OnePlus Warp Charge 30 ist schnell, aber nicht schnell genug!

Mit dem OnePlus 6T in der McLaren Edition, hat uns der chinesische Hersteller ein Smartphone präsentiert, dass knapp 150 Euro teurer ist als die Basis-Version. Dafür will uns OnePlus 10 GB anstelle 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher bieten und einen neuen Ladestandard mit dem Namen Warp Charge 30. Doch was steckt wirklich hinter dem neuen Namen?

OnePlus gibt sich auf Presseveranstaltungen zurückhaltend was den neuen und vor allem schnellen Ladestandard Warp Charge 30 anbelangt. Wurde das Unternehmen doch gerichtlich gezwungen den alten Namen Dash Charge nicht mehr zu verwenden, so musste dieser dennoch ersetzt werden. Mit dem OnePlus 6T McLaren Edition hat das Unternehmen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen die Markteinführung der neuen Ladetechnologie und eine weitere Version des OnePlus 6T. Diese mit 699 Euro deutlich teurer zu Buche schlägt.

Die Frage, ob ein Mehrpreis von 150 Euro, beziehungsweise 70 Euro gerechtfertigt ist, wenn wir das OnePlus 6T in Midnight Black und 8 GB RAM sowie 256 GB internen, nicht erweiterbaren Programmspeicher berücksichtigen, haben wir bereits in einem älteren Beitrag beantwortet (zum Beitrag). Während der zusätzliche Arbeitsspeicher getrost vernachlässigt werden kann, konnten wir die neue Schnellladetechnologie noch nicht wirklich testen. OnePlus äußert sich zu Warp Charge 30 wie folgt:

Lade mit „Warp Charge 30“ 50% deines Akkus in nur 20 Minuten auf. Spiele ein Spiel oder sieh dir einen Film an, während du mit voller Geschwindigkeit auflädst, denn dank Warp Charge bleibt das Gerät kühl und konsistent, auch wenn du dein Handy gerade benutzt.

Was ist das Geheimnis von Warp Charge 30

Doch was genau verheimlicht uns OnePlus? Nicht der verbaute 3.700 mAh starke Akku ist das Geheimnis, sondern das Netzteil. Dieses basiert auf der VOOC-Technologie (Voltage Open Loop Multi-step Constant-Current Chargingdes Schwester-Unternehmens Oppo. Sowohl VOOC als auch Dash Charge bieten dank vieler Komponenten des Ladegeräts eine höhere Stromstärke. Dazu zählen ein Mikrocontroller, der den Ladezustand überwacht. Weiterhin eine Spannungs- und Stromregelschaltung, Wärmemanagement- und Wärmeableitungskomponenten (die zu einer 5-Punkte-Sicherheitsprüfung beitragen) und ein dickeres USB-Type-C-Ladekabel.

Das bedeutet Warp Charge 30 bietet wahlweise 5 Volt bei 2 Ampere (10 Watt) oder 5 Volt bei 6 Ampere (30 Watt). Das Standard-Ladegerät bietet jedoch nur maximale 5 Volt bei 4 Ampere (20 Watt). Interessanterweise bietet die Mutter der Erfindung mit SuperVOOC sogar 50 Watt für das Oppo Find X Lamborghini Edition. Dennoch ist der Unterschied nicht allzu groß, wie nun ausgiebige Tests dokumentieren. Der Vorteil der höheren Wattzahl liegt in den ersten Minuten des Ladevorgangs. Das dürfte auch der Grund sein, warum Hersteller gern mit 50 Prozent Akku-Kapazität werben.

Das Fazit von Warp Charge 30

Mit maximalen 30 Watt laden Besitzer des OnePlus 6T McLaren Edition das Smartphone mit dem mitgelieferten Netzteil und Kabel in den ersten Minuten schneller. Je länger der Ladevorgang dauert um so geringer wird der Vorsprung.

In Hinblick auf das 50-Watt-Netzteil von Oppo mit baugleicher VOOC-Technologie, beweist OnePlus aber seine Strategie nicht alles Potential mit einmal zu verschießen. Lieber verkauft der chinesische Hersteller die aktuell maximal mögliche Power mit dem OnePlus 7 oder OnePlus 7T. Kein Wunder wenn Mitbewerber wie Huawei im direkten Ladevergleich besser abschneiden.

Unserer Meinung nach stehen die Zusatzkosten vom „normalen“ OnePlus 6T zur McLaren Edition auch nach dem Test von Warp Charge 30 nicht im Verhältnis.

[Quelle: XDA Developers]

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Lino Bentzin

Hallo, ich bin Lino. Ich studiere Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und nutze aktuell ein OnePlus 6T. Meine Freundin nutzt ein iPhone 8, sodass ich auch einiges auf dem Gebiet mitbekomme. Mein Hobbys sind neben Technik-Kram, das Kochen, Eishockey, HipHop und die PS4.

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