Samsung Galaxy Fold nicht eine Million mal verkauft – Präsident wird von Mitarbeitern korrigiert

Auf der Berliner TechCrunch Disrupt ließ sich der Samsung-Präsident dazu verleiten, den Erfolg des Samsung Galaxy Fold mit einer Million verkaufter Einheiten zu belegen. Leider musste diese Aussage von einem Samsung-Pressesprecher ein wenig später wieder revidiert werden.

Mit dem ersten faltbaren Smartphone das südkoreanischen Herstellers, ist der Konzern sichtlich ein großes Risiko eingegangen. Das Galaxy Fold wurde gemeinsam in San Francisco mit der Galaxy S10-Serie präsentiert. Wenig später durften einige ausgewählte US-Medien das Android-Smartphone testen. Das veranlasste sie aber keineswegs ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Im Gegenteil – das erste Samsung-Foldable hat eine derart schlechte Kritik bekommen, dass Samsung das Device trotz angekündigten Verkaufsstart erst gar nicht in den Handel brachte.

Samsung Galaxy Fold bekam viel Kritik

Es war die Rede von einer „Display-Schutzfolie“ die in Wirklichkeit keine war, sondern Bestandteil des  Infinity-Flex-Displays ist. Auch das Scharnier wurde zum Thema. Staub drang unter den Bildschirm und verursachte so ebenfalls Beschädigungen. Samsung musste zurück an das Reißbrett und die Fehler korrigieren. Mehrfache Ankündigungen zum Verkaufsstart mussten verschoben werden, sodass erste US-Provider wie AT&T und Telekom ihre Bestellungen stornierten. Zur IFA 2019 im September, sollte das Galaxy Fold dann endlich zu einem Preis von über 2.000 Euro in den Handel kommen.

Folgende Fehler wurden laut Samsung behoben:

  • Die obere Schutzschicht des Infinity Flex Displays wurde vergrößert, sodass sie ein integraler Bestandteil der Display-Struktur ist und nicht entfernt werden kann.
  • Das Samsung Galaxy Fold verfügt nun über zusätzliche Verstärkungen, um das Gerät besser vor äußeren Partikeln zu schützen und gleichzeitig den charakteristischen Falt-Mechanismus beizubehalten:
    • Schutzkappen verstärken die Ober- und Unterseite des Scharnierbereichs.
    • Unterhalb des Infinity Flex Displays wurden zusätzliche Metallschichten hinzugefügt, um den Schutz des Displays zu verstärken.
    • Das Scharnier wurde im Abstand zum Gehäuse verringert.

Auf die Frage von TechCrunch auf der Berliner Disrupt 2019 vergangene Woche, ob es sich bei dem Galaxy Fold nicht um ein etwas teures Beta-Produkt handele, antwortete Samsung-Präsident Sohn Young-kwon das sich bereits eine Million Kunden für das faltbare Smartphone entschieden haben.

„Es gibt eine Million Menschen, die dieses Produkt für 2.000 Dollar benutzen wollen.“

Keine Million – eher die Hälfte

Mit einer derartigen Menge hat niemand innerhalb der kurzen Zeit und dem vergleichsweise hohen Preis gerechnet. Ein wenig später musste dann ein Samsung-Sprecher gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News diese Aussage revidieren. Leider gab das Unternehmen nicht zur Korrektur die tatsächlichen Zahlen bekannt. Der Sprecher entschuldigt aber die Aussage, mit einer Verwechslung der ursprünglichen angepeilten Vorgabe von 500.000 verkauften Einheiten. Analysten hingegen gehen eher von 400.000 verkauften Samsung Galaxy Fold aus.

Bereits zur nächsten S-Serie Präsentation am 18. Februar 2020 in San Francisco, soll bereits ein zweites Foldabel präsentiert werden. Hoffen wir, dass sich der Preis deutlich reduzieren wird.

[Quelle: Yonhap News]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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