Android 11 Developer Preview: Gepolt auf neue Innovationen

Früh stellte Google dieses Jahr die erste Developer Preview von Android 11 zum Download für Entwickler bereit. Alle Zeichen stehen auf Innovation. Egal ob Smartphones mit LTE-5G-Technologie, faltbare Displays oder Smartphones mit gleich zwei Bildschirmen. Android 11 muss auf alles was uns in diesem Jahr noch erwartet bereits gewappnet sein. Werfen wir gemeinsam einen ersten Blick auf die Neuigkeiten für die Entwickler.

Natürlich haben auch für Android 11 Datenschutz und Sicherheit die höchste Priorität. Aber auch vor den Innovationen unserer Zeit darf das erfolgreichste mobile Betriebssystem keinen Halt machen. Das Samsung Galaxy Z Flip hat es mit den gemeinsam entwickelten „Flex-Mode“ bereits unter Beweis gestellt, dass es rein theoretisch seiner Zeit Voraus ist.

5G-Unterstützung

Google stellt den Entwicklern im Zusammenhang mit der neuen und deutlich schnelleren 5G-Technologie zwei APIs (Application Programming Interface) zur Verfügung. Die Dynamic Meteredness API und die Bandbreitenschätzer-API. Die Programmierschnittstellen dienen hauptsächlich der Überprüfung von Übertragungsraten, sowie der Down- und Upstream-Bandbreiten. Google Maps nutzt schon heute bei der Personen-Navigation „Live View“, dass mithilfe der Kamera und Augmented Reality-Technologie agiert, schnelle Datenverbindungen.

Android 11

Unterschiedliche Bildschirme

Wir haben es bereits eingangs angedeutet. Android 11 wird es dieses Jahr mit einer Menge an unterschiedlichen Bildschirmen zu tun bekommen. Dabei reden wir nicht nur von der Diagonale oder einem faltbaren, beziehungsweise gleich zwei Bildschirmen wie beim Microsoft Surface Duo, welches nun doch früher erscheinen soll. Nein – auch ein Waterfall-Display wie beim Huawei Mate 30 Pro (zum Test) muss berücksichtigt werden. Okay – schlechtes Beispiel. Die beiden mögen sich gerade nicht so. Dann eben das „Edless“-Display des Vivo Apex 2020.

Aber auch die unterschiedlichen Kameras im (Punch Hole), beziehungsweise unter dem Display müssen berücksichtigt werden. Auch dabei steht Google in der neuesten Android-Version mit der richtigen API bereit.

Sicherheit und Privatsphäre mit Android 11

Bei dem Thema Sicherheit und Privatsphäre legt Mountain View vermutlich den größten Wert. Denn in der Tat ist dies der Bereich wo das Unternehmen als erstes zur Rechenschaft gezogen wird, wenn was nicht stimmt oder von Dritten kompromittiert werden kann. In Android 11 konzentriert sich das Unternehmen auf neue Berechtigungsoptionen, Aktualisierungen des Speicherbereichs und mehr.

Neu dabei die temporäre Berechtigung. Für die sensibelsten Datentypen – nicht nur für den Standort, sondern auch für das Mikrofon und die Kamera – können Benutzer jetzt über eine einmalige Berechtigung temporären Zugriff gewähren. Diese Berechtigung bedeutet, dass Apps auf die Daten zugreifen können, bis der Benutzer die Anwendung schließt. Danach muss die Berechtigung für einen erneuten Zugriff angefordert werden.

Auch der Speicherbereich ist für Google von jeher ein sensibles Thema. Android 11 enthält verschiedene Verbesserungen, wie zum Beispiel den Zugriff auf den Root-Dateipfad für Medien, die aktualisierte DocumentsUI und Stapelbearbeitungsvorgänge im MediaStore.

Zum Thema Sicherheit gibt es nun die BiometricPrompt, welche in drei Authentifizierertypen klassifiziert ist. Sicherheitskritische Komponenten wie BoundSan, IntSan, CFI und Shadow-Call Stack wurden erweitert. Android 11 bietet Plattform-Unterstützung für die sichere Speicherung und den Abruf überprüfbarer Ausweisdokumente, z. B. ISO 18013-5-konforme mobile Führerscheine.

App-Kompatibilität einfacher überprüfen

Ein Thema das die Entwickler freuen wird, ist die Minimierung der Auswirkungen von Verhaltensänderungen, sowie das einfachere Testen und Debuggen. Viele der wichtigsten Änderungen sind nun umschaltbar. Dies bedeutet, dass die Änderungen einzeln über die Entwickleroptionen oder ADB erzwingt oder deaktiviert werden können. Mit dieser Änderung muss die targetSdkVersion nicht mehr geändert oder in der App für grundlegende Tests neu kompiliert werden.

Nur für Developer

Wie im Abstract bereits erläutert, handelt es sich um eine Developer Preview. Also explizit für Entwickler mit einem der Pixel-Smartphones. Sie ist weder für Unerfahrende noch für den täglichen Gebrauch zu nutzen. Google startet dieses Jahr deutlich früher mit der Verteilung. Das Unternehmen gibt bekannt, dass es dieses Jahr mehr als zuvor auf das Feedback angewiesen ist.

[Quelle: Android Developer]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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