Huawei und Google Apps? USA machen Kehrtwende – bleibt noch Plan B!

Die jüngst nominierte Chefin des US-Handelsministerium Gina Raimondo, machte zuletzt chinesischen Unternehmen wie Huawei große Hoffnung, von der Blacklist genommen zu werden und so wieder an die begehrten Google Apps zu kommen. Doch nun gibt es aktuelle Medienberichte die da besagen, dass die ehemalige Gouverneurin von Rhode Island eine klassische Kehrtwende hingelegt hat. Auch unter US-Präsident Joe Biden scheint die USA an den Sanktionen festzuhalten. So muss Huawei wohl auf Plan B zurückgreifen.

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Viele Huawei-Fans in Europa haben der Vereidigung des 46. US-Präsidenten Joe Biden entgegengefiebert. War doch die Hoffnung groß, dass die US-Sanktionen gegenüber Huawei gestrichen – zumindest gelockert werden. Und Anfangs sah auch alles danach aus. Obwohl sich Demokraten und Republikaner in Sachen chinesischem Sicherheitsrisiko im Grunde auch unter Donald Trump einig waren, machte die von Biden nominierte Leiterin des US-Handelsministerium zuletzt große Hoffnung. So äußerte sich Gina Raimondo dahin gehend, dass sie sich mit der Industrie und den Verbündeten beraten wolle und eine Einschätzung darüber abgeben werde was für die nationale und wirtschaftliche Sicherheit Amerikas am besten sei. Wie nun die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtet, scheint dies nicht die Entfernung von Huawei von der Entity-List zu sein.

Gina Raimondo für Huawei & ZTE?

Raimondo wurde seinerzeit scharf von mehreren Senatoren kritisiert, da es außer Frage stehe das Huawei eine „technische Marionette der Kommunistischen Partei Chinas“ sei und nach wie vor „eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit“ ist. So hat sich wohl die ehemalige Gouverneurin von Rhode Island der Meinung des Repräsentantenhauses angepasst. Für Huawei bleibt so also alles beim alten, was meiner Meinung nach Plan B zur Tagesordnung aufruft.

Huawei bekommt Google Apps über Plan B

Denn da ist zum einen noch das „grundlegend von Android und iOS unterschiedliche“ HarmonyOS, welches sich heraus gestellt hat eigentlich 1:1 Android 10 in der quelloffenen AOSP-Version ist und Honor. Honor ist bekanntlich im vergangenen Jahr an ein von der chinesischen Regierung beteiligten Konsortium verkauft worden und verzeichnet inzwischen eine Menge an Kooperationsverträgen mit US-Unternehmen wie Microsoft und Qualcomm. Auch die Google Mobile Services samt Play Store und weiteren Anwendungen ist nur noch reine Formsache. Doch was hat das mit Huawei zu tun und wo ist der Plan B?

Huawei-Logo trotz Honor-Verkauf

 

Nun – es hat sich in der Vergangenheit schon öfter herausgestellt, dass es Huawei nicht ganz so genau mit der Wahrheit nimmt. Nach wie vor scheint das Unternehmen irgendwie an Honor beteiligt zu sein. Denn Werbung in einem chinesischen Store für das Honor V40 – dem ersten Honor eigenen Produkt – zeigen im Hintergrund das Huawei-Logo. Ebenfalls werden angeblich seit September 2020 Gespräche im Hintergrund geführt, welche die Mate- und P-Flaggschiff-Serien dem gleichen Konsortium veräußert werden sollen. Für mich wirkt das ein wenig so, als wenn draußen ein neue Name drauf steht – drinnen aber nach wie vor Huawei ist. Für uns egal, Hauptsache Google Mobile Services.

[Quelle: Bloomberg]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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