Qualcomm vergleicht Wärme-Entwicklung der neuen Chips

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Qualcomm Snapdragon

Seit kurzem ist mit dem LG G F lex 2 das erste Android Smartphone mit einem Snapdragon 810 von Qualcomm im Handel und muss sich im Alltag beweisen. Vor allem eine Sache machte immer wieder von sich Reden: Eine unerhört große Wärme-Entwicklung. Nun sieht sich der Konzern dazu genötigt, Wärme-Vergleiche seiner Chips anzustellen.

Ungeachtet dessen, dass das HTC One M9 wieder ein durchaus sehr schickes und auch tolles Smartphone geworden ist, hatte es in den letzten Wochen überwiegend wegen dem Hitzkopf Snapdragon 810 von sich Reden gemacht. Vor allem ein Wärmebild mit dem Qualcomm-Prozessor sorgte für Aufsehen (zum Beitrag), was HTC durch ein Update in den Griff bekommen hat. Dennoch muss der US-Konzern aus Kalifornien zu einer neuen Strategie greifen und die zeigt deutlich, wo die Probleme liegen.

Qualcomm im Hitze-Sturm

Konkret werden die aktuell beiden besten Chipsätze des Konzerns der Mittel- und Oberklasse – der Snapdragon 615 und Snapdragon 810 – jeweils mit den Nachfolgern – Snapdragon 620 und Snapdragon 815 – verglichen. Wie nicht anders zu erwarten, schnitt der jeweils neuere Qualcomm-Prozessor besser ab was einerseits die Kurve der Wärme-Entwicklung betrifft, die Maximal-Wärme in der Spitze und die Zeit zum Abkühlen. Letzteres wird durch eine Herabsetzung der Taktrate erreicht. Das ist übrigens das Geheimnis hinter dem letzten HTC-Update für das M9: Der Takt wird einfach schneller gedrosselt als vorher.

Interessant an den von Qualcomm durchgeführten Tests sind die Rahmenbedingungen. Während der Snapdragon 815 gegen den Snapdragon 810 und sogar den Snapdragon 801 im Arcade-Racer Asphalt 8 Airborne von Gameloft getestet wurde, kam im Fall des Snapdragon 615 und Snapdragon 620 der in Sachen Leistung um einiges anspruchsvollere First-Person-Shooter Modern Combat 5 zum Einsatz. Was sich die Qualcomm-Ingenieure dabei gedacht haben dürfte durchaus interessant sein. Jedenfalls sehen so die Vergleiche aus:

Außerdem ist noch mit anzumerken, dass die Test-Geräte von Qualcomm speziell für die Testläufe gebaut wurden und keinerlei Funkmodule besitzen. Lediglich die für die getesteten Spiele nötigen Sensoren sollen in den Geräten verbaut gewesen sein, sodass man die Vergleichbarkeit der Geräte mit echten Modellen im Alltag stark anzweifeln darf. Aber letzten Endes zählt nur eines für Qualcomm und das ist die Aussage, dass die neuen Generationen der Prozessoren sichtlich kühler agieren als ihre jeweiligen Vorgänger. Ein Punkt, der bei dem US-Riesen in Zukunft eine ganz besonders wichtige Rolle spielen dürfte, um Negativ-PR wie rund um den Snapdragon 810 künftig besser zu vermeiden.

[Quellen: STJS Gadgets (1), (2)]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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