Huawei: US-Regierung plant finalen Rettungsschuss!

In Zeiten von COVID-19 sollte man meinen hat der US-Präsident Trump andere Sorgen als wie man denn nun final Huawei außer Kraft setzen kann. Denn wenngleich die aktuellen US-Restriktionen gegenüber Huawei das Smartphone-Geschäft deutlich schwächen, kann das Unternehmen allein durch die Verkäufe im eigenen Land gut überleben. Nun holt das US-Handelsministerium zum finalen Rettungsschuss aus.

Erst gestern hat Huawei in einem Video-Livestream die neuen Modelle Huawei P40, P40 Pro und P40 Pro+ offiziell vorgestellt. Allesamt ohne Google Mobile Services (GMS) und Anwendungen wie den Google Play Store. Die vermutlich stärkste und auch sicherste Quelle für Android-Anwendungen. Die verdankt das chinesische Unternehmen dem seit Mai 2019 bestehenden US-Bann, der es US-Herstellern verbietet Handel mit Huawei zu betreiben. Zwar gibt es separate Ausnahmegenehmigungen, die beispielsweise Microsoft zur Belieferung von dem Betriebssystem Windows 10 umgehend erhalten hat, doch bei Google scheint es da Probleme zu geben. Darüber welcher Art diese Probleme sind gibt Google keinerlei Auskünfte. Auch wenn es nicht wirklich im Interesse von Google sein kann, darf man sich seinen Teil denken.

Huawei hat sich also nun dazu entschlossen neue Smartphones mit den Huawei Mobile Services (HMS) auszuliefern und wichtige Google-Anwendungen zu ersetzen. Prominentes Beispiel sind hier die AppGallery (für den Play Store), die geplante TomTom-App als Google Maps Ersatz oder Huawei Music und Huawei Video Streaming-Dienste. Selbst für den sehr fortschrittlichen Google Sprachassistenten hat Huawei mit „Celia“ bereits eine Antwort.

Huawei verzeichnet zwar aufgrund des US-Embargos drastische Verluste, kann diese aber mit dem Verkauf im eigenen Land ganz gut kompensieren. Das missfällt dem US-Präsidenten, der sich allen Anschein nach zur Lebensaufgabe gemacht hat, Huawei komplett von der Bildfläche auszuradieren. Laut dem Nachrichten-Magazin „Reuters“ hat das US-Handelsministerium ein Antrag vorbereitet, der nur darauf wartet von US-Präsident Trump unterzeichnet zu werden und so den finalen Rettungsschuss für die USA bedeuten kann.

Holt Trump zum finalen Rettungsschuss aus?

Dieser Antrag sieht vor, ausländische Hersteller – wie beispielsweise den Chip-Fertiger TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Co.) – welche US-Anlagen oder Technologie verwenden, die Zusammenarbeit mit Huawei zu verbieten. Diese Hersteller müssten sich eine US-Lizenz einholen um beispielsweise HiSilicon – dem Chip-Fertiger für Kirin-Prozessoren – zu beliefern. Eine derartige Unterschrift käme Trump gerade Recht, der in China den Schuldigen für die COVID-19-Krise sieht. Es gibt aber auch Gegenstimmen wie beispielsweise der Handelsanwalt Doug Jacobson.

„Dies wird sich weitaus negativer auf US-Unternehmen auswirken als auf Huawei, da Huawei eine eigene Lieferkette entwickeln wird. Letztendlich wird Huawei Alternativen finden“, so der Anwalt gegenüber Reuters.

In meinen Augen hat das schon lang nichts mehr mit den Vorwürfen rund um das Sicherheitsrisiko gegenüber Huawei zu tun. Das mochte halbwegs bei dem Ausbau des 5G-Netzwerks einen Sinn ergeben haben. Auf dem Smartphone-Sektor ist es aber nichts anderes als … gut ich verkneif mir an dieser Stelle eine persönliche Meinung. Huawei Smartphones greifen keine US-Wirtschaft an. Apple, als einziger US-Smartphone-Hersteller wird sich durch Huawei nicht bedroht sehen. Dessen Kunden kaufen auch weiterhin ein Apple iPhone. Wird diese Maßnahme Huawei den Kopf kosten oder können sie tatsächlich Alternativen schaffen? Gerüchten zufolge soll der Smartphone-Hersteller bereits die Lager mit HiSilicon-Kirin-SoCs reichlich gefüllt haben.

[Quelle: Reuters]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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