diese Dual-Core-Prozessoren dennoch nicht heran. Dementsprechend ist für die Grafik eine Adreno 330 GPU zuständig, die nahezu jedes Spiel ohne zu Murren auf das Display zaubert. Egal was, das Xperia Z1 Compact packt jedes Spiel darzustellen.

Die Wärme-Entwicklung hat Sony auch erfreulich gut in den Griff bekommen, das Smartphone wird nicht unerfreulich heiß bei richtig großer Beanspruchung. Bei der Leistung in dieser kleinen Verpackung schon eine tolle Leistung.

 

Akku

Sony Xperia Z1 Compact TestEin großes Smartphone kann auch einen großen Akku aufnehmen. Da das Xperia Z1 Compact jedoch etwas kleiner ist als das Xperia Z1, muss dementsprechend auch der Akku mitschrumpfen. Anstatt der 3.000 mAh des großen Z1 hat das Xperia Z1 Compact „nur“ 2.300 mAh Akku-Kapazität. In Kombination mit dem 720p-Display, dem Snapdragon 800 und den Energiespar-Optionen von Sony ist recht ordentlich was drin. Volle Google-Synchronisation, WhatsApp, ein wenig Surfen, Skypen und fast ständiger Bluetooth-Verbindung zur SmartWatch 2 machen einen ganzen Arbeitstag durch, mit entsprechenden Einstellungen sogar gut und gerne einen halben Tag zusätzlich.

Der Stamina-Modus ist auch bei diesem Sony-Smartphone wieder vorhanden, der mit diversen Einstellungen und Optimierungen noch einiges mehr aus dem Akku herausholen kann. Allerdings sind die kalkulierten Laufzeiten nicht ernst zu nehmen, auch wenn der Stamina-Modus spürbar etwas bringt. Dieser Modus deaktiviert beispielsweise einige Apps im Standby und startet diese wieder, sobald das Display eingeschaltet wird.

 

Konnektivität

Sony Xperia Z1 Compact TestDas Xperia Z1 Compact erhebt den Anspruch auf geschrumpfte Oberklasse und das zeigt sich auch in den Verbindungsmöglichkeiten mit der Außenwelt. Das verbaute LTE-Modem von Qualcomm unterstützt LTE-A, dass bei entsprechendem Vertrag und verfügbarer Netzabdeckung bis zu 150 Mbit pro Sekunde im Download ermöglicht. Leider ist das nicht immer gegeben und die deutschen Provider arbeiten am stetigen Ausbau ihrer Netze aber bis wir einen Zustand wie in Südkorea haben, wo LTE selbst durchgehend im Zug verfügbar ist, werden noch etliche Jahre vergehen. Wenn LTE mal nicht zur Verfügung stehen sollte, greift das Xperia Z1 Compact auf HSPA+ mit bis zu 42 Mbit pro Sekunde zurück und das ist auch noch ziemlich flott.

Verbindung zum heimischen WLAN-Netz erfolgt mit einer Dualband-Antenne, die in den Frequenzen von 2,4 und 5 GHz funkt, nach dem WLAN 802.11-ac-Standard. Heißt das theoretisch bis zu 1.300 Mbit pro Sekunde durch die Luft schwirren, wobei es real technisch und baulich bedingt nur ein Bruchteil ist. Für das Streamen von Medieninhalten im heimischen Netzwerk reicht es dennoch mehr dicke als. Das WiFi Direct für den Austausch von richtig großen Daten ebenso genutzt werden kann, versteht sich fast schon von selbst.

Weiterhin ist das Energiesparende Bluetooth 4.0 verbaut, was entsprechendes Zubehör und andere Dinge ermöglicht. Bestes Beispiel ist eine SmartWatch als erweitertes Display für Benachrichtigungen aller Art, was hervorragend funktioniert. Oder ein Bluetooth-Headset für den Musikgenuss auf dem Arbeitsweg. Selbst Dualshock-Controller der Playstation 3 sind über die „Xperia Konnektivität“ nutzbar, wodurch das Xperia Z1 Compact zur großen kleinen Unterhaltungsmaschine mutiert.

Das Koppeln von Zubehör geht zudem besonders schnell und unkompliziert von der Hand, wenn das betreffende Gerät NFC unterstützt. In diesem Fall einfach das Xperia Z1 Compact an die Stelle halten, schon wird die Verbindung unkompliziert und ohne PIN-Eingabe aufgebaut. Klappt sowohl mit einer SmartWatch 2 von Sony als auch dem Kamera-Objektiv DSC-QX10. Ebenso unproblematisch ist das Herstellen einer GPS-Verbindung, zusätzlich unterstützt vom russischen GLONASS-System.

