Oculus: Wir konkurrieren noch nicht mit HTC oder Sony

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Oculus Rift Virtual Reality HEadset

Virtual Reality befindet sich noch ganz am Anfang und fand vor drei Jahren mit der Oculus Rift VR-Brille den Weg zur breiten Masse. Passend zur CES 2016 ist nun auch endlich die Consumer Version der VR-Brille zu einem Preis von 699 Euro, zuzüglich weiteren Kosten, vor zu bestellen und soll im Sommer dieses Jahres seine ersten Empfänger finden. Doch der Preis ist nicht nur auf positive Resonanz gestoßen, wozu sich das Unternehmen nun in einem Interview geäußert hat.

Das neben Oculus auch Sony, Microsoft und HTC an ihren eigenen Lösungen arbeiten ist bekannt und dennoch sieht der VR-Pionier diese nicht als direkte Konkurrenz an. Zumindest noch nicht im Fall von Sonys Projekt Morpheus, denn deren Zielgruppe ist eine gänzlich andere, wie Palmer Luckey als CEO und Mitgründer von Oculus in einem Interview mit den Kollegen von The Verge bekannt gibt.

Oculus fürchtet noch keine Konkurrenz

Wer eine PlayStation 4 sein Eigen nennt, wird nach Meinung von Luckey wohl kaum eine Oculus Rift für knapp 600 US-Dollar (zum Beitrag) und zusätzlich die benötigte PC-Hardware – die alles andere als moderat ausfällt – kaufen. Mit mindestens 1.000 Euro ist dabei zu rechnen, da die flüssige Darstellung von Virtual Reality Welten sehr viel Rechenleistung benötigt, sowohl vom Prozessor als auch von der Grafikkarte.

Wer in eine Oculus Rift und die dazugehörige PC-Technik investiert, der will das Mehr an Qualität und vielfältiges Erlebnis in den virtuellen Welten auch unbedingt haben. Erste Spiele wie EVE: Valkyrie zeigen immerhin, was mit der VR-Brille der Facebook-Tochter überhaupt möglich ist. Ob eine mittlerweile zweieinhalb Jahre alte PlayStation 4 technisch überhaupt mithalten kann darf man stark anzweifeln. Beobachter der Branche gehen daher davon aus, dass PlayStation VR (zum Beitrag) wie Projekt Morpheus wohl im Handel heißen wird, auch preislich deutlich unter der Oculus Rift angesiedelt sein dürfte.

Man darf gespannt sein, ob überhaupt etwas Ähnliches wie EVE: Valkyrie auf einer PlayStation 4 zu realisieren ist. Die bisherigen Trailer sehen enorm vielversprechend aus.

Solange es kein Nullsummenspiel ist, herrscht keine echte Konkurrenz zwischen den einzelnen Systemen. Das schließt laut Palmer Luckey auch die neue HTC Vive Pre ein (zum Beitrag), welche zur CES 2016 ihre Premiere feierte und schon bald an erste Entwickler ausgeliefert werden soll. Stattdessen kämpfe man aktuell eher zusammen gegen die öffentliche Meinung, dass Virtual Reality nicht mehr als eine nette Spielerei sei und das seit mehreren Jahrzehnten. Erst wenn man diese Barriere durchbrochen hat, scheint man bei Oculus die anderen Plattformen auch tatsächlich als Konkurrenz anzusehen.

Wer nicht ganz so viel ausgeben will und eines der aktuellen Samsung Smartphones der Galaxy S6 Generation besitzt, kann schon jetzt mit der Oculus-Technik in virtuelle Welten abtauchen. Die Samsung Gear VR ist mit 99 Euro ein vergleichsweise günstiger Einstieg, deren erste Version wir im folgenden Test schon 2014 näher anschauen konnten:

[Test] Samsung Gear VR – Willkommen in der virtuellen Realität!

Spannend wird es zudem, sobald Microsoft mit seiner Augmented-Reality-Brille Microsoft HoloLens sich dazu gesellt, auch wenn diese nicht mit der Oculus Rift und anderen VR-Brillen vergleichbar ist. Die Begeisterung für das Headset von Microsoft ist gefühlt sogar noch größer und zeigt, dass der technologische Fortschritt keine Pause macht. Für Spieler kommen tolle Zeiten zu – sofern man das Geld hat und auch bereit ist, dieses zu investieren.

[Quelle: The Verge]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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