iOS 9: Qualität und Sicherheit stehen im Vordergrund

Noch sind einige Wochen hin bis zur WWDC 2015, wo die neuen Betriebssysteme Mac OS X 10.11 und iOS 9 erstmals vorgestellt werden. Derzeit macht vor allem das iPhone Betriebssystem von sich Reden und das dürfte Apple-Fans sehr gefallen. Anstelle mit einer neuen Flut an Funktionen soll iOS 9 durch Sicherheit und Qualität überzeugen.

Wie Apple-Kenner Mark Gurman mit Bezug auf verlässliche Personen aus dem Kreise Apples berichten kann, wird sich Apple mit iOS 9 in erster Linie auf die Leistung des intern als Monarch getauften Betriebssystems für iPhone, iPad und iPod Touch beschäftigen. Das geht auf eine Initiative der Apple-Ingenieure zurück, welche ähnlich dem damaligen Mac OS X 10.6 Snow Leopard sich wieder verstärkt um eine starke Optimierung von Leistung und Sicherheit kümmern wollten.

iOS 9 setzt voll auf mehr Sicherheit

Komplett auf neue Funktionen will die Führungsetage von Apple dann doch nicht verzichten, weswegen die Feature-Liste mit einer neuen Home-App unter iOS 9 für HomeKit neu sein wird (zum Beitrag), eine neue Standard-Schriftart namens San Francisco, Splitscreen Multi Tasking für das iPad (zum Beitrag) und die Integration von ÖPNV-Daten in Apple Maps (zum Beitrag).

Abgesehen davon ist Sicherheit ein weiterer Fokus bei der Entwicklung von iOS 9. Dazu wird das sogenannte Rootless-Feature eingeführt, welches bei bestimmten Dateien komplett jegliche Root-Rechte verweigert und damit Malware noch stärker als bisher an ihrem Treiben hindern soll. Intern sind die ersten Ergebnisse mit großer Begeisterung aufgenommen worden. Spannend dürfte allerdings die Frage bezüglich eines Jailbreaks werden: Gut möglich, dass das vorläufige Ende der Öffnung von iOS bevorsteht, da dieses System auf Kernel-Ebene arbeitet.

Dem Sicherheitsgedanken wird auch Trusted WiFi folgen, wobei dessen Implementation in iOS 9 als auch Mac OS X 10.11 noch nicht ganz sicher ist. Bisher ist nur so viel bekannt, dass sich Apple-Geräte mit iOS 9 sowie Mac OS 10.11 nur mit als vertrauenswürdig eingestuften Routern respektive WLAN-Netzen verbinden, was Man-in-the-Middle Angriffe bzw. gezielt manipulierte und zwischengeschaltete Router theoretisch erschweren dürfte.

iCloud Drive und alte Hardware

Weiterhin werden etliche Apple-eigenen Apps unter iOS 9 auf eine Daten-Synchronisation mit iCloud Drive umgestellt wie zum Beispiel die Apps für Notizen, Erinnerungen oder der Kalender. Diese gleichen ihre Daten noch immer per IMAP-Protokoll ab, was eine potentielle Sicherheitslücke darstellt. Mit der Synchronisation über die iCloud soll auch eine verbesserte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in iOS 9 Einzug halten. Die entsprechenden Apps machen bei ihrem ersten Start auf die Änderungen aufmerksam und migrieren die Daten automatisch auf das neue System.

Einer der interessantesten Fakten zum kommenden iOS 9 ist ein sogenannter Legacy-Modus, welcher die Installation und Nutzung der kommenden iOS-Version auch auf älterer Hardware ermöglicht. Die Rede ist bis hin zum Apple A5 Prozessor, sodass selbst das iPhone 4s und das erste iPad mini in den Genuss des neuen Betriebssystems kommen sollen. Die Leistung bei der Bedienung soll dabei jedoch nicht leiden, weswegen ein paar mehr Optimierungen als nur das Weglassen einiger Funktionen anzunehmen ist.

Anstatt wie bisher üblich ein komplettes Betriebssystem für ältere Hardware fertigzustellen und dann die zu leistungsintensiven Funktionen einfach zu entfernen, wird Apple ein Core-System von iOS 9 entwickeln, welches nahezu perfekt auf der älteren Hardware läuft und wird dann Schritt für Schritt neue Funktionen implementieren. Auf diese Weise will Apple ein ähnliches Performance-Desaster wie mit dem Wechsel von iOS 6 zu iOS 7 verhindern.

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Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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