 

Multimedia

Sony Xperia Z1 Compact TestDas Xperia Z1 Compact steht in der besten Tradition zum Xperia Z1 und das heißt vor allem eines: Die mit brachialen 20,7 Megapixel auflösende Kamera auf der Rückseite. Heißt im Klartext, dass derselbe 1/2,3″ große Exmor RS Sensor gepaart mit dem BIONZ-Bildprozessor und dem G-Lens-Objektiv mit f/2.0 Blende verbaut ist. Auch wenn die Vorteile des Xperia Z1 verbaut werden, kommen dieselben Nachteile zum Tragen und das ist in erster Linie die tatsächlich nutzbare Auflösung. Denn die vollen 20,7 Megapixel werden nur im 4:3-Format nutzbar, während es im klassischen und dominierenden 16:9-Format nur 8 Megapixel sind. Letztere Auflösung ist zudem die Standard-Auflösung der Kamera, was unter anderem im „Überlegene Automatik“-Modus der Fall ist. Dieser Modus kümmert sich um alle Foto-relevanten Einstellungen wie Weißabgleich und Belichtung. Für die meisten Situationen reicht dieser Modus vollkommen aus.

Selbst bei eher schwachen Lichtverhältnissen macht die Kamera des Xperia Z1 Compact noch klasse Bilder, zumindest im Vergleich mit der Konkurrenz. Was es ebenfalls von der Konkurrenz deutlich abhebt ist die Möglichkeit von Unterwasseraufnahmen. In solchen Fällen kommt die physische Kamera-Taste ganz besonders zum Tragen, die übrigens die Kamera aus jeder Anwendung heraus starten kann bei zwei Sekunden Gedrückthaltens. Wirklich ambitionierte Fotografen werden dennoch mit dem manuellen Modus und den Parametern für Weißabgleich, Belichtung, Szenenwahl und Blitz arbeiten wollen. Oder man fotografiert in einem der anderen voreingestellten Modi:

  • Überlegene Automatik: Die Software bestimmt alle Aufnahme-Parameter automatisch
  • Manuell: Erlaubt Einfluss auf einige Parameter wie Weißabgleich oder Auflösung
  • Info-eye: Gebäude, Gemälde, Texte oder Gegenstände fotografieren und Informationen dazu aus dem Internet suchen lassen
  • Social live: Live-Streaming eines Videos auf den eigenen Facebook-Account, inklusive Live-Chat
  • Timeshift-Bildfolge: Nimmt bis zu 61 Bilder in einer Sekunde auf und lässt das Beste darauf auswählen
  • AR-Effekt: Augmented-Reality-Szenen für einzigartige Aufnahmen
  • Bildeffekt: Verschiedene Filter auf die Aufnahmen anwenden
  • Schwenk-Panorama: Panorama-Fotografie

Videos werden mit FullHD bei guten 30 Frames pro Sekunde aufgenommen, die mit knapp 17,5 Mbit nicht allzu hochwertig ausfallen. Dennoch ist die Bildqualität selbst bei schnelleren Schwenks erfreulich gut, die berühmt-berüchtigten Tearing-Effekte fallen kaum auf. Dennoch sind Artefakte nicht gänzlich zu vermeiden, was inbesondere an Wolken bei Aufnahmen des Himmels auffällt. Einzig der Autofokus dürfte ruhig etwas seltener aktiv werden aber ansonsten kann man die Videos des Xperia Z1 Compact als ziemlich gut einstufen. Kurz, die Kamera steht der des Xperia Z1 in eigentlich Nichts nach, sowohl im Guten wie auch im Schlechten.

Sony Xperia Z1 Compact TestDasselbe gilt für die Audio-Qualitäten, was Lautsprecher und Kopfhörer betrifft. Musik klingt sehr ausgewogen, selbst was Höhen und Bass betrifft. Das dürfte nicht zuletzt mit an der Walkman-App liegen, die Sony mit einem sehr guten und feinfühlig einstellbaren Equalizer ausstattet. Die Clrea-Audio+ Technologie leistet hier wirklich sehr gute Arbeit, was es gerade für Musikliebhaber interessant macht. Zumal das Xperia Z1 Compact auch ziemlich kompakt ist für ein Top-Smartphone der Oberklasse. Dennoch taugt der Lautsprecher nicht wirklich zur Partybeschallung, dazu ist er letzten Endes dann doch viel zu blechern.

Zu was die Kamera taugt, zeigt euch das übliche Testfoto im Vergleich zur Sony SmartShot QX10, der Canon EOS 600D und dem LG G2:

Allerdings sollte beim exzessiven Gebrauch der Kamera dringen eine MicroSD-Speicherkarte genutzt werden, da mit gerade mal 16 GB der interne Speicher nicht allzu groß ausfällt. Zwar sind gute 11,8 GB frei nutzbar aber dennoch reicht dieser nicht allzu lange aus. Erst Recht wenn das Xperia Z1 Compact als FullHD-Camcorder gebraucht wird, was inbesondere im Urlaub der Fall sein dürfte. Oder bei Familienfesten und Ausflügen mit der Familie, da kann das eine oder andere GB an Fotos und Videos anfallen.

