Huawei: Ein Ende des US-Embargos durch Lizenzen in Sicht

US-Präsident Trump hatte noch auf dem G20-Gipfel gegenüber der Presse ein Ende des US-Embargos gegenüber Huawei bekannt gegeben. Nun kündigen sich exklusiven Medienberichten zufolge Bemühungen an, die Beschränkungen zwischen US-Unternehmen und dem chinesischen Smartphone-Hersteller erheblich zu lockern.

 

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei ist nach wie vor Opfer des andauernden Handelskrieges zwischen den USA und China. US-Unternehmen wie Google, Microsoft und Qualcomm wird es untersagt Geschäfte mit Huawei zu betreiben. Trotz einer andauernden Schonfrist von drei Monaten, sehen sich beide Seiten gezwungen Maßnahmen zu ergreifen. Die US-Halbleiterindustrie suchen Mittel und Wege durch eine Produktion im Ausland dem US-Embargo zu entgehen. Huawei hingegen übt Druck mit der Ankündigung eines eigenen Betriebssystems mit dem Namen HongMeng OS aus.

Knapp 11 Milliarden Dollar (2018) entgehen so den US-Unternehmen. Bei dem G20-Gipfel in Japan, suchte Donald Trump ein Vier-Augen-Gespräch mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Als Ergebnis verkündete der US-Präsident der anwesenden Presse ein Ende des US-Embargos gegenüber Huawei, nach Abschluss der Verhandlungen mit China.

Donald Trump und Xi Jinping Einigung beim US-Embargo

 

Neue Lösung des US-Embargos gegenüber Huawei

Wie nun Reuters exklusiv in Erfahrung gebracht hat, wurde diese Woche auf einer Konferenz des US-Handelsministerium gemeinsam mit den Zulieferern beschlossen, eine Lockerung des US-Embargos umzusetzen. Dafür können im Einzelfall Lizenzen beantragt werden, die vom Handelsministerium überprüft und genehmigt werden müssen. Voraussetzung ist, dass die nationale Sicherheit nicht bedroht sei. Aktuell ist unklar, für welche Produkte genau Lizenzen beantragt werden können. Dies soll sich laut einem hochrangigen US-Beamten innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen klären.

Huawei äußert sich dennoch unzufrieden gegenüber diesem Ergebnis:

Die Beschränkungen der Entitätsliste sollten vollständig aufgehoben werden, anstatt temporäre Lizenzen für US-amerikanische Anbieter zu beantragen. Huawei wurde für schuldig befunden, kein relevantes Fehlverhalten begangen zu haben, und es stellt für kein Land ein Cybersicherheitsrisiko dar, sodass die Beschränkungen unbegründet bleiben.

Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Huawei aufgrund der zusehnst positiven Entwicklung, nun zugegeben hat, dass das HongMeng OS nie für Smartphones vorgesehen war. Vielmehr möchte man weiterhin seine Smartphones mit dem Android Betriebssystem ausliefern.

[Quelle: Reuters]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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