Das war der Apple Event im September 2020

Gestern Abend 19:00 Uhr deutscher Zeit gab es einen typischen Apple Event im September, der dann aber doch untypisch war. Nicht wegen COVID-19 und den fehlenden Zuschauern, sondern vielmehr wegen der fehlenden Apple iPhone 12 Serie. Denn die gab es wie von einigen im Vorfeld prognostiziert nicht. Dafür aber eine Apple Watch Series 6, eine Apple Watch SE, sowie zwei Apple iPads mit dem iPad Air 4 und dem iPad der 8 Generation (2020).

Apple iPad (2020)

Nachdem es allen Anschein nach keine neuen iPads Mini bei Apple mehr gibt, ist das nun vorgestellte 10,2 Zoll große iPad der 8. Generation das kleinste Tablet im Sortiment. Die Verbesserungen zum Vorgänger halten sich in Grenzen. Allen voran sei der neue Apple A12 Bionic-Chip gemeinsam mit der Neural Engine für KI-Arbeiten genannt. Gehäuse-Maße und Design sind zum Vorgänger identisch, weswegen auch das Zubehör wie das Smart Keyboard und der Apple Pen (1. Generation) weiterhin funktionieren. Ausgeliefert wird ab einen Preis von 369,40 Euro (32 GB) ab kommenden Freitag den 18. September. Weitere Optionen sind 128 GB Speicher für 466,90 Euro und die Cellular-Versionen (SIM-Karte) für 505,90 Euro (32 GB), sowie 603,35 Euro (128 GB). Wählen kann der potentielle Kunden aus den Farben Silber, Space Grau und Gold.

Apple iPad Air 4

Weiter geht es mit dem Apple iPad Air 4. Hier gibt es nicht nur mit Space Grau, Silber, Roségold, Grün und Sky Blau mehr Farben, auch das Design ist nun deutlich kantiger. Die Basis bietet praktisch das „alte“ iPad Pro aus 2018. Der Home-Butten verschwindet und dafür genießt der Nutzer das 10,9 Zoll große Display (2.360 x 1.640 Pixel) mit deutlich weniger Rand. Dafür keine 120 Hertz-Unterstützung. Der Fingerabdruck-Sensor mit dem Namen „Touch ID“ ist nun in den rechts oben liegenden Power- und Standby-Button gewandert.

Auf „Face-ID“ muss der Kunde trotz „FaceTime“ tauglicher 7-Megapixel-Frontkamera (f/2.0) im Rahmen verzichten. Auf der Rückseite gibt es eine 12-Megapixel-Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv und einer Blende von f/1.8. Ein kleines Highlight in der Welt des Apple ist der USB-Typ-C Port zum aufladen des Akkus mit 28,6 Watt­stunden. Das Herzstück bildet der nagelneue und im 5 nm-Verfahren gefertigte Apple A14 Bionic Chipsatz (inkl. Neural Engine). Speicher technisch stehen 64 oder 256 GB zur Auswahl.

Das „ipad Pro Lite“ wie ich es gern nenne, wird ab dem Monat Oktober (genauer wurde es leider nicht) ab 632,60 Euro, beziehungsweise 798,35 Euro mit 256 GB anstelle der 64 GB verfügbar sein. Wer unterwegs ins Internet will, muss für die Cellular-Version 769,10 oder 934,80 Euro berappen.

Beide iPads werden mit iPadOS in der Version 14 ausgeliefert.

Apple Watch Series 6 auf dem Apple Event im September

Ja und auch die neue Apple Watch war Thema des Abends. Und nein – sie hat kein rundes Uhrengehäuse bekommen, wie einige im Vorfeld vermutet haben. Während das Design Generationen über nahezu identisch geblieben ist, legt Apple vier neue Farben auf. Blau, Rot, Gold und Grau. Weiterhin spendiert das Unternehmen aus Cupertino neue Armbänder. Darunter auch ein geflochtenes Gewebeband.

Als neues Feature darf man „Family Setup“ begrüßen. Das lässt die smarte Uhr – sofern es eine LTE-Variante ist – autark und ohne Apple iPhone funktionieren. Ebenfalls neu ein SpO2-Sensor. Dadurch lässt sich nun die Sauerstoffsättigung im Blut überwachen und aufzeichnen. Technisch gesehen gibt es nun einen Apple S6 Chipsatz, der auf dem Apple A13 basiert. Das mit der Series 5 eingeführte Always-on-Display ist nun 2,5 Mal heller.

Wie das neue iPad der 8. Generation, könnt ihr die Apple Watch Series 6 ab Freitag (18/09/2020) ab 418,15 Euro kaufen. Dank vieler Farb- und Armband-Varianten, sowie einer LTE-Version, kann der Preis aber auch bis zu 808,10 Euro ansteigen.

Apple Watch SE

Für potentiell interessierte Apple-Kunden, die sich nicht im Vorfeld durch die vielen Leaks und Gerüchte haben beeinflussen lassen, wird die vorgestellte Apple Watch SE wohl den größten Eindruck des Abends hinterlassen. Ist es doch wie zuvor beim „zweiten“ iPhone SE, der Zugang zum Apple-Universum ohne besonders tief in die Tasche greifen zu müssen. Bereits ab 291,45 Euro ist man in den Farben Silber, Gold und Space Grau bereits dabei. Mit LTE-Funktion (Cellular) werden 340,20 Euro fällig. Auch hier ist der Verkaufsstart der kommende Freitag.

Im Grunde kann sie Software seitig alles was die „großen“ auch können. Auch sie bekommt das am Abend vorgestellte watchOS 7. Unter der Haube werkelt ein Apple S5 Chipsatz, der auch in der Series 5 verbaut ist. Nicht das neueste, aber auch nicht wie zuerst vermutet aus der Series 3, sondern doppelt so schnell wie dieser.

Fazit des Apple Event im September 2020

Apple hat neben der Hardware auch noch Software seitig ein paar Neuerungen bekannt gegeben. Da wären unter anderen iOS 14, iPadOS 14 und watchOS 7, welche alle ab heute Abend OTA (over the air) verteilt werden. Weiterhin gab es den neuen Dienst „Fitness+“, welcher aber vorerst nicht nach Deutschland kommt, weswegen ich an der Stelle hier noch nicht näher drauf eingehe.

Dann gab es noch „Apple One“. Praktisch ein Zusammenschluss aus bereits vorhandenen Diensten wie Apple Music, Apple TV+, Arcade Games und dem 50 GB iCloud-Speicherdienst. Drei Abo-Pakete hat Apple gestern Abend vorgestellt:

  • Individual (50 GB iCloud) für 14,95 US-Dollar/Euro
  • Family 6 Personen (200 GB iCloud) für 19,95 US-Dollar/Euro
  • Premier (2 TB iCloud) für 29,95 US-Dollar.

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass Premier keinen Euro-Preis hat, was daran liegt, dass die in den USA inkludierten Dienste Apple Fitness+ und Apple News+ hierzulande nicht verfügbar sind.

Was an dem Abend fehlte war die neuen Apple iPhone 12-Serie. Es wurde im Grunde schon im Vorfeld von einigen Informanten so kommuniziert. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Grund ist der COVID-19 bedingte verzögerte Verkaufsstart. Also wird man wohl in diesem Jahr noch eine weitere Keynote abhalten. Wann? Vielleicht am 30. September um Google eins auszuwischen oder Anfang Oktober.

[Quelle: Apple]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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