Schlechte Aussichten für Huawei – US-Bann bis 2021 verlängert!

Seit über einem Jahr leidet der chinesische Netzwerk- und Smartphone-Hersteller Huawei unter dem US-Bann, den Donald Trump gemeinsam mit dem Handelsministerium im Mai 2019 ausgesprochen hat. Nun ist in der Tat das Schlimmste eingetroffen, was für Huawei hätte passieren können. Der US-Präsident hat das Handelsembargo bis Mai 2021 gestern Abend verlängert.

Wie aktuell die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt, hat der US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit der Federal Communications Commission Huawei und ZTE für ein weiteres Jahr als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft. Die Befugnis dazu erhält Trump von dem International Emergency Economic Powers Act, der den US-Präsidenten dazu berechtigt, im Fall eines nationalen Notfalls der die Sicherheit der Vereinigten Staaten bedroht, Handels-Einschränkungen für US-Unternehmen zu erteilen.

Fehlende Google-Dienste sind das Hauptproblem beim US-Bann

Den größten Schaden für Huawei verursacht dabei auf neuen Android-Smartphones keine Google Mobile Services (GMS) installieren zu können. Das beinhaltet sowohl die Synchronisation von Google Kontakten, Mails und Kalender-Terminen, sowie Anwendungen von Google Maps, YouTube oder dem Google Play Store. Der wichtigsten Quelle aller Android-Apps. Huawei steuert zwar mit den Huawei Mobile Services (HMS), der Huawei AppGallery und einem eigenen Betriebssystem wie HarmonyOS dagegen an, bis dato jedoch mit knapp zwölf Milliarden US-Dollar Verluste allein im Jahr 2019.

Eine weitere Maßnahme zur Überbrückung der Umstände ist eine Ausnahme-Genehmigung, welche es Huawei erlaubt zumindest die vor dem Mai 2019 auf den Markt gebrachten Smartphones mit Google-Diensten auszustatten und zu aktualisieren. Diese Ausnahme ermöglicht es auch dem Konzern Smartphones wie zuletzt das Huawei P30 Pro New Edition auf den Markt zu bringen, das technisch auf einem alten Smartphone basiert und so ebenfalls GMS vorinstallieren darf. Diese Ausnahme soll laut Reuters ebenfalls verlängert werden. Das jedoch allein ist für Huawei und seinem Tochter-Unternehmen Honor kein Grund zum Aufatmen. Im Gegenteil.

US-Regierung plant weitere Maßnahmen

Das US-Handelsministerium bereitet bereits gemeinsam mit der Regierung Schritte vor, die es Huawei auch nicht erlauben Prozessoren außerhalb der USA, wie beispielsweise dem taiwanischen Auftragfertiger TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) produzieren zu lassen. Es ist fragwürdig wie lang sich Huawei noch auf dem europäischen Markt ohne GMS halten wird.

Huawei AppGallery

Unser Test mit dem Huawei Mate 30 Pro zeigte noch keine Empfehlung für das Smartphone ohne Google-Dienste. Inzwischen hat das Unternehmen einige Investitionen in die HMS investiert, sodass unser aktuelle Test des Huawei P40 Pro zeigen wird, ob das Unternehmen mit seinen eigenen Diensten und Anwendungen inklusive der Huawei AppGallery hierzulande eine Chance hat.

[Quelle: Reuters]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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