Microsoft senkt Lizengebühren bei vorinstallierten Microsoft-Apps

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Microsoft und die Lizenzgebühren

Ein nicht unwesentlicher Teil der Lizenzgebühren, die Hersteller für ein Android Smartphone bezahlen müssen, geht auf die Konten von Microsoft. Der in Redmond ansässige Software-Konzern ist zwar bereit die Gebühren für die Lizenzen zu senken, aber dafür müssen die Hersteller auch etwas im Gegenzug bei der installierten Software machen.

Zu den neusten erhältlichen Android Geräten gehören die beiden Samsung-Flaggschiffe Samsung Galaxy S6 und Samsung Galaxy S6 edge, die seit dem vergangenen Freitag in 20 Ländern der Welt im Handel erhältlich sind. Während Samsung selbst die eigenen Apps der TouchWiz-Oberfläche kräftig zusammen gestrichen hat, so sind von Microsoft gleich mehrere Apps vorinstalliert. Das dies einen gewissen Grund haben könnte wird jetzt aus Taiwan berichtet und das hat etwas mit diversen Patenten eines US-Konzerns zu tun.

So ködert Microsoft die Hersteller

Laut dem taiwanischen Branchenportal DigiTimes, senkt Microsoft die für zahlreiche Android-relevante Patente die Lizenzgebühren, sofern OEM-Hersteller die Apps und Dienste des US-Konzerns auf den eigenen Geräten vorinstallieren. Das will zumindest DigiTimes Research aus der taiwanischen und chinesischen Zulieferer-Industrie erfahren haben. Entsprechende Verträge hat Microsoft bisher mit 11 Unternehmen schließen können und dazu gehören neben Dell sowie Pegatron eben auch Samsung.

So sind auf dem Samsung Galaxy S6 sowie Galaxy S6 edge (zum Beitrag) die Microsoft-Apps für Office, OneDrive und Skype vorinstalliert, was mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei zukünftigen Geräten der Fall sein dürfte. Zum Beispiel das relativ neu vorgestellte Samsung Galaxy Tab A, aber auch andere Smartphones sind denkbar.

Für Microsoft hätte diese Strategie fast nur Vorteile. Zum Einen kann Microsoft seine Apps besser in den Markt drücken, durch die gesenkten Lizenzgebühren für essentielle Patente wie das FAT-Dateisystem können die „Kunden“ bei Laune gehalten werden und der Redmonder Software-Konzern behält sein finanziell sehr starkes Geschäftsfeld mit Lizenzgebühren für zahlreiche für ein Smartphone wichtige Patente.

Ob sich die niedrigeren Lizenzgebühren allerdings auch auf die UVP-Preise der jeweiligen Geräte auswirkt ist unklar, allerdings sollte man nicht davon ausgehen. Vielmehr könnte es dennoch eine lukrative Sache für die Hersteller sein, da man durch die Vorinstallation von Office, Slype und so weiter die Kosten senken kann und wer Millionen von Android Smartphones verkauft, könnte das durchaus finanziell spüren. In gewisser Weise würde sich damit frühere Befürchtungen wegen überzogener Lizenzgebühren nach der Nokia-Übernahme (zum Beitrag) nicht bewahrheiten.
Vorerst zumindest, wenn man pessimistisch wäre.

[Quelle: DigiTimes]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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