Vodafone will Erster sein bei Joyn

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Lange Zeit war es die Melkkuh der Netzprovider schlechthin, doch seit es Apps wie WhatsApp und andere Messenger gibt und die Preise für Datenflatrates auf ein angenehmes Niveau gesunken sind, hat es die klassische SMS schwer. Der Nachfolger oder vielmehr die Erweiterung MMS konnte isch nie so recht durchsetzen, nicht zuletzt aufgrund des hohen Preises einer MMS. Mit Joyn soll sich das ändern und Vodafone will den Dienst bereits ab Mai anbieten.

So sollen laut Reuters schon Anfang Mai erste Geräte mit Unterstützung für Joyn bei dem Roten Riesen herauskommen, welche das sind hat das Unternehmen noch nicht verraten. Als sicher gilt jedoch ein Update für das sehr erfolgreiche Galaxy S II, mit dem der Dienst dann auch genutzt werden kann, da dieses Modell zur Demonstration der Features und Funktionsweise von Joyn, auch RCS-e genannt, genutzt wurde.

Mit Joyn soll die antiquiere SMS ersetzt werden und die Netzbetreiber wieder mehr mitverdienen am gestiegenen Datenaufkommen durch Messenger und Co., denn nichts anderes ist Joyn letzten Endes: Der Nutzer kann Bilder, Audio- und Videodateien versenden neben Text und Smilies. Allerdings hat Joyn auch gewisse Vorteile, wie zum Beispiel die nahtlose Integration in das System und die Kommunikation egal von welcher Plattform aus. Zudem soll Joyn in der Lage sein, schlechte Netzbedingungen zu erkennen und blendet so zum Beispiel die Taste für Videotelefonie bei EDGE oder GSM aus. Zudem kann man einfach von Textchat zu Videochat und umgekehrt, sowie Videochat zum Anruf und umgekehrt wechseln, sofern das Netz es zulässt.

Joyn wurde Anfang Februar auf dem Mobile World Congress 2012 in Barcelona das erste Mal vom internationalen Mobilfunkverband GSMA unter dem Arbeitstitel RCS-e vorgestellt. Neben zahlreichen Hardwareherstellern ziehen vor allem die Netzbetreiber mit, hierzulande die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica o2. ePlus will den Markt und die „Kundenrelevanz“ erst noch prüfen. Die Rolle des Vorreiters bei dieser Technologie haben bisher vor allem die spanischen Netzbetreiber eingenommen. Es bleibt allerdings fraglich, ob die Bündelung des Dienstes mit den jeweiligen Datentarifen der Provider zum erhofften Erfolg führen wird, sind die kostenlosen Dienste wie Google Talk oder WhatsApp recht beliebt.

[Quelle: Heise.de]
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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

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