 

Software

Sony Xperia Z1 Compact TestAls Betriebssystem ist Android 4.3 Jelly Bean vorinstalliert, dass Sony wie üblich mit einer nicht zu aufdringlich angepassten Oberfläche erweitert. Ein Update auf Android 4.4 KitKat sollte allerdings nicht allzu lange auf sich Warten lassen. Jedenfalls setzt Sony auch hier wieder auf die hellere Erscheinung im Vergleich zum Vanilla-Android, wie es unter anderem auf den Nexus-Geräte von Google eingesetzt wird. Dennoch hält sich Sony in Sachen „angepasster Oberfläche“ erfreulich zurück, die Xperia-Oberfläche wirkt zu keiner Zeit aufdringlich oder besonders bunt.

Den App Drawer hat Sony hingegen etwas stärker umgekrempelt, was sich im Aussehen und der Anpassbarkeit zeigt. Standardmäßig werden alle Apps in der von Sony festgelegten „Eigene Sortierung“ anzeigt, die sich auf die meistgenutzten Apps und eine alphabetische Sortierung umstellen lässt. Bei beiden Alternativen wird die Anzahl der verfügbaren Apps angezeigt, die sich durch einen Wisch ans linke Ende erreichen lässt. In dieser Sidebar kann zudem eine bestimmte Anwendung im App Drawer gesucht werden, was sich insbesondere bei weit über 50 Apps als sehr hilfreiche Option entpuppt.

Widgets sind über ein Gedrückthalten des Homescreens zu erreichen, ebenso eine umfangreiche Palette an Optionen zur Anpassung des Xperia Z1 Compact. Dazu zählt neben dem Hinzufügen von Widgets sowie dem Hinzufügen und Entfernen von Homescreen-Seiten der Hintergrund und sogenannte Designs. Dabei handelt es sich um Themen, die aus Hintergrundbild für Homescreen und Sperrbildschirm bestehen als auch der Akzentfarbe des Systems allgemein. Wem die vorinstallierten Designs nicht ausreichen, der kann weitere Designs von Sony Select beziehen, was wiederum lediglich in den Google Play Store weiterleitet.

Sony Xperia Z1 Compact TestEbenfalls Sony-eigen sind die Mini-Apps, die sich aus dem Task-Manager heraus aufrufen lassen. Vorinstalliert sind Mini-Apps für den Browser (eigentlich nur die Lesezeichen-Sammlung), Notizen, ein Taschenrechner, der Recorder und ein Timer. Weiterhin sind für Google-Dienste eine Terminübersicht, die Chrome-Lesezeichen und der Gmail-Posteingang vorinstalliert. Die Mini-Apps selbst sind nicht auf eine gleichzeitig aktive App beschränkt, wobei das angesichts des kleinen Displays und der damit zwangsweise eher geringen Übersichtlichkeit von sich aus beschränkt. Die Small Apps genannten Mini-Apps lassen sich umbenennen, deinstallieren und auch wieder durch weitere Apps von Sony Select erweitern. Sehr interessantes Feature ist die Möglichkeit, das Lieblings-Widget in eine Small App zu verwandeln. Tolle und bisweilen auch echt nützliche Spielerei, die mit Small Apps aus dem Play Store um Einheitenrechner, Währungsrechner, Taschenlampe, Kontakte, Real Time Taskmanager und was nicht noch alles erweitern lässt.

Auch der Notification Drawer hat von Sony eine kleine Überarbeitung erhalten, was sich auf bis zu 10 einstellbare Shortcuts zu diversen Einstellungen äußert. WLAN, GPS, Bluetooth, Helligkeit, LTE und so weiter kann dort eingerichtet werden. Dabei handelt es sich allerdings nur um Schalter, ein lange Gedrückthalten der Schalter führt nicht wie bei manch anderen Herstellern zu den Einstellungen der jeweiligen Funktion. Eigentlich schade, denn das wäre ein Plus an Komfort und würde das langwierige Suchen so mancher Optionen gehörig erleichtern.

 

Fazit vom Sony Xperia Z1 Compact

Sony Xperia Z1 Compact TestAm Ende lässt sich sagen, dass das Xperia Z1 Compact das einzige Mini-Smartphone ist, dass den Namen seines großen Vorbild zu Recht tragen darf. Technik, Leistung und Features stimmen fast komplett überein zum Xperia Z1 und das macht das Xperia Z1 Compact zu einem echt kleinen und richtig giftigen Biest. Insofern kann es nur bedingt mit der Konkurrenz in Form eines Samsung Galaxy S4 Mini, HTC One Mini und so weiter verglichen werden, zumal mit 499 Euro UVP der Preis deutlich höher liegt. Aber dafür gibt es halt auch ungemein mehr an Technik und das in einem verdammt kompakten Gehäuse. Daher kann man Sony attestieren, dass das Xperia Z1 Compact der eigentliche iPhone-Gegner ist, den die Branche bzw. der Journalismus schon so lange immer wieder prophezeit. Eigentlich gibt es keinen echten Nachteil an dem Gerät

 

Wertung
Geschwindigkeit 5/5
Display 5/5
Funktionalität 4/5
Verarbeitung 5/5
Preis 5/5

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Